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Wusterhausen Roboterbus erweitert seinen Radius
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18:50 01.10.2019
Das Interesse war beim Start des Robobusses im Juli groß, hat aber etwas nachgelassen. Das soll wieder anders werden. Quelle: Wolfgang Hörmann
Wusterhausen

Stell dir vor, Du bist in größerer Runde mit anderen motorisiert irgendwo hin unterwegs und kein Fahrer dreht am Lenkrad. Seit dem Sommer dieses Jahres kann man in Wusterhausen das Unglaubliche real erleben. Am11. Juli gab es auf dem Marktplatz einen großen Bahnhof, als Partner aus Wissenschaft, Verkehr und Politik den autonomen Stadtbus auf die digitale Schienen stellten.

Die Tour wurde erweitert

Fast schüchtern setzte er sich in Bewegung, so, als wollte er schnuppernd sein neues Zuhause erkunden. Die erste Schleife führte rund um Marktplatz und Kirche. Mittlerweile hat er seine Kennenlerntour ausgedehnt. Sie führt nun auch durch die Berliner Straße bis hin zum Netto-Einkaufsmarkt. Das Holperpflaster dorthin stellt eine weitere Bewährungsprobe dar.

Und die nächste wartet schon. Wissenschaftler der Technischen Universitäten Berlin und Dresden arbeiten gemeinsam mit der kreiseigenen Busgesellschaft und der Verwaltung der Großgemeinde Wusterhausen an der Erweiterung des Ausflugsgebietes für den Roboter auf vier Rädern. Es soll perspektivisch durch die Seestraße in Richtung Horstberg gehen. „Bisher können wir vier Kilometer autonom befahren. Das ist die längste auf diese Art bisher in Deutschland zurückgelegte Strecke“, sagt Felix Kalvelage.

Fragestunde für Einwohner

Der Referent der Regionalentwicklungsgesellschaft Nordwest Brandenburg eröffnete am Montagabend eine Fragestunde für interessierte Einwohner. Im Alten Laden des Herbst’schen Hauses saß ein siebenköpfiges Gremium geballter Kompetenz einer nur unwesentlich größeren Zuhörerschar gegenüber, darunter der dreiköpfige Ortsbeirat. Petra Buschke, Raffael Eichmann und Jaqueline Salih hatten die Veranstaltung angeregt.

Gesprächspartner über den Robo-Bus waren (v.l.) Arne Holst, Philipp Schulz, Werner Nüse, Ulrich Steffen und Felix Kalvelage. Quelle: Wolfgang Hörmann

Felix Kalvelage bezeichnete den Abend als „Auftakt für eine bessere Kommunikation“ in den nächsten Wochen und Monaten. Sehr viele Menschen mitzunehmen auf einem Weg in die Zukunft, das erfordere noch bessere Information.Tatsächlich hätten sich die Macher nach einem Hype am Vorstellungstag des Shuttles und gut besuchten ersten kostenlosen Fahrten in den Tagen danach doch mehr Interesse am Mobil erhofft.

Das Interesse ist zurück gegangen

Geschwundenes Interesse mag auch daran gelegen haben, dass die Einführung der bundesweit fast einmaligen Technik nur ganz behutsam vorangehen kann, was der Sechssitzer mit seinen derzeit nur 15 km/h Spitzengeschwindigkeit ja auch demonstriert. Einen aus der Runde störte das am Montag ganz und gar nicht. Fred Schmidt aus dem Ortsteil Barsikow hievte den Robobus verbal aufs höchste Podest, als er schwärmte: „Was wir haben ist mehr als nur ein örtliches Transportmittel. Wir schreiben hier die Zukunft vor. Wusterhausen ist in diesem Fall europaweit führend.“

Nominiert für den Nachhaltigkeitspreis

Deutlich wird das auch an der Tatsache, dass der Roboterbus für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2019 nominiertworden ist, der am 21. und 22. November in Düsseldorf vergeben wird. Ob sich Wusterhausen gegen zwei Mitbewerber durchsetzt, hängt von der Anzahl der abgegebenen Stimmen ab. Votieren kann jeder unter www.autonv.de. Über die Startseite der Gemeinde Wusterhausen kommt man problemlos an die digitale „Wahlurne“.

Von Wolfgang Hörmann

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