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Wusterhausen Blutspende kurz vor Silvester
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11:47 31.12.2019
Die vier Spenderliegen waren am Montag in Wusterhausen die meiste Zeit über voll belegt. Quelle: Alexander Beckmann
Wusterhausen

So schnell kann man sich irren: Wer dachte, dass zwischen den Feiertagen beim Blutspenden nicht viel los sein würde, musste am Montag in Wusterhausen dann doch die eine oder andere Wartezeit in Kauf nehmen. Der letzte Blutspendetermin des Jahres in „Ribbes Partyhaus“ war vergleichsweise gut besucht.

„Wir haben deutlich mehr Spender als beim letzten Mal“, sagte „Schwester“ Katja Tiemann vom DRK-Blutspendedienst Nord-Ost. Sie und ihr Team erleichterten am vorletzten Tag des Jahres gut 50 Besucher um jeweils rund einen halben Liter Blut. Ein paar Wochen zuvor waren es am gleichen Ort nur 36.

Für die meisten pure Routine

Mancher Spender wollte die Ruhe zwischen den Feiertagen vielleicht für eine gute Tat nutzen. Einige der Besucher kamen aus Kyritz oder sogar aus der Havelberger Gegend. Für die meisten Einheimischen war der Termin aber offenbar Routine. „Ich bin sowieso vier-, fünfmal im Jahr spenden“, berichtete Hartmut Buschke, der das schon seit Jahrzehnten so hält. Axel Herrmann wusste sogar ganz genau, dass er an diesem Tag zum 83. Mal Blut gab, um anderen zu helfen. „Ich bin immer mit dabei – ganz regelmäßig.“

Große Routine mit der Nadel: Der kleine Piks ist kaum zu spüren. Quelle: Alexander Beckmann

Für die beiden war dieser Montagnachmittag also nichts besonderes: Anmeldung mit Name und Ausweis, Gesundheitsfragebogen ausfüllen, kurzer Bluttest, ärztlicher Check und dann ab auf die Liege zum Piks mit der Kanüle. Nach knapp einer Stunde war alles erledigt, Wartezeiten mit eingerechnet.

Keine echte Feiertagspause

Für den traditionellen Spenderimbiss zum Abschluss war wie schon seit Jahren Kerstin Petrich von der Fleischerei Ribbe verantwortlich. Belegte Brote, Schnitzel und Kartoffelsalat sowie verschiedene Getränke standen bereit, um die körperlichen Reserven wieder aufzufüllen.

Termine zwischen und sogar an den Feiertagen sind für das DRK-Team im übrigen ganz normal. Sogar am 2. Weihnachtsfeiertag sei man im Einsatz gewesen, berichtet Katja Tiemann. Immerhin 42 Spender seien in die Neuruppiner Blutspendezentrale gekommen.

Grund für solche Einsätze ist, dass einige Blutpräparate nur wenige Tage haltbar sind. Will man sie verwenden, braucht es ständig frischen Nachschub.

Kyritzer für Montag eingeladen

„Wichtig ist, dass die Leute überhaupt kommen“, findet Katja Tiemann. Ohne Spenderblut seien viele Leistungen der modernen Medizin nun mal undenkbar. Doch die Spendenbereitschaft nehme seit Jahren kontinuierlich ab. „Früher war es hier im Dezember immer brechend voll.“ Da habe es in Wusterhausen auch mal über 100 Spender an einem Tag gegeben.

Die nächsten Gelegenheiten zum Blutspenden bestehen am Montag, dem 6. Januar, von 15 bis 18.30 Uhr im Kyritzer Mehrgenerationenhaus, am 15. Januar von 16 bis 19 Uhr in der Breddiner Schule und am 22. Januar von 15 bis 18.30 Uhr in Neustadt in „Olafs Werkstatt“.

Mehr Informationen unter www.blutspende-nordost.de

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Von Alexander Beckmann

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