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Wusterhausen Deshalb wurde das Ferienhausprojekt im Ausschuss nicht weiter behandelt
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wusterhausen Deshalb wurde das Ferienhausprojekt im Ausschuss nicht weiter behandelt
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14:35 11.09.2019
Wilder Bewuchs verdeckt bröckelnden Putz: Auf Gut Tornow soll ein Feriendorf entstehen. Ortsvorsteher Uwe Tackmann plädiert dafür, erstmal das Gutshaus an sich in Angriff zu nehmen. Quelle: Matthias Anke
Wusterhausen

Das hatten sich die Macher von einem künftigen „Feriendorf Gut Tornow“ anders vorgestellt: Im Bau- und Ordnungsausschuss der Wusterhausener Gemeindevertretung fiel vor drei Wochen ihr Vorhaben, 35 Ferienhäuser samt Nebenanlagen im Ortsteil der Großgemeinde zu errichten, glatt durch.Der Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan bekam nur eine Ja-Stimme, dafür vier Enthaltungen und einmal „Nein“.

Einen so skeptischen Fachausschuss erlebt man an der Dosse nicht alle Tage. Gleichzeitig stellte sich die spannende Frage, wie sich der Haupt- und Finanzausschuss am vergangenen Dienstag positionieren würde.

Projektträger aus München bat um mehr Zeit

Er tat es – gar nicht, denn: Wusterhausens Bürgermeister Philipp Schulz (parteilos) verkündete schon beim Verlesen der Tagesordnung, dass Patrick F.C. Meyer vom Münchener Projektträger „Vielleben eG“ darum gebeten hatte, das Thema zurückzustellen. Es bestehe noch Beratungsbedarf, so die Erklärung dafür.

Tatsächlich hatte es seit Bekanntwerden der Baupläne erhebliche Diskussionen in Tornow gegeben. Und nicht nur das: Bei einer von Ortsvorsteher Uwe Tackmann initiierten Umfrage konnten sich 75 Prozent der Befragten ein solches Vorhaben im Zusammenhang mit dem Gut Tornow gar nicht vorstellen. Bei einer Versammlung am Vorabend des Dorffestes ging es teils hoch her. Die Diskussion war Ablehnung pur. Sie traf die Vertreter der Familie Theiselmann-von Dallwitz, die Land für die Ferienhäuschen zur Verfügung stellen will.

Die schlechte Stimmung blieb in Bayern nicht unbemerkt. In einem Brief an den Tornower Ortsvorsteher ging Patrick F.C. Meyer auf die auch in der MAZ dargestellten Mängel ein und streckte symbolisch die Hand aus. „Lassen Sie uns gemeinsam an einer für alle optimalen Lösung arbeiten. Wir sind bereit dazu“, hieß es da.

Lieber in das Gutshaus investieren

Mittlerweile haben Meyer und Tackmann miteinander telefoniert. Ein Treffen ist vereinbart. Der Termin steht aber noch nicht fest. „Ich habe in Richtung München gesagt, es wäre besser, in das Gutshaus und seine Anlagen zu investieren als in eine Ferienanlage“, sagte Uwe Tackmann, der für die Linke auch in der Wusterhausener Gemeindevertretung sitzt, am Rande der Ausschusssitzung am Dienstag.

Auch zwei Vorlagen zu Ferienhäusern auf dem ehemaligen EAB-Gelände am Untersee in Bantikow wurden am Dienstag nicht behandelt, sondern auf Wunsch des Vorhabenträgers von der Tagesordnung genommen.

Von Wolfgang Hörmann

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