Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Wusterhausen Strandbad hatte fast 10 000 Besucher
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wusterhausen Strandbad hatte fast 10 000 Besucher
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:30 24.10.2019
Verkehrte Welt für ein Foto von Petra Höger. Normalerweise war sie es, die anderen die Tret- und Ruderboote herausgab. Für die Frau aus Mechow war es die letzte Saison im Strandbad Wusterhausen. Ihr Rentnerdasein naht. Quelle: Wolfgang Hörmann
Wusterhausen

Das Wusterhausener Strandbad hatte in der zu Ende gegangenen Saison 9651 Besucher, was in etwa dem Vorjahresergebnis entspricht. Allein vom nahen Campingplatz fanden 1975 Urlauber den Weg ins Bad. Am meisten frequentiert wurde die Anlage am Klempowsee im Juni. Der Juli fiel dagegen etwas ab, der August dann schon deutlich.

Teil des Steges wurde gesperrt

Die Gemeinde Wusterhausen als Eigentümerin der Anlage musste während des gesamten Sommers einen Teil der Stege sperren, weil die hölzernen Planken nicht mehr den erforderlichen Standards entsprach. Trotz rechtzeitiger Bemühungen gelang es nicht, den Mangel rechtzeitig zum Saisonbeginn abzustellen.

Das lag vor allem an der langen Bearbeitungszeit des Fördermittelantrags im Landesamt für ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung. Vom stellen des Antrags am 20. Dezember 2018 bis zum Bewilligungsbescheid, der am 21. Oktober dieses Jahres im Rathaus eintraf, verrann so viel Sommerzeit, dass keine Chance bestand, die Planken pünktlich zum Beginn der heißen Tage zu wechseln.

Arbeiten werden ausgeschrieben

Ob das nun noch in diesem Jahr geschehen könnte, ist nicht sicher. „Wir müssten ja jetzt die Arbeiten ausschreiben, dann die Angebote abwarten und letztlich den Auftrag auslösen. Ich denke, es wird erst im nächsten Frühjahr mit dem Auswechseln der Bohlen etwas werden“, vermutet Julia Tscharntke, die zuständige Mitarbeiterin der Verwaltung, auf Nachfrage der MAZ.

Die Ausgaben in Höhe von 175 000 Euro werden zu 75 Prozent gefördert. Den Rest trägt die Gemeindekasse.

Vor Beginn der Saison mussten 60 Tonnen Spielsand im Uferbereich einplaniert werden. Quelle: Frauke Borchardt

Badewelt ist Zuschussgeschäft

Und um gleich mal beim Geld zu bleiben: Die kleine Badewelt erwies sich wie in jedem Jahr als ein Zuschussgeschäft für die Großgemeinde. Ausgaben in Höhe von rund 89 000 Euro stehen 22 750 Euro Einnahmen gegenüber. Die Eintrittspreise waren gegenüber dem Jahr zuvor gleichbleibend geblieben. So zahlten Erwachsene zwei Euro für den Besuch des Bades, Kinder und Jugendliche 1,50 Euro.

Diese Aufrechnung von Ausgaben und Einnahmen ist mit dem Prädikat „vorläufig“ zu versehen, befinden sich doch zwei der Tretboote aus dem Bootsverleih noch in Reparatur. Vorgesehen ist, für die nächste Saison zwei weitere der beliebten Wasserfahrzeuge anzuschaffen.

Trio meisterte den Badebetrieb

Der gesamte Badebetrieb wurde von einem Trio gemeistert. Peter Langer und Petra Höger kümmerten sich ums Kassieren, um den Bootsverleih und um alles andere, was mit der Organisation im Bad zu tun hatte. Aufsicht über das Geschehen im Wasser war wie in den Jahren zuvor die Sache des Schwimmmeisters Jörg Bohnsack.

Für Petra Höger war die Saison 2019 die letzte. Sie freut sich auf den Ruhestand und die Rente. Die erfolgreiche Züchterin von Rassehühnern und -enten hat jetzt mehr freie Zeit für ihr Hobby.

60 Tonnen Sand verteilt

Pünktlich vor Saisonbeginn, also Mitte April, kam der „Sandmann“ ins Strandbad. Mit Hilfe eines Radladers zu verteilen waren 60 Tonnen feinen weißen Spielsandes für unbeschwerten Aufenthalt auf nackten Sohlen. Das übernahm Daniel Hübner, Hausmeister der kommunalen Kindertagesstätte „Regenbogen“, mit einem Trecker des Bauhofs der Gemeinde.

Saisonbeginn war am 11. Mai. Peter Langer und Petra Höger öffneten den Bootsverleih aber schon zu Ostern.

Nötig waren wieder etliche Arbeiten an Geräten und an der Anlage, unerlässlich dabei die Fugensanierung an der Rutsche. Die Ruderboote bekamen neue Einlegeböden.

Auch ein Teil des Zaunes musste nach Sturmschaden ersetzt werden. Am Eingangsbereich erfolgten Pflasterarbeiten.

Ihre Angst vorm Wasser überwunden haben während der Sommermonate 80 Kinder, die bei Jörg Bohnsack das Schwimmen lernten.

Von Wolfgang Hörmann

Der Bundespräsident übernimmt traditionell die Patenschaft für jedes siebente Kind in einer Familie. Dass so etwas in einer recht überschaubaren Gemeinde wie Wusterhausen gleich zwei Mal binnen eines Jahres passiert, ist ungewöhnlich.

23.10.2019

Innerhalb einer Lesung des „Literarischen Bilderbogens“ in Wusterhausen mit der Autorin Caroline Flüh und dem Schauspieler Hans-Joachim Röhrig reisten Wusterhausener Grundschüler am Mittwochvormittag ins 18. Jahrhundert.

23.10.2019

In Dessow beherbergt ein fast 70 Jahre alte Baracke mitten im Dorf bis auf weiteres den Jugendklub. Sie hat nicht mal Fenster.

23.10.2019