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Wusterhausen Nach verheerendem Brand: Lichtblicke für Wusterhausens Feuerwehr
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wusterhausen Nach verheerendem Brand: Lichtblicke für Wusterhausens Feuerwehr
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15:21 21.10.2019
Der Dachstuhl des Feuerwehrgebäudes in Wusterhausen ist zerstört, für die Halle darunter aber gibt es noch Hoffnung. Quelle: Matthias Anke
Wusterhausen

Nach dem großen Schock in der vergangenen Woche zeigt sich jetzt: Die Wusterhausener Feuerwache, die dort gleich wenige Meter neben der Dosse stehend in der Nacht zum vergangenen Donnerstag abbrannte, ist nicht hoffnungslos verloren. Das Gebäude könnte sogar mittels eines Behelfsdaches bald wieder genutzt werden und die Fahrzeuge beherbergen.

„Von dem Haus sind 40 Prozent beschädigt“, beziffert es Wusterhausens Bürgermeister Philipp Schulz mit Blick auf den zerstörten Dachstuhl. Die von einer Betondecke überzogene Fahrzeughalle aber „wäre weiterhin nutzbar“.

Die Überlegungen, was nun machbar ist, würden also laufen. Um jedoch keine falschen Hoffnungen zu wecken: „In Sack und Tüten“ sei dahingehend nichts.

Feuerwehrmann stellt Firmengelände zur Verfügung

Derweil ist die Technik, die noch während des Brandes vollständig aus dem Gebäude geschafft werden konnte, auf einem Firmengelände in Wusterhausen untergebracht. Selbst Feuerwehrmann, hat es der Chef kurzerhand zur Verfügung gestellt.

„Damit sind wir bedingt einsatzbereit. Es kann rausgefahren werden“, sagt Schulz. Die Wehr ist wieder angemeldet. „Bedingt“ bedeute dabei mit Blick auf die jetzt eben anderen Ausrückzeiten, dass die Wusterhausener in der Alarmierungskette bis auf weiteres nach hinten gesetzt sind. „Wenn etwas passiert, werden zuerst Kyritz und Neustadt einbezogen, so ist das mit der Leitstelle vereinbart.“

Ein Versicherungsschaden

Ein Bild vom Brandort machten sich derweil auch der Kreisbrandmeister sowie Brandenburgs Landesbranddirektor. Zudem war neben dem Statiker auch ein Versicherungsvertreter bereits dort. „Es ist ein Versicherungsschaden“, sagt der Bürgermeister, „hervorgerufen durch einen technischen Defekt. Auch das steht fest.“

Näher ins Detail wolle er für die Öffentlichkeit nach wie vor nicht gehen, wenngleich für allerlei Gegrübel der Weg geebnet ist. Denn ausgerechnet ist nicht nur eine Feuerwehr selbst betroffen, sondern es erfolgte wenige Stunden zuvor auch noch der reguläre Dienstabend in der Wache.

Kommunale Nachnutzung war ohnehin vorgesehen

Doch ganz klar wird betont: Menschliches Zutun gab es nicht. Dafür spricht zudem die außergewöhnliche schnelle Arbeit der Brandermittler, die andernorts sonst monatelang auf ein Ergebnis warten lassen. Philipp Schulz: „Ich habe aber eben auch noch nichts Schriftliches.“

Das Gebäude, das nun also nicht dem Abriss geweiht ist, sollte ohnehin weiter kommunal genutzt werden – so die bisherige Vorstellung. Denn längst war in Wusterhausen ein Wachenneubau beschlossen worden und zuletzt mit einem Areal zwischen Dosse-Halle und Borchertstraße auch das passende Gelände gefunden. Die alte Wache hätte dann ohnehin umfunktioniert werden sollen. Doch selbst ein Verkauf des Objektes wäre noch immer nicht vollends ausgeschlossen gewesen.

„Wir müssen das alles jetzt ordnen. Aber das bekommen wir hin“, sagt Bürgermeister Schulz und bekräftigt: „Hier ziehen alle an einem Strang.“

Von Matthias Anke

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