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Wusterhausen Empfehlung zu den Friedhofsgebühren
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wusterhausen Empfehlung zu den Friedhofsgebühren
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09:49 14.11.2018
Ein Grablicht.
Ein Grablicht. Quelle: dpa
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Wusterhausen

Mit dem Ergebnis von dreimal „Ja“ und einmal „Nein“ haben die stimmberechtigten Mitglieder des Wusterhausener Bau- und Ordnungsausschusses am Dienstagabend der Gemeindevertretung eine Empfehlung gegeben. Sie möge die Friedhofsgebührensatzung in der jetzt vorliegenden Fassung zustimmen. Das Problem beschäftigt die Volksvertreter nun schon seit mehreren Monaten. Eine Abstimmung war zuletzt am 9. Oktober von der Tagesordnung genommen worden.

Gespräche mit Pfarrer Alexander Bothe

Torsten Wacker (Unabhängige Wählergemeinschaft/UWG) ging nun am Dienstag noch einmal darauf ein, weshalb es dazu gekommen war. Demnach hatte die extra gebildete Arbeitsgruppe noch Beratungsbedarf. So sei es auch zu Gesprächen mit Pfarrer Alexander Bothe gekommen, die dazu beitrugen, den Entwurf mit den Gebühren für Grabstätten in einem Punkt noch einmal zu verändern.

Mögliche Gebühren

Folgende Gebühren könnten nach dem vorliegenden Satzungsentwurf ab Januar 2019 für den Erwerb von Grabstätten auf kommunalen Friedhöfen der Gemeinde Wusterhausen gelten (berechnet immer auf 25 Jahre):

Wahlgrabstätte je Stelle 850 Euro.

Reihengrab 750 Euro.

Urnenwahlgrabstätte 600 Euro.

Urnenreihengrab 500 Euro.

Urnengemeinschaftsgrab 850 Euro.

Sollte ein Urnengemeinschaftsgrab, bemessen auf eine Liegezeit von 25 Jahren, zunächst 600 Euro kosten, so halten die Mitglieder der Gruppe jetzt 850 Euro für angebracht. Ein ­Anheben auf diesen Wert gebe es auch auf kirchlichen Friedhöfen, so Wacker nach dem Gedankenaustausch mit Pfarrer Bothe. Überzeugt hätte das Argument, dass die Pflege dieser Gräber im kommunalen Bereich vom Mitarbeitern des Bauhofs übernommen werde, Hinterbliebene also 25 Jahre dafür keine Kosten aufbringen müssten.

In der Gemeinde Wusterhausen gibt es nur eine solche Grabstätte, und zwar im Ortsteil Bückwitz. Dabei wird es vorläufig auch bleiben. Torsten Wacker: „Auch mit der Summe von 850 Euro liegen wir noch unter den von der Verwaltung errechneten tatsächlichen Kosten.“

Ein nochmaliges Anheben der Gebühren kritisiert

Für Torsten Stürmer (AfD) war das allerdings kein überzeugendes Argument. Er hält „das nochmalige Anheben des Gebührensatzes für sehr, sehr bedenklich.“ Schließlich solle es zur seit 2006 gängigen Regelung sowieso schon eine Steigerung um „mehrere hundert Prozent“ geben. Stürmer stimmte dann erwartungsgemäß auch gegen die Beschlussempfehlung.

Die enthält entgegen der Diskussion vom 9. Oktober noch eine Veränderung. Ex-Bürgermeister Roman Blank (SPD) hatte angeregt, die höheren Gebührensätze in Jahresscheiben gestaffelt einzufordern.

Gemeindevertreter tagen am 11. Dezember

Davon wich die Arbeitsgruppe jetzt ab. Sollte die Gemeindevertretung am 11. Dezember Friedhofssatzung und Gebührenordnung beschließen, mögen beide Dokumente ab dem 1. Januar 2019 gelten, die Gebühren in ­voller Höhe. Das empfiehlt der Bau- und Ordnungsausschuss. Die Vorlage steht als nächstes am 27. November im Haupt- und Finanzausschuss zur Diskussion.

Von Wolfgang Hörmann