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Wusterhausen Rathaus und Schule sind die größten Projekte
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wusterhausen Rathaus und Schule sind die größten Projekte
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00:22 18.05.2019
Wie bei Christo: Das Rathaus in Wusterhausen ist verhüllt. Die Innensanierung steht kurz bevor. Es ist Halbzeit bei den Sanierungsarbeiten. Quelle: Sandra Bels
Wusterhausen

Deutlich weniger Kandidaten als 2014 gibt es für die Kommunalwahl am 26. Mai in der Gemeinde Wusterhausen. Damals waren es fast 50. Diesmal sind es 34. „Vor allem die etablierten Parteien, wie die SPD und die FDP, treten nicht an“, sagt Wahlleiter Jürgen Gottschalk. Er freut sich aber auch darüber, dass einige neue und junge Leute dabei sind.

Die Gemeinde Wusterhausen

Die Gemeinde Wusterhausenliegt im Landkreis Ostprignitz-Ruppin.

Einwohner: rund 5860

Fläche: etwa 20 200 Hektar

Ortsteile: Bantikow, Barsikow, Blankenberg, Brunn, Bückwitz, Dessow, Emilienhof, Ganzer, Gartow, Kantow, Läsikow, Lögow, Metzelthin, Nackel, Schönberg, Sechzehneichen, Sege­letz, Tornow, Tramnitz, Trieplatz und Wulkow.

Blick auf die ganze Gemeinde

Bürgermeister Philipp Schulz wünscht sich, dass die neu Gewählten bei ihrer späteren Arbeit die gesamte Gemeinde im Blick haben und nicht nur ihren Ortsteil. Besonders im Hinblick auf das integrierte Gemeindeentwicklungskonzept, für das die scheidende Gemeindevertretung noch den Grundsatzbeschluss gefasst hatte.

Im Konzept geht es darum, die Lebensqualität im ländlichen Raum langfristig zu erhalten und dem demografischen Wandel zu begegnen. Klare Prioritäten sollen gesetzt werden, um den Investitionsspielraum optimal zu nutzen und bestehende Infrastrukturen auslasten zu können.

Wer regiert jetzt?

Bürgermeister: Philipp Schulz

Gemeindevertretung:

Die Linke/BBW: 5 Sitze

Ländlicher Raum: 4 Sitze

CDU: 3 Sitze

FDP/UWG: 2 Sitze

AfD/BfB: 2 Sitze

Fraktionslose: ein Sitz

Dankeschön-Feier für den Gemeinderat

Die letzte Gemeindevertretersitzung fand am 7. Mai statt. Tags darauf waren alle Mitglieder sowie die sachkundigen Einwohner zu einer Art Dankeschönveranstaltung eingeladen. Dabei wurde auch noch einmal zurück geblickt auf die vergangenen Jahre.

Für Jürgen Gottschalk, der auch stellvertretender Bürgermeister ist, war die Flüchtlingswelle eins der bestimmenden Themen in der zu Ende gehenden Legislaturperiode. Er erinnert sich noch gut an die Einwohnerversammlung damals in der Dossehalle, als es darum ging, dass Wusterhausen mit dem früheren Mutter-Kind-Kurheim aufnehmende Stelle wird.

Wer tritt an für die Gemeindevertretung?

CDU: Ingolf Berber, Bernd Jünemann, Gerhard Ganswindt, Burkhard Theiselmann, Günter Kerfin

Die Linke: Petra Buschke, Raffael Eichmann, Helga Kuball, Kai Jahnke, Karin Leininger, Martin Kuska, Stefanie Schmeier, Uwe Tackmann, Christian Wernitz

Ländlicher Raum: Oliver Grube, Franka Goldau, Dirk Blume, Doreen Grube, Burkhard Brandt, Margret Peters, Thomas Gülde, Manuela Wlodarski, Jörg Mertens

Unabhängige Wählergemeinschaft: Holger Zepuntke, Torsten Wacker, Marco Schimpke, Volker Neumann, Reinhard Kodalle, Barbara Linke, Jacques-Yves Henry, Jens Engelhardt, Axel Herrmann

Einzelwahlvorschläge: René Ide, Lothar Schnick

Auch nach Lögow kamen Flüchtlinge. Der Wohnverbund dort ist aber mittlerweile aufgelöst worden und der Block dient nicht mehr als Flüchtlingsunterkunft. Der Mietvertrag mit dem Landkreis laufe ebenfalls ab, so Gottschalk. „Zusammen mit der Wohnungsbaugesellschaft müssen wir dann neu überlegen, was mit dem Block passiert“, sagt er. Ein Abriss stehe derzeit jedoch nicht zur Debatte.

