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Wusterhausen Gerätehausdach soll so schnell wie möglich saniert werden
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wusterhausen Gerätehausdach soll so schnell wie möglich saniert werden
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14:01 30.10.2019
Der verbrannte Dachstuhl soll in den nächsten Tagen abgetragen und entsorgt werden. Quelle: Wolfgang Hörmann
Wusterhausen

Nach dem Brand des Feuerwehrgerätehauses in Wusterhausen am 17. Oktober liegen die konkreten Pläne dafür auf dem Tisch, wie mit dem beschädigten Gebäude weiter verfahren werden soll. Melanie Füllgraf, zuständig im Rathaus für Planung, Entwicklung und Bauen, hat bei der Sitzung des Fachausschusses der Gemeindevertretung am Dienstagabend darüber informiert.

Dazu sahen die Mitglieder, sachkundigen Einwohner und Gäste im „Alten Laden“ des Herbst’schen Hauses Aufnahmen, die unmittelbar nach Ende der Löscharbeiten gemacht wurden. Sie zeigen verstörende Bilder des komplett zerstörten Obergeschosses.

Die Fahrzeughalle ist nahezu unversehrt

Dennoch hatte die Frau vom Bau auch eine gute Nachricht: „Das Erdgeschoss der Fahrzeughalle ist nahezu unversehrt und kann weiterhin genutzt werden,“ so Füllgraf. Soweit ist es aber noch nicht. Nächste Aufgaben sind der Abbruch der verkohlten Dachkonstruktion und des kompletten oberen Geschosses sowie der Schutz vor eindringendem Niederschlag.

Vorgesehen ist in der Folge, dass ein Satteldach in einer 30-Grad-Neigung, bestehend aus einer Binderkonstruktion mit Eindeckung aus Tonziegeln, aufgebaut wird. Die darunter liegende Decke benötigt Dämmung. Eine Beheizung sei sicher zu stellen. Bei dieser Variante werde es künftig im Obergeschoss weder Aufenthalts- noch Küchenräume geben, hieß es am Dienstag.

Der Dachstuhl des Gebäudes stand in Flammen. Quelle: Julia Redepenning

Derzeit sei man dabei Angebote einzuholen, führte Melanie Füllgraf weiter aus. Für die Arbeiten braucht es in diesem Schadensfall keine öffentlichen Ausschreibungen, was den Fortgang unterstützt. „Wir bemühen uns um eine schnellstmögliche Realisierung, immer in Zusammenarbeit mit der Versicherung“, versicherte sie.

Bei Torsten Wacker – er ist einer der sachkundigen Einwohner im Ausschuss – kam in diesem Zusammenhang eine Frage auf, die er sofort stellte. „Wir haben es hier mit einem Versicherungsschaden zu tun. Warum sollten wir uns beim Regulieren mit einer Sparvariante zufrieden geben, wenn wir doch ein komplett saniertes Gebäude haben könnten?“

Der Gemeinde geht kein Geld verloren

Melanie Füllgraf verwies zum einen auf zügige Schadensbegrenzung und den damit verbundenen Zeitfaktor, zum anderen würde der Gemeinde kein Geld verloren gehen. „Wir haben ja bekanntermaßen sowieso den Bau eines neuen Depots an anderer Stelle geplant. Die kompletten Fertigstellungskosten am jetzigen Standort werden hochgerechnet und die Differenz zu den tatsächlich verbauten Mitteln fließen dann in den Neubau ein.“ Die angestrebte Variante am Brandort müsse vom Aussehen her „städtebaulich akzeptabel“ sein.

Unausweichlich war die Frage nach der Fertigstellung. „Ganz mutig würde ich sagen, noch in diesem Jahr, spätestens im Januar 2020“, so die Aussage von Melanie Füllgraf, immer unter Berücksichtigung, dass Abriss und Neubau planmäßig abliefen, Lieferzeiten für Holz und Steine dazu passten.

Die Dringlichkeit ist allen klar

„Aber es gibt da Vorabsprachen mit den zuständigen Partnern. Alle wissen, wie wichtig die Feuerwehr für die Gemeinde ist und, dass sie ihre Fahrzeuge schnell wieder am angestammten Ort einstellen kann.“

Bis die Arbeiten beendet sind, bleibt die angrenzende Schulstraße weiterhin gesperrt.

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Von Wolfgang Hörmann

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