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Wusterhausen Wanderung bis zur Mündung der Dosse
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wusterhausen Wanderung bis zur Mündung der Dosse
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14:16 31.03.2019
Gruppenfoto mit den Teilnehmern der Exkursion an der Mündung der Dosse in die Havel bei Wendisch Kirchhof (Sachsen-Anhalt). Quelle: André Reichel
Wusterhausen

 Kaum jemand kennt die Dosse so gut, wie der Wusterhausener Bodendenkmalpfleger Manfred Teske, war er doch in den 1970-er Jahren als Meliorationsmeister an der Regulierung dieses Flusses maßgeblich beteiligt.

Die Tour führte von Wusterhausen bis zur Havel

Sein umfangreiches Wissen zur Geschichte dieses Flusses teilte er nun mit Interessierten – und lud zu einer Exkursion entlang der Dosse ein. Diese begann am Sonnabendvormittag an der Schifffahrt in Wusterhausen und endete am späten Nachmittag an der Mündung des Flusses in die Havel bei Wendisch Kirchhof.

Mehr als 50 Interessierte nahmen an einer geführten Dosse-Exkursion von Wusterhausen bis zur Mündung in die Havel teil. Bodendenkmalpfleger Manfred Teske hatte viele spannende Geschichten zum Fluss zu erzählen.

Die Organisatoren der Exkursion, Manfred Teske und die Vereinschefin des Großderschauer Kolonistenhofes, Helga Klein, staunten, als sich mehr als 50 Teilnehmer an der Schifffahrt einfanden. „Es ist schön zu wissen, dass sich so viele Leute für unsere Heimat interessieren“ sagte Manfred Teske bei der Begrüßung. Der Bodendenkmalpfleger berichtete eingangs aus der Entstehungsgeschichte des Flusses gegen Ende der letzten Eiszeit.

Dosseregion schon in der Steinzeit besiedelt

Auch über die Besiedelungsgeschichte entlang der Dosse von der Steinzeit bis in die jüngste ­Vergangenheit gab Teske Auskunft. „Nach dem Fluss wurde der einst an seinen Ufern ansässige Slawenstamm, die Dossanen, benannt“, berichtete der Wusterhausener.

In der Dossestadt hatten bis vor etwa 800 Jahren die Dossanen ihren zentralen Stammessitz. Der Straßenname „Burgwall“ zeugt noch heute von der einstigen Existenz einer Befestigung als Sitz slawischer Fürsten.

Die Wusterhausener Schifffahrt ist der älteste Hafen Brandenburgs

Auch zur Schifffahrt hatte Teske einiges zu berichten. Als Bodendenkmalpfleger begleitete Teske dort Bauarbeiten und entdeckte dabei einen Hafen, der laut Holzproben im Jahr 1116 angelegt wurde. „Ein so alter Hafen ist bisher brandenburgweit einmalig, wird aber im hiesigen Museum nicht präsentiert“, so Teske.

Per Auto machte sich die Gruppe dann auf den Weg. In Neustadt sah man sich den Standort der einstigen, nun abgerissenen Wassermühle an. In Neu Amerika besichtigte die Gruppe den zu Zeiten des Alten Fritz aus Schlacke aufgeschütteten Deich. Die Schlacke stammte aus Hohenofen.

An der Dosse wurde Silber und Eisen verhüttet

Wo heute die alte Papierfabrik steht, wurde vor 1700 Eisen und Silber verhüttet. Bei Friedrichsbruch sah sich die Gruppe die Dosse-Brücke an. In Großderschau gab es im Kolonistenhof eine Mittagspause.

Schon ging es weiter. Bei Altgarz besichtigten die Teilnehmer eine alte Stahlbrücke, die bald abgerissen wird. Ein Schneckenschöpfwerk bei Damerow wurde erklärt und der letzte Streckenabschnitt von dort bis nach Wendisch Kirchhof führte die Autokolonne auf dem Dosse-Deich entlang. Eine Sondergenehmigung machte dies möglich.

Andree Kienast aus Wutike berichtete bei einem Picknick über das Wasserwandern. An der Dossemündung endete die Tour.

Von André Reichel

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