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Wusterhausen Wusterhausens Wünsche sind größer als der Etat
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16:54 14.11.2019
In Ganzer wartet man ungeduldig darauf, dass dieses geschichtsträchtige Gebäude erhalten wird. Für 2020 ist dafür bisher kein Geld eingeplant, was Kritik fand. Als Stallscheune um 1850 errichtet, war es später Nebengelass für die Schule. Quelle: Wolfgang Hörmann
Wusterhausen

Der Haushaltsplan der Großgemeinde Wusterhausen für 2020 soll noch in diesem Monat beschlossen werden. Sein Entwurf steht bei der Sitzung der Gemeindevertreter am Dienstag, 26. November auf der Tagesordnung.

Das beschloss der Haupt- und Finanzausschuss am Dienstag ohne Gegenstimme, nachdem der Kämmerer Tobias Kaminski auf das umfangreiche Zahlen- und Faktenmaterial eingegangen war.

Der Etat umfasst rund 10,848 Millionen Euro, die allerdings nicht ausreichen werden, um alle anstehenden Aufgaben zu lösen. Es bleibt ein Fehlbetrag von 588 000 Euro, der aus der Rücklage der Kommune entnommen werden kann. Das Ersparte ist mit etwa 3,5 Millionen Euro noch recht stattlich.

Die Gemeinde will ein neues Feuerwehrgerätehaus bauen

Zu den wichtigsten Investitionen im kommenden Jahr zählen die grundhafte Sanierung der Grundschule, der Neubau des Feuerwehr-Gerätehauses, der Denkmalschutz und das Umstellen des Heizhauses in der Stadt auf Erdgas.

Ferner geht es darum, neue Spielplätze zu errichten, den Friedensweg und den Postweg in Dessow zu sanieren, ein Tanklöschfahrzeug für die dortige Feuerwehr, neuer Technik für den Bauhof und Einsatzkleidung für Feuerwehrleute anzuschaffen.

Nicht im Plan sind die Erhaltung des Nebengebäudes der ehemaligen Schule in Ganzer und die Sanierung der Berliner Straße in Wusterhausen, was zwischenzeitlich zu Diskussionen führte.

Vor dem sicheren Abriss bewahrt

Das geschichtsträchtige Fachwerkhaus im Ortsteil Ganzer, per Beschluss vor dem sicheren Abriss bewahrt, verfällt zusehends, weil seit dieser Festlegung rein gar nichts geschehen sei, wie Barbara Linke kritisierte.

Die Fraktionsvorsitzende der Unabhängigen Wähler nahm als Zuhörerin an der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusse teil. „Es gibt immer finanzielle Mittel im Haushalt, die auch kurzfristig für Planungsleistungen eingesetzt werden können“, gab der Kämmerer Kaminski am Mittwoch auf MAZ-Nachfrage eine vorsichtig-optimistische Aussage in Richtung Ganzer.

Für die UWG-Fraktion ist Axel Herrmann Mitglied im Ausschuss. Er kritisierte den immer wieder verschobenen und nun für 2024 geplanten Baubeginn in der maroden Berliner Straße in der Stadt. Für ihn ergebe sich die Konsequenz: „In der Bauverwaltung muss es Veränderungen geben. Sie sollte dringend aufgestockt werden.“

Schöller-Festspiele wollen mehr Geld

Ums liebe Geld geht es Jahr für Jahr auch immer wieder, wenn von den Schöller-Festspielen die Rede ist. Die 10. Auflage in diesem Jahr sei sehr zufriedenstellend verlaufen, sagten der Festspiel-Erfinder Peter Schroth und der für Finanzen zuständige Joachim Pein dem Haupt- und Finanzausschuss.

Die Vorbereitungen auf die nächsten Schöller-Festspiele sind in vollem Gange. Peter Schroth und Joachim Pein (v.l.) gaben einen Ausblick auf das Jahr 2020. Quelle: Wolfgang Hörmann

Das Budget von 95 000 Euro habe ausgereicht, wieder hochklassige Theatererlebnisse auf die Beine zu stellen. Die Summe setzt sich aus Förderungen vom Land und den beiden Prignitzkreisen sowie Abgaben von den Kleeblatt-Kommunen Kyritz, Neustadt, Wusterhausen und Gumtow zusammen, ferner aus Sponsoren-, Spenden- und Eintrittsgeld.

Peter Schroth hört auf

Dennoch müsse die Organisation 2020 finanziell besser ausgestattet sein. Der alleinige Grund: Peter Schroth wird