Kleinere Baumaßnahmen statt Millionenprojekte

Große Investitionen gab es in den vergangenen fünf Jahren eher nicht in der Gemeinde Wusterhausen. „Wir haben kleinere Baumaßnahmen durchgeführt“, so Gottschalk. So wurde in Barsikow die Dorferneuerung abgeschlossen.

„Es waren keine Millionenprojekte, aber im Straßenbereich hat sich viel getan“, sagt er. Meist seien es Arbeiten gewesen, die der Bürger nicht bemerkt hat. Gottschalk will aber auch die schönen Jubiläumsfeste in Metzelthin und Ganzer nicht vergessen. Darüber hinaus wurde an den Kitas und an der Schule gebaut.

Mit der Schule geht es dann auch nach der Wahl weiter. Der Gemeinde liegt bereits ein Förderbescheid vor. Mit dem Geld soll der Brandschutz an der Schule verbessert werden. Außerdem steht die komplette Innensanierung des Hauses und seine barrierefreie Erschließung an. „Wir bemühen uns, auch dafür Fördermittel zu bekommen“, so der Vize-Bürgermeister.

Wer tritt an für die Ortsbeiräte?

Dessow: Gerd Schütte, Margret Peters, Eckhard Dürr, Wout Dobbe, Antje Rätsch (alles Einzelbewerber)

Wusterhausen:

Die Linke: Petra Buschke, Raffael Eichmann, Bernd Kummer

Unabhängige Wählergemeinschaft: Marco Schimpke, Jens Engelhardt, Axel Herrmann, Jaques-Yves Henry

Einzelbewerber: Anke Alting, Jaqueline Salih

Rathausbaustelle ist ein Thema

Noch eine Weile beschäftigen wird die neuen Gemeindevertreter die Sanierung des Rathauses. Auf der Baustelle ist gerade Halbzeit. Der Innenausbau steht bevor.

Eine weitere Herausforderung wird laut Gottschalk der Neubau des Feuerwehrgerätehauses. Dafür sollen jetzt Baugrunduntersuchungen ausgeschrieben werden, Klar ist bereits, dass für den Neubau ein neuer Standort gefunden werden muss. Der alte ist zu klein. Derzeit stehen darüber hinaus Investitionen in die Technik der Feuerwehren an. So bekommt die Feuerwehreinheit Dessow ein neues Tanklöschfahrzeug.

Das alte Feuerwehrgerätehaus von Wusterhausen ist mittlerweile zu klein. Ein neues soll gebaut werden. Der Standort steht noch nicht fest. Quelle: Sandra Bels

Heizhaus und Dossehalle

Ein Vorhaben schiebt die Verwaltung schon eine Weile vor sich her, wie Gottschalk sagt. Es ist die Sanierung des Heizhauses und der Dossehalle. In der Halle müssen die Grundleitungen erneuert werden. Die gesamte Haustechnik ist veraltet. Allerdings sei die Variante der Ausführung noch nicht geklärt und das wiederum sei wesentlich für die Beantragung von Fördergeld. Für die neuen Gemeindevertreter wird es da sicher noch Gesprächsbedarf geben.

Das gilt für den Bürgermeister und seinen Stellvertreter auch für Baugrundstücke in guter Lage. Der Bedarf ist derzeit größer als das Angebot. Die Gemeinde habe in der Vergangenheit versucht, private leer stehende Grundstücke zu kaufen. Das gelang ihr nicht. „Und solange von den verwilderten Bereichen keine Gefahr ausgeht, sind der Verwaltung die Hände gebunden“, so Philipp Schulz.

Internet ist noch überall nicht zeitgemäß

Für ihn sind aber auch Internet, Breitband und Mobilfunk ein Thema für die Zukunft und die Attraktivität der Gemeinde. Die Telekom habe bereits den Ausbau einiger Mobilfunkstandorte in Aussicht gestellt. Dazu gehören Dessow, Segeletz und Nackel. „Hingegen haben Tornow und Bantikow noch immer kein zeitgemäßes Internet“, so Gottschalk. Das zu ändern, daran arbeitet die Gemeinde derzeit zusammen mit dem Landkreis Ostprignitz-Ruppin.

Wer tritt an als Ortsvorsteher?

Bantikow: Nico Alwin

Barsikow:Willem Schoeber

Blankenberg: Hildegard Schiwek

Bückwitz: Christfried Vogel

Emilienhof Kathleen Thiedke

Ganzer: Charles Bernard Mason Brown

Gartow:Sabrina Kaminski

Kantow: Franka Goldau

Läsikow: Burkhard Brandt

Lögow: Winfried Langhof

Metzelthin: Mario Kolterjahn

Nackel: Karin Gülde

Schönberg:Manuela Wlodarski

Segeletz: Steven Vogler

Tornow: Uwe Tackmann

Wulkow: Holger Zepuntke

Von Sandra Bels

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