Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Wusterhausen Lügenkünstler Zabka kehrt zurück
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wusterhausen Lügenkünstler Zabka kehrt zurück
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:46 29.12.2018
Reinhard Zabka einst in seinem Lügenmuseum in Gantikow, wo er auch als Richard von Gigantikow bekannt war. Quelle: Archivfoto Wolfgang Hörmann
Anzeige
Wusterhausen

Der Veranstaltungskalender 2019 der Gemeinde Wusterhausen ist jetzt schon rappelvoll. Und es müssen wohl eine ganze Menge weiterer Termine hineingequetscht werden, maßgeblich auch noch aus den umliegenden Dörfern.

„Natürlich ist er noch längst nicht vollständig. Über das Jahr werden noch viele interessante Veranstaltungen dazukommen“, weiß Katharina Zimmermann, die für den Tourismus in der Gemeinde zuständig ist und auch das Wegemuseum leitet in dem Haus Am Markt 3, wo sich ebenso die Bibliothek und die Galerie „Alter Laden“ befinden.

Anzeige

„Fontanes Wanderschuh“ als Hingucker in Wusterhausen

Ganze 60 Termine sind bereits gelistet. Klar ist: Auch in Wusterhausen wird das Fontanejahr anlässlich des in Neuruppin vor 200 Jahren geborenen Schriftstellers zu spüren sein. So etwa am 27. März, wenn beim Literatur-Café im Alten Laden Christel Weimar mit ihrem Fontaneprogramm erscheint – und im selben Haus erst recht ab dem 13. April. Dann erfolgt, was schon seit 2017 als Idee umherschwirrt: die Vernissage der Kulturlandausstellung zu „Fontane 200“ namens „Wanderschuh und Selfie“.

Künstler und Reisende entdecken Fontanes Wanderungen durch die Gemeinde Wusterhausen. Es gibt eine Rauminszenierung von Reinhard Zabka vom Lügenmuseum Radebeul zu bestaunen, die aus mehreren Installationen mit Licht und Klang besteht. Diese beschäftigen sich mit Fontane und seinen Themen in kritisch-amüsanter Manier. Fontanes „originaler“ Wanderschuh dürfte im Zentrum dessen stehen.

Eine Projektpräsentation der Kunstakademie Ganzer

Zabka ist in der Region auch als Richard von Gigantikow bekannt. Hatte er doch lange vor Radebeul sein Museum erst in Babe und später jahrelang im Gutshaus von Gantikow betrieben. „Fontanes Wanderschuh“ fand sich dort in bester Gesellschaft mit dem „Sonnendeck der Titanic“ und „Van Goghs abgeschnittenes Ohr“ sowie „Willi Brandts Geburtszimmer“.

Am 28. Mai wird in Wusterhausen „Fontanes Kochbuch“ präsentiert – ungelogen. Es ist der Abschluss eines Projektes der Kunstakademie Ganzer.

Vom Wegemuseum bis zum Kyritzer Kloster und zurück

Viele weitere Höhepunkte hält 2019 bereit. So wird am 21. März um 11 Uhr vom Wegemuseum aus bis zum Kyritzer Kloster zu einer „1. Museumswanderung für die ganze Familie“ gestartet. Am 19. Oktober geht es von Kyritz aus zurück.

Auch der 100. Vereinsgeburtstag des FC Blau-Weiß Wusterhausen am 22. Juni dürfte bei vielen im Kalender so rot markiert sein wie vom 7. Juli an die Festwoche zur 700-Jahrfeier von Nackel oder auch das Sommertheater auf dem Gut Tornow.

Kartenvorverkauf auch für Veranstaltungen in der Dosse-Halle

Besonders hingewiesen wird auf Kunstworkshops am 2. und 3. März mit Josje Schroot und auf das erste Literaturcafé der Bibliothek am 27. Februar. Heidelore Rutz liest aus ihrem Buch „Klopfzeichen: Mein Weg in die Freiheit vom DDR-Ausreiseantrag zum Häftlingsfreikauf“.

Im Wegemuseum erfolgt zudem der Vorverkauf für Veranstaltungen in der Dosse-Halle, so für „Dance Masters“ (16. Februar) und für „Abba“ (21. März) und es gibt Karten für die Vorträge von Wanderer Mario Goldstein am 17. März in der Villa „Meehr“ in Bantikow.

Bis zum 7. Januar aber ist das Haus Am Markt 3 erst Mal geschlossen. Katharina Zimmermann: „Wir bedanken uns bei allen Freunden, Förderern und Mitstreitern des Wegemuseums und der Bibliothek für die wunderbare und fruchtbringende Zusammenarbeit, die wir nach unserer kleinen Verschnaufpause auch im neuen Jahr mit vielen Ideen weiterführen werden.“

Von Matthias Anke