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Wusterhausen Kyritzer Paddelfreunde fahren per Boot zum Dorffest
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11:42 23.06.2019
Nachdem die Kyritzer Paddelfreunde bei Großderschau an Land gingen, machten sie sich auf den Weg zum Dorffest. Quelle: André Reichel
Wusterhausen/Großderschau

Gewöhnlicher Weise kommen Besucher von Dorffesten entweder mit dem Auto, mit dem Fahrrad oder zu Fuß.

Die Kyritzer Paddelfreunde pfeifen auf den üblichen Standard und machten sich am Sonnabend kurzerhand per Boot auf den Weg zum Fest ins havelländische Dorf Großderschau. Doch weil ihre Faltboote für die steinige Dosse absolut nicht geeignet sind, fragten sie bei Andree Kienast nach. Der Wutiker bietet schließlich professionelle Kanutouren an und auch auf der Dosse kennt er sich aller bestens aus.

In Wusterhausen startete die Kanutour

So machten sich rund ein Dutzend Paddelfreunde mit Andree Kienast am Sonnabendvormittag auf die ungewöhnliche Vergnügungstour. In Wusterhausen wurden die Boote zu Wasser gelassen, dann ging es immer flussabwärts dem Ziel Großderschau entgegen.

Die Kyritzer Paddelfreunde waren auf der Dosse unterwegs. Quelle: André Reichel

Zwei Mal musste an Stauwehren zwangsweise Halt gemacht werden. In Neustadt und in Hohenofen. Das Prozedere war für die Paddelfreunde nichts Neues. So musste Kienast nicht viel erklären und rasch waren die Kanus wieder in ihrem Element und es konnte weiter gehen.

Mittagspause in Neu Amerika

In Neu Amerika gab es eine Mittagspause. Klaus-Peter Kraatz, Vereinschef der Kyritzer Paddler und sein Stellvertreter, Karsten Levecke, steuerten die Begleitfahrzeuge und hatten auch die Verpflegung an Bord.

Üblicher Weise führt die Kyritzer Paddler ihr alljährlicher gemeinsamer Ausflug eher in die Ferne. So waren sie schon in mecklenburgischen Flussläufen unterwegs, oder auch in Polen. Diesmal aber wollten sie nicht in die Ferne schweifen, denn auch so dicht vor der eigenen Haustür gibt es für erfahrene Wassersportler anscheinend immer noch etwas Neues zu entdecken.

Zum ersten Mal auf der Dosse unterwegs

Michaela Schreiber, langjähriges Mitglied bei den Kyritzer Paddelfreunden, bestätigte dies: „Wir haben in der Fremde schon so viel gesehen, doch die Dosse ist auch erstaunlich schön“. Am Stauwehr von Friedrichsbruch, unweit von Großderschau, gingen die Wassersportler schließlich an Land. Sie verstauten die Kanus auf den Anhängern und schon konnte es zum Dorffest nach Großderschau gehen.

Dort waren gut 300 Dorfbewohner und Gäste aus den umliegenden Orten in Feierstimmung. Organisiert wurde das Fest in seiner mittlerweile 56. Auflage vom Gemeinderat. Ursprünglich organisierte ein Dorfverein das Fest. Zu DDR-Zeiten kamen stets bis zu 3000 Gäste. „Wir waren damals ja auch weit und breit die Einzigen, die solch ein Fest feierten“, berichtet der einstige Bürgermeister Roland Specht.

Top Stimmung im Festzelt

Das Festzelt war am Sonnabend jedenfalls proppenvoll. Dort konnten die Gäste gemütlich ihren Kuchen essen, Kaffee trinken, dem bunten Programm auf der Bühne zusehen und sich unterhalten.

Geboten wurde den Gästen so einiges. So wurde schon am Vortag auf dem Sportplatz Fußball gespielt. Rhinow/Großderschau trat dabei gegen Sieversdorf an. Die Gastgeber hatten auch kein Problem damit, dass sie 3:8 verloren.

Am Sonnabend ging die große Sause schon um 14 Uhr los. Das Technische Hilfswerk war mit allerlei Technik vor Ort und führte diese vor. Die Rhinower Feuerwehr hatte eine Drehleiter dabei, mit der die Gäste gut 30 Meter in die Höhe fahren konnten.

Buntes Bühnenprogramm

Auf der Bühne sorgte ein Bauchredner für Unterhaltung und auch die Aufführungen der „Derschauer Dossemädels“ kamen sehr gut an, wie auch eine Modenschau mit Frauen aus dem Dorf. Bei einer Tombola gab es Preise zu gewinnen, wie auch beim Kegeln. Hierbei war ein Reh der Hauptpreis, den die ortsansässigen Jäger beisteuerten. Abends gab es viel Musik und Tanz mit gut 150 Gästen vor der Bühne.

Von André Reichel

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