Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Wusterhausen Saisonende auf dem Campingplatz in Bantikow
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wusterhausen Saisonende auf dem Campingplatz in Bantikow
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:15 09.10.2019
Familie Zetzsche aus Rostock macht ihren Stellplatz winterfest. Quelle: André Reichel
Bantikow

Traditionell schließt der Campingplatz am Untersee in Bantikow Mitte Oktober. Noch herrscht auf dem idyllisch gelegenen Platz aber Leben. Vereinzelnd wuseln Dauercamper auf ihrem Stellplatz herum.

Auch Familie Zetzsche aus Rostock ist noch immer da. Gleich drei Generationen beschäftigen sich damit, das Areal winterfest zu machen. Während die Enkel mit Begeisterung die Blumenrabatte vor dem überdachten Wohnwagen beräumen, sorgen die Eltern und Großeltern dafür, dass in Zelt und Wohnwagen alles richtig verstaut und eingemottet wird.

Der Campingplatz ist der Lieblingsplatz der Familie

Am Wochenende streichen aber auch sie für dieses Jahr die Segel. Auf die nun fast schon vergangene Saison blicken sie gern zurück, spielte doch das Wetter mit und schön schattig ist es ja durch die hochgewachsenen Kiefern auf dem gesamten Campingplatz.

Großmutter und Großvater Zetzsche stammen eigentlich aus Ost-Berlin und sind schon seit fast 40 Jahren Camper auf dem Bantikower Platz. Anfangs zelteten sie dort jeden Sommer. Nach der Wende kauften sie sich einen Wohnwagen und wurden so zu Dauercampern. Seit einem Jahr sind sie nun Rentner und zogen zu den Kindern und Enkeln nach Rostock. Der Campingplatz in Bantikow ist und bleibt für alle Generationen der Familie der Lieblingsaufenthaltsplatz im Frühling und Sommer.

Carla Schmidt (l.) und Astrid Harnack sorgten die ganze Saison über für Ordnung und Sauberkeit in den vermieteten Wohnwagen und Bungalows. Quelle: André Reichel

Schwer beschäftigt sind derzeit auch die beiden Angestellten auf dem Campingplatz, Carla Schmidt und Astrid Harnack. Die beiden Frauen kümmern sich die ganze Saison über darum, dass die vermieteten Wohnwagen und die beiden Bungalows immer sauber und ordentlich sind.

Die Miet-Wohnwagen sind schon längst winterfest gemacht. Die Bungalows werden noch einmal für die letzten Mieter der Saison geputzt und gewienert. Die Boote sind auch schon an Land geholt und kieloben auf dem Platz abgestellt.

Zu Saisonende werden auf dem Campingplatz in Bantikow natürlich auch die Boote an Land gezogen. Quelle: André Reichel

Renate Siemer, die den Campingplatz zusammen mit ihrem Mann und ihrem Sohn betreibt, ist mit der diesjährigen Saison voll und ganz zufrieden. „Camping wird immer beliebter und das merken wir auch hier an den steigenden Besucherzahlen“, sagt Renate Siemer.

Schon zu Saisonbeginn im Frühling war der Platz am Untersee meist voller Besucher. Allein zu Pfingsten waren es mehr als 300 Erholungssuchende. Von den 74 Dauercampern sind jedoch viele nur an den Wochenenden und während des Sommerurlaubs vor Ort. „Sie sind meist noch berufstätig“, erklärt Renate Siemer.

Mehr als 40 Jahre auf dem Platz

Jedoch kommen auch Camper nach Bantikow, die bereits seit über 40 Jahren dem Campingplatz die treue halten. Die Ältersten unter ihnen sind weit über 80 Jahre alt. Mit der sommerlichen Hitze hatte man auf dem schattigen und in Seenähe gelegenen Campingplatz naturgemäß wenig zu kämpfen. „Dafür brauchten wir dieses Jahr kein einziges Mal den Rasen zu mähen“, berichtet Renate Siemer.

Am 1. Mai 1992 übernahm Familie Siemer aus Bantikow den Campingplatz von der Gemeinde, die diesen schließen wollte. Als der Platz 1960 eröffnet wurde, bohrte man zur Wasserversorgung der Camper zwei Brunnen und für die Verrichtung der Notdurft wurden Plumpsklos aufgestellt.

Der Hauptweg wurde asphaltiert

Inzwischen hat jeder einzelne Stellplatz einen Wasser- und Stromanschluss. 2001 wurde ein Sanitärtrakt gebaut. Drei Jahr später entstand eine Küche für die Zeltcamper und im vergangenen Herbst wurde der Hauptweg asphaltiert, weil es in trockenen Sommern dort fürchterlich staubte.

An der Rezeption hat Renate Siemer inzwischen auch mit Maik Rötting aus Halle an der Saale Verstärkung bekommen. Alle zusammen werden im kommenden Frühling wieder für ihre Gäste da sein.

Von André Reichel

Die holprige Berliner Straße ist seit Jahrzehnten ein Sorgenkind in Wusterhausen. Wann sie endlich erneuert wird, ist aber weiterhin völlig offen.

07.10.2019

Der Wusterhausener Wassersportverein hat Geburtstag. Vor 70 Jahren wurde er gegründet. Aus diesem Anlass gab es am Wochenende eine große Party mit zahlreichen Gästen.

06.10.2019

Der Robobus, der im Sommer zu Probefahrten in Wusterhausen startete, ist ins Rollen gekommen. Das autonome Fahrzeug soll nun längere Wege fahren. Zur Streckenerweiterung gab es einen interessanten Informationsabend im Alten Laden.

01.10.2019