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Wusterhausen Parkstraße in Nackel offiziell freigegeben
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wusterhausen Parkstraße in Nackel offiziell freigegeben
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13:46 10.07.2019
Als „Schnittmeister“ erwiesen sich Philipp Schulz, Karin Gülde und Horst Rettig (von links). Quelle: Wolfgang Hörmann
Nackel

Die Nackeler feiern gegenwärtig das 700-jährige Bestehen ihres Dorfes nicht nur mit Blicken in den Rückspiegel. Sie nutzen das Jubiläum auch, um Neues zu beginnen.

So ist am Mittwochvormittag nach umfangreicher Rekonstruktion die Parkstraße zwischen Kirche und Gutspark offiziell frei gegeben worden. Sie führt ihre Nutzer trockenen Fußes schnurstracks zum Dorfzentrum. Das bilden Kindertagesstätte „Parkspatzen“, Jugendklub, Feuerwehr-Gerätehaus und Gemeinschaftsräume für die Vereine des Ortes von den Motorradfreunden Nackel-Walsleben über Feuerwehr und Sportverein bis hin zum Freundeskreis „Einsame Eiche im Luch“.

Die waren allesamt vertreten, als Punkt 10 Uhr traditionell das rot-weiße Band mit Ortswappen und Signatur „700 Jahre Nackel „ durchschnitten wurde. Das übernahmen Wusterhausens Bürgermeister Philipp Schulz, die Nackeler Ortsvorsteherin Karin Gülde und der mit 89 Jahren älteste Bewohner der Parkstraße Horst Rettig.

Der einstige Kindergarten war von der Schließung bedroht

Bevor der „Parkspatzen“-Chor sein Lied vom Busfahren singen konnte, erinnerte Bürgermeister Schulz an die Zeit, als nur noch zehn Mädchen und Jungen den einstigen Kindergarten besuchten und die Tagesstätte von Schließung bedroht war. Zum Glück hätte es dann doch wieder mehr Bedarf gegeben - zur Zeit sind es 37 Kita-Kinder tagsüber zur Betreuung – sodass die benachbarte Wehr ihren Schulungsraum für den Nachwuchs hergeben musste.

Der gesamte Komplex wurde baulich nochmals umstrukturiert. Was blieb, waren zu beackernde Außenanlagen und Zufahrten, die bei Schlechtwetter das Prädikat „nur gummistiefeltauglich“ verdienten.

Abnahme ohne Mängel

Damit ist jetzt Schluss. Was 2016 für die 230 Meter Wegstrecke mit der Vorplanung begann, unterstützte das Land Brandenburg auf Antrag der Gemeinde Wusterhausen mit dringend benötigten Fördermitteln. Die Firma Straßen- und Tiefbau Baatz aus Kyritz begann im März dieses Jahres mit den Arbeiten, immer begleitet vom Archäologiebüro Dressler.

Die Abnahme verlief Ende Juni mängelfrei. Also stand dem Programmpunkt in der Jubiläumswoche nichts mehr im Wege. Die Straße erhielt auf 120 Metern Rechteckpflaster, auf 110 Metern eine Asphaltdecke. Gekostet hat das Ganze 250 000 Euro.

Weitere Reparaturen geplant

Nackel hat seit 50 Jahren eine Kindertagesstätte. Gegründet wurde sie einst als Kindergarten. Für Eltern und ihre Sprösslinge ist die Kita nun besser erreichbar.

Die neue Straße endet am Eingang zu den Vereinsräumen. Im Zuge der Arbeiten musste auch reichlich Erde aufgefüllt werden.

Fördermittel für den Straßenneubau kamen vom Landesamt für ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung. Die Summe belief sich auf 137.000 Euro.

Weitere Straßenabschnitte im Dorf sollen noch in diesem Jahr instandgesetzt werden. Vorgesehen sind Reparaturen im Barsikower Weg, in der Schulstraße und im Weidenweg.

Von Wolfgang Hörmann

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