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Wusterhausen Blau-Weiß feiert dieses Jahr den 100.
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wusterhausen Blau-Weiß feiert dieses Jahr den 100.
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12:14 17.01.2019
Ungewöhnliche Werbung auf einer Trafostation.
Ungewöhnliche Werbung auf einer Trafostation. Quelle: Wolfgang Hörmann
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Wusterhausen

Der FC Blau-Weiß Wusterhausen ist in diesem Jahr ein Jubilar. Wollten seine Mitglieder den 100. Geburtstag punktgenau feiern, müssten sie allerdings bis kurz nach dem 3. Advent warten. Glaubt man der Stadtchronik, dann wurde der FC-Vorgänger am 19. Dezember 1919 als „Sportclub Wusterhausen“ gegründet. Seine Wiege stand demnach in der Gaststätte „Zum Landhaus“. Heute kehren die Gäste dort in der Pizzeria „Paludi“ ein.

Initiator der Gründung war Rudolf Plagemann, der dann ein Vierteljahrhundert die Geschicke des SCW leitete. Am 28. Februar 1920 – so hat es Marco Schimpke für die Chronik recherchiert – fand das erste Fußballspiel auf einem Sandplatz statt. Der Gegner hieß „Vorwärts Kyritz“.

Er trug den Namen Wusterhausen in die Welt: Fifa-Schiedsrichter Klaus Scheurell. Quelle: Wolfgang Hörmann

Ein Jahrhundert danach erinnert man sich im „See-Stadion“ an viele Höhen und Tiefen, die der Fußballsport so mit sich bringt, an Männer wie Fritz Köpcke und Klaus Scheurell, die späteren Fifa-Schiedsrichter, „den Macher“ Friedhelm Dicke, seinen Nachfolger Gerd Gruben und andere. „Die Namen sind im Verein natürlich allgegenwärtig und werden sicherlich genannt, wenn wir auf 100 Jahre Fußballsport in Wusterhausen zurück blicken“, sagt Ralf Kuska. Der Stellvertreter des Vereinsvorsitzenden von Blau-Weiß macht in dem Zusammenhang auch gleich klar, dass man nicht bis kurz vor Weihnachten warten will, um das Jubiläum zu begehen. „Die Erinnerung daran wird sich über das ganze Jahr erstrecken. Sie beginnt jetzt schon bei den Hallenturnieren und setzt sich peu à peu bis Dezember fort“, so Kuska.

In den Fußstapfen seine Großvaters: Chris Scheurell pfeift Spiele in der Kreis-Oberliga. Quelle: Wolfgang Hörmann

Richtig „offiziell“ soll es am vorletzten Juni-Wochenende werden. Am 21. Juni findet die Festveranstaltung mit geladenen Gästen statt. Tags darauf rollt das runde Leder auf dem Sportplatz in der Seestraße. Zunächst treten die aktiven Alten Herren gegen ehemalige Größen des Vereins an. Danach spielt die 1. Männer-Mannschaft gegen die Traditionself des 1. FC Union Berlin.

Als Schiedsrichter hätten die Organisatoren gern Chris Scheurell, jüngsten Sproß aus der bekannten Schiri-Familie von der Dosse. Der 19-jährige Student der Betriebswirtschaft pfeift in seiner Freizeit Partien in der Kreis-Oberliga, was noch nicht das Ende der sportlichen Entwicklung sein soll. Den Einsatz als Schiedsrichter beim „Jahrhundert-Spiel“ könnte er sich vorstellen.

Neueste Anschaffung: Flutlicht von vier Masten. Quelle: Wolfgang Hörmann

Möglich wird dabei auch ein Wiedersehen mit einem anderen Sohn der Stadt. Björn Brunnemann hatte gute Fußballertage in seiner Karriere unter anderem auch bei den „Eisernen“. Abends gehört der Platz an der Seestraße, ausgeleuchtet vom nagelneuen Flutlicht der im Vorjahr aufgestellten vier 18 Meter hohen Masten, dem Feiervolk. Zum Tanz konnte die „Holzband“ verpflichtet werden. Die Pflöcke für die Feier-Saison sind also eingeschlagen, die Feinabstimmung steht noch aus.

Der Verein zählt 160 Mitglieder

Der FC Blau-Weiß Wusterhausen hat seine Wurzeln im 1919 gegründeten Sportclub Wusterhausen. In der DDR wurde daraus die Betriebssportgemeinschaft (BSG) Empor Wusterhausen. Die Spitzenzeiten erlebte der Männer-Fußball in der Bezirksliga Potsdam.

Den Verein bilden derzeit rund 160 Mitglieder, dabei ist der Nachwuchsbereich mit sechs Mannschaften und 11 Übungsleitern am stärksten vertreten. Die 1. Männer-Mannschaft steht vor Beginn der neuen Saison in der Kreis-Oberliga auf Platz zwei, die 2. Männer kicken in der 2. Kreisklasse.

Die jüngste Anschaffung im „See-Stadion“ besteht aus vier 18 Meter hohen Masten samt Flutlicht. Die kosteten im vergangenen Jahr etwa 13 000 Euro, zusammengekommen weitestgehend aus Spenden. Die Montage erfolgte komplett in Eigenleistungen der Vereinsmitglieder.

Vorsitzender des Vereins ist Andreas Nucklies, sein Stellvertreter Ralf Kuska. Karsten Müller regelt die Finanzen. Zum Vorstand gehören ferner Christoph Lemm, Juliane Mintel, Thomas Leipold, Esko Ernst und Daniel Linkowitsch.

Von Wolfgang Hörmann

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