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Wusterhausen Neue Laternen für die Wulkower Straße
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wusterhausen Neue Laternen für die Wulkower Straße
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10:41 22.02.2019
Auch am Friedhof fällt die Beleuchtung immer wieder aus. Quelle: Wolfgang Hörmann
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Schönberg

Die Wulkower Straße in Schönberg (Gemeinde Wusterhausen) bekommt eine neue Beleuchtung. Die Anlage zwischen Netzebander Straße und Ortsausgang ist an die 30 Jahre alt und störanfällig.

„Und es kann nicht sein, dass unsere Schulkinder in der dunklen Jahreszeit mit Stirnlampen zum Bus gehen, weil auf dem letzten Stück des Weges Leuchten komplett fehlen“, sagt Manuela Wlodarski. Die Ortsvorsteherin, die bei der Kommunalwahl im Mai wieder für den Posten kandidiert und auch den Sprung in die Gemeindevertretung von Wusterhausen schaffen will, hat 2017 geschafft, was einigen ihrer Vorgänger versagt blieb – die Lösung des Problems.

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Bürgermeister informierte die Einwohner

Das 46 000 Euro teure Projekt „Bestandsbeleuchtung“ schaffte es in den Haushaltsplan der Großgemeinde für 2018. Jetzt steht der Bau bevor. Fachleute der Firma von Ralf Langer aus Wusterhausen sollen bereits Ende April damit fertig sein.

Bei einer Versammlung am Donnerstagabend staunten die Einwohner nicht schlecht über die Dynamik, mit der ihr Sorgenkind plötzlich behandelt wurde. Wusterhausens Bürgermeister Philipp Schulz, die Fachgruppenleiterin Bauen Melanie Füllgraf und Hartmut Janschke, zuständig für Städtebauförderung und Fördermittel, erläuterten, was planerisch schon in Sack und Tüten ist.

Weniger Lampen, weniger Kosten

Für die bisherigen Oldies soll es 17 neue „Lichtpunkte“ geben. Es handelt sich um technische Leuchten an Peitschenmasten, ohne jeden Schnickschnack – endlich auch bis zur dunklen Bushaltestelle. Das wollten alle. Dennoch gab es Diskussionen. „So viele brauchen wir nicht“, hieß es. Aus fachlicher Sicht gab es gute Gegenargumente.

Dennoch kam man nach einigem Hin und Her überein, dass vielleicht 13 mit LED bestückte „Peitschen“ ausreichen könnten. Man werde das prüfen, versprach Melanie Füllgraf. Aus Sicht der Schönberger macht das Abspecken Sinn. Schließlich haben die Anlieger die Hälfte der Bausumme zu tragen. Weniger Leuchten – weniger Kosten, so die Logik. Wer letztlich wie viel berappen muss, richtet sich nach der Größe seines Grundstücks, was bei manchem Stirnrunzeln hervorrief.

Abgerechnet werden die tatsächlichen Kosten

Natürlich spielte in diesem Zusammenhang auch an diesem Abend die herbeigesehnte Befreiung von den Zuzahlungen eine Rolle, vordergründig aber nicht. Denn Bürgermeister Schulz berief sich wie schon bei anderen Anlässen auf „gegenwärtig geltende Gesetze“. „Sollte es anders kommen, wird das natürlich zu Ihren Gunsten berücksichtigt“, assistierte ihm seine Mitarbeiterin aus dem Bauressort.

Sie hatte zur Beruhigung auch dies dabei: Abgerechnet würden nur die tatsächlich entstehenden Kosten, die Kommune könne sich vier Jahre Zeit lassen, Zahlungsbescheide zu verschicken, Ratenzahlung beziehungsweise Stundungen seien möglich.

Von Wolfgang Hörmann