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Wusterhausen Gemeinde Wusterhausen will marode Häuser retten
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00:22 20.04.2019
Sie sollen in Treuhandvermögen überführt werden, die Häuser Nr. 19, 21 und 23 in der Kyritzer Straße. Quelle: Wolfgang Hörmann
Wusterhausen

Die Gemeinde Wusterhausen unternimmt weitere Anstrengungen, die historische Bausubstanz in der Stadt zu erhalten. Diesem Ziel gelten Empfehlungen, die der Haupt- und Finanzausschuss zur Beschlussfassung an die Gemeindevertretung richtet.

Im Mittelpunkt steht die Übernahme von vier Immobilien in das Treuhandvermögen. Es handelt sich dabei um die Häuser Borchertstraße 6/8 Kyritzer Straße 19, 21 und 23. Letztgenannte bilden eine Einheit mit nur einer Hofzufahrt.

Meist stehen die Gebäude seit langer Zeit leer

Die Gebäude sind zur Zeit in privatem Besitz, größtenteils aber schon über Jahre unbewohnt. „Wir suchen den Kontakt zu den Eigentümern. Zum Teil ist er schon hergestellt. Es hat aber noch keine Kaufverhandlungen gegeben“, stellte Bürgermeister Philipp Schulz klar. Bei den zu erwartenden Beschlüssen handele es sich um Willensbekundungen. Die Stadt habe schon viel zu viel von seinen historischen Fachwerkbauten verloren. Bei einem Eigentümerwechsel könnte dem mit Hilfe von Städtebau-Fördermitten Einhalt geboten werden.

Diese Variante hat es in der jüngeren Vergangenheit schon gegeben. Das Wohnhaus in der Alten Poststraße 5 wurde so vor dem Verfall gesichert. Es steht jetzt privaten Interessenten für den Innenausbau zur Verfügung. Die Beschlussempfehlung zu den oben genannten Adressen kam mit klarer Mehrheit zustande, einstimmig allerdings nicht.

Auch vom Verfall bedroht: Das Haus Nr. 6/8 in der Wusterhausener  Borchertstraße Quelle: Wolfgang Hörmann

Torsten Stürmer (parteilos) äußerte sein Unverständnis darüber, dass sich die Gemeinde zusätzlich mit vier sanierungsbedürftigen Objekten belaste, „obwohl wir es nicht mal schaffen, die Pflichtaufgaben zu erfüllen“, so Stürmer. Der frühere Mitkandidat um das Bürgermeisteramt kritisierte nicht zum ersten Mal ein seiner Ansicht nach fehlendes Konzept der Verwaltung, nach dem zum Beispiel die Sanierung der Astrid-Lindgren-Grundschule, das Einrichten von Spielplätzen und die Pflege von Jugendclubs erfolgen sollten.

„Nachbarkommunen wie Kyritz sind da deutlich weiter“, so Stürmer, der gegen die Beschlussempfehlungen stimmte.

Für private Investoren sind die Häuser so nicht interessant

Dafür hatte sich zuvor Axel Herrmann (FDP) ausgesprochen. „Wenn wir nicht handeln, geht weitere Fachwerksubstanz verloren. Die Bauten in ihrem jetzigen desolaten Zustand fasst doch kein privater Investor mehr an“, sagte Herrmann.

Die nächste Sitzung der Gemeindevertretung findet am 7. Mai statt. Es ist die letzte in dieser Wahlperiode.

Von Wolfgang Hörmann

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