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Wusterhausen UWG will in Wusterhausen Politik jenseits von Parteiinteressen machen
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00:23 19.05.2019
Von links: Jaques-Yves Henry, Axel Herrmann, Holger Zepuntke, Torsten Wacker, Jens Engelhardt,  Barbara Linke, Marco Schimpke, Volker Neumann. Nicht auf dem Foto ist Reinhard Kodalle. Quelle: Wolfgang Hörmann
Bantikow

Jens Engelhardt nennt die Gruppe eine „Koalition der Vernunft“. Der 58-Jährige sitzt mit Gleichgesinnten am Mittwochabend im kleinsten Gastraum des „Hotel am Untersee“ in Bantikow. Engelhardt ist wie sein Gegenüber Axel Herrmann nach wie vor Mitglied der FDP. Barbara Linke gehört der SPD an. Das Trio ist Teil einer neunköpfigen Kandidatenschar, die bei der Wahl zur Wusterhausener Gemeindevertretung Stimmen holen will.

Die drei sind erfahren in der Kommunalpolitik, ebenso Marco Schimpke. Er hat die Partei der Liberalen schon vor längerer Zeit verlassen, ist aber wie Herrmann aktuell Mitglied der Gemeindevertretung in einer Zweier-Gruppe, was mal ebenso zum Fraktionsstatus reicht.

Sachfragen sollen im Vordergrund stehen

Zum Mitregieren tritt der „Neuner“ am 26. Mai an, mitregieren als Unabhängige Wählergemeinschaft. „In einer Volksvertretung wie der unsrigen in der Großgemeinde geht es in erster Linie um Sachfragen, um genau das, was den Alltag der Menschen ausmacht. Da spielt das Parteibuch nicht die Hauptrolle“, sagt Barbara Linke aus Barsikow.

Keine Widerrede aus der Runde. Die vervollständigen auf dem Wahlzettel Holger Zepuntke aus Wulkow, Torsten Wacker und Reinhard Kodalle aus Bantikow, der Blankenberger Volker Neumann sowie Jaques-Yves Henry aus Wusterhausen. Marco Schimpke, Jens Engelhardt und Axel Herrmann wohnen ebenfalls in der Dossestadt.

Gruppe will Stadt und Dorf repräsentieren

„Wir finden wichtig, dass sich in unserer Gruppe Stadt und Dorf ausgeglichen darstellen“, stellt Torsten Wacker klar. „Wir wollen für alle Ansprechpartner sein als bodenständige Menschen mit vernünftigen Ansichten“, ergänzt Barbara Linke.

Wie die aussehen, darüber gibt ein Papier Auskunft. Das Wahlprogramm in Hochglanz sieht dem Barsikower „Landboten“ sehr ähnlich, der regelmäßig Dorfinformationen unters Volk streut. Diesmal aber steht „UWG“ auf dem Titelblatt für „Unsere Wusterhausener Gemeinde“. Barbara Linke und Jaques Yves Henry geben sich als Layouter zu erkennen.

Gemeindeeigene Immobilien sollen erhalten bleiben

Auf je einer Seite des Heftes hat dann jeder Kandidat notiert, wofür er sich im Falle einer Wahl einsetzen würde und was ihm wichtig ist. Daraus wird deutlich: Die UWG will sich für einen sinnvollen öffentlichen Personennahverkehr stark machen und begrüßt somit die Investitionen der Gemeinde am Bahnhof. Gemeindeeigene Immobilien wie Schule, Kitas, Gemeinderäume, Friedhöfe mögen erhalten bleiben.

Bei der Gestaltung des Seeumfeldes zwischen Wusterhausen und Bantikow ist in den vergangenen Jahren viel geplant und viel versprochen worden, aber zu wenig umgesetzt, meint Reinhard Kodalle. Das müsse sich ändern.

Würdigung des ehrenamtlichen Engagements

Der wachsame Blick auf die Wohnungsbaugesellschaft gehört ebenso zu den Zielen, wie die stärkere Hinwendung zu Kultur und Würdigung ehrenamtlichen Engagements. Und natürlich wolle man den Straßenbau im Auge behalten. Das Informationsblatt ist in einer Auflage von 3000 Stück entstanden. Die werden nun in den nächsten Tagen verteilt.

Für zwei Tage vor der Wahl, also zu Freitag, dem 24. Mai, um 19 Uhr, lädt die UWG-Bewerbergruppe in den Wusterhausener Stadtsaal ein. Gezeigt werden historische Stadtansichten und geredet wird über das Programm der UWG.

Von Wolfgang Hörmann

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