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Wusterhausen Diskussion über das Seeufer und das Gemeinschaftshaus
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16:07 15.11.2019
Überraschung für den Bürgermeister. Seine Rathausmannschaft hatte kürzlich erfolgreich am Hubertuslauf teilgenommen. Dafür gab es eine Urkunde, die Ralf Schaeffer weitergab. Quelle: Wolfgang Hörmann
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Bantikow

Bürgermeister trifft Bantikower. Sie folgten am Mittwochabend recht zahlreich der Einladung von Philipp Schulz in das Gemeindehaus am See. Der Chef der Verwaltung in der Großgemeinde setzte hier seine lockeren Gesprächsrunden fort, die ihn in alle Ortsteile führen. Begleitet wurde er von der Koordinatorin für Jugendarbeit Anna Behrend und Katharina Zimmermann. Die Leiterin des Wegemuseums ist auch zuständig für alle touristischen Belange und war damit im Tourismusort Bantikow genau richtig.

Erwartungsgemäß ging es aber dann zwei Stunden lang um die Alltagsfragen und -probleme der Einwohner. Dabei spielte der Tagungsort selbst eine wichtige Rolle. Das dörfliche Gemeinschaftshaus, hauptsächlich genutzt von der „Frauengruppe, plus“ (das Plus bedeutet: offen für Männer) und den jüngeren „Rotkäppchen“, benötigt dringend eine komplette Sanierung. Vielleicht ist sogar ein Ersatz durch Neubau nötig.

Kaum Resonanz auf eine Fragebogenaktion

Was soll es werden? Und vor allem: Wie und von wem soll der Treff dann genutzt werden? Das herauszufinden, hatte sich Jörg Tritscher auf die Fahnen geschrieben, als er mit Helfern im Sommer eine Umfrage startete. In jeden der rund 200 Haushalte gelangten dazu Fragebögen. Antworten kamen allerdings so spärlich, dass der Eindruck entstehen musste, dass das Thema nur wenige Einwohner interessiert.

Philipp Schulz fand es schade, dass die Resonanz einer gut gemeinten Aktion so bescheiden ausfiel. Schließlich war er am Mittwoch auch nach Bantikow gekommen, um das Entwicklungskonzept für die Gemeinde zu bewerben. Dabei hätte eine belastbare Erhebung zum „Wie weiter?“ am hiesigen Seeufer schon geholfen.

Es entspann sich eine längere Diskussion, in der durchklang, dass man hier schon von vielen Konzepten und Zusagen gehört hätte, die am Ende aber nie fruchteten.

Axel Feidel bemängelte den schlechten Zustand des Radweges zwischen Wusterhausen und Bantikow. Quelle: Wolfgang Hörmann

Die Bantikower bedrückte aber noch anderes. Axel Feidel aus der Straße „Am Sonnenhügel“ bemängelte den Zustand des viel zu schmalen Radweges zwischen Bantikow und Wusterhausen. Busfahrer Mike Göbel legte dazu passend eine Sicht der Dinge dar, die sich in seinem Arbeitsalltag abzeichnen, wenn dunkel gekleidete Radler auf die Fahrbahn ausweichen.

Ralf Schaeffer, Übungsleiter junger Fußballer bei Blau-Weiß Wusterhausen, würde gern einen Bolzplatz auch in Bantikow bespielen. Wo gibt es eine passende Fläche? Die Frage stand im Raum und konnte nicht ad hoc beantwortet werden.

Erfolgreiche Teilnahme am Firmenwettkampf

So verhielt es sich auch zu anderen Problemen von Hundehinterlassenschaften am Badestrand, über Lärmbelästigung bei ausufernden Feiern und gefährliche Situationen auf den Straßen bis hin zum Winterdienst.

Der Bürgermeister hörte aufmerksam zu, schrieb viel mit und versprach, alles Angesprochene „mitzunehmen“ in sein Rathaus. Für ihn selbst gab es überraschend etwas zum Vorzeigen von diesem Abend. Ralf Schaeffer überreichte ihm eine gerahmte Urkunde. Mitarbeiter des Rathauses hatten jüngst beim Hubertuslauf in Alt Ruppin am Firmenwettkampf teilgenommen und Rang 10 von 23 belegt.

Lesung am 22. November

Im Gemeindehaus finden, seit es 2015 hauptsächlich in Eigeninitiative renoviert wurde, regelmäßig Veranstaltungen statt. Dazu gehören Kurse, die der Entspannung dienen, Spielenachmittage und Buchlesungen.

Die nächste Lesung steht bevor. Am 22. November, 18 Uhr, geht es schon zum zweiten Mal in diesem Jahr um ein Buch von Hans Fallada. Die spannende Geschichte um die Entstehung von „Jeder stirbt für sich allein“, steht diesmal im Mittelpunkt des Abends.

Katharina Zimmermann warb dafür, Interessantes aus Bantikow in einen Veranstaltungskalender der Gemeinde einfließen zu lassen. Für 2020 kündigte die Tourismusfrau zwei Wanderungen am Ufer des Klempowsees an.

Jugendkoordinatorin Anna Behrend versprach, sich auch um die Freizeitgestaltung der Jüngsten im Dorf zu kümmern.

Von Wolfgang Hörmann

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