Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Wusterhausen Holprige Berliner Straße bleibt das Sorgenkind
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wusterhausen Holprige Berliner Straße bleibt das Sorgenkind
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:25 07.10.2019
Die Berliner Straße, hier in Höhe des Friedhofs, ist seit Jahren in einem schlechten Zustand. Quelle: Wolfgang Hörmann
Wusterhausen

Würde es ein Ranking der vom Zustand her schlechtesten Verkehrswege in der Stadt Wusterhausen geben, die Berliner Straße stünde mit Sicherheit ganz vorn. Und das nicht leider erst seit gestern. Veränderung tut not. Gefordert wird sie regelmäßig, zuletzt bei der Sitzung der Gemeindevertreter am 24. September.

Rudolf Friese wollte in der Einwohnerfragestunde erfahren, wann endlich damit zu rechnen ist. Der Senior nimmt trotz fortgeschrittenen Alters rege Teil an allem, was in seiner Heimatstadt geschieht – oder eben auch nicht. Womit wir wieder bei der Berliner Straße wären. Deren Zustand ist tatsächlich jämmerlich. „Wann endlich wird sie denn nun erneuert?“. Das wollte Rudolf Friese vom Bürgermeister wissen.

Philipp Schulz musste passen. Stattdessen verwies er darauf, dass es derzeit etliche andere wichtige Bauvorhaben gebe und man eben „nicht alles auf einmal“ erledigen könne.

Gerhard Ganswindt, CDU-Fraktion Quelle: Wolfgang Hörmann

Gerhard Ganswindt, Gemeindevertreter mit CDU-Mandat, erinnerte daran, dass es die Sanierung der Straße seit mehr als einem Jahrzehnt immer wieder bis ziemlich weit oben auf die Prioritätenliste geschafft hatte. Das blieb aber immer ohne Happy End. Ganswindt wurmt das schon lange. Im April 2017 – der ehemalige Chef der HTK Wusterhausen war damals sachkundiger Einwohner im Wirtschafts- und Tourismusausschuss – hatte er in Sachen Berliner Straße einmal mehr den Finger in die Wunde gelegt.

„Gefühl der Hilflosigkeit“

Gerhard Ganswindt ist ratlos. Es beschleiche ihn ein „Gefühl der Hilflosigkeit“, wie er bei der jüngsten Sitzung der Gemeindevertreter bekannte. Dass schon seit 2011 eine fertige Planung vorliegt, tröstet ihn nicht. Vielmehr treibt ihn eine rhetorische Frage um. „Wir reden über das, was gemacht werden muss in der Gemeinde, fassen Beschlüsse, die aber oft gar nicht in Taten umgesetzt werden. Wer von den Bürgern, die uns gewählt haben, soll das eigentlich noch ernst nehmen?“

Zur Versachlichung einer Antwort könnte der Hinweis beitragen, dass die ständigen Verschiebungen immer auch handfeste Gründe hatten. Es mussten Prioritäten gesetzt werden.

Schilder weisen auf die Straßenschäden hin. Quelle: Wolfgang Hörmann

Die Sanierung des Rathauses wird voraussichtlich knapp eine Million Euro teurer als geplant, was nicht vorhersehbar war. Von der Erneuerung der Bundesstraße 5 durch den Landesbetrieb Straßenwesen konnte man 2016 in Wusterhausen noch nichts wissen. Jetzt ist es ein Thema.

Das Vorhaben eröffnet nun Möglichkeiten, perspektivisch den Personennahverkehr im Umfeld der wichtigen Verkehrsverbindung neu zu ordnen. Dafür musste die Kommune das Bahnhofsgelände kaufen. Sollte die Chance vertan werden?

Erinnert sei auch an den erst jüngst gefassten Grundsatzbeschluss, die Astrid-Lindgren-Grundschule komplett zu sanieren. Es gibt keine zwei Meinungen darüber, dass der Schritt gegangen werden muss. Und um die To-Do-Liste zu komplettieren: Der Zustand der Dosse-Halle ist auch nicht mehr der Beste.

Tatsächlich wird die Berliner Straße also wohl noch längere Zeit das Schmuddelkind der Stadt bleiben, das es jetzt ist. Es scheitert nicht allein am Geld. „Wenn es mit der Sanierung der Bundesstraße ernst wird, brauchen wir Teile der ‚Berliner’ für die Umleitung des Verkehrs, sagt Bürgermeister Philipp Schulz und macht klar: „Die Zehnjahresplanung ist nicht mehr aktuell.“

Von Wolfgang Hörmann

Der Wusterhausener Wassersportverein hat Geburtstag. Vor 70 Jahren wurde er gegründet. Aus diesem Anlass gab es am Wochenende eine große Party mit zahlreichen Gästen.

06.10.2019

Der Robobus, der im Sommer zu Probefahrten in Wusterhausen startete, ist ins Rollen gekommen. Das autonome Fahrzeug soll nun längere Wege fahren. Zur Streckenerweiterung gab es einen interessanten Informationsabend im Alten Laden.

01.10.2019

Der Sieger des Kartoffel-Pflanzwettbewerbes in Tornow (Gemeinde Wusterhausen) steht fest. Fred Bolle gewann den Wettstreit mit einem 260 Gramm schweren Erdapfel. Darüber hinaus gab es noch eine zweite Wettbewerbskategorie.

29.09.2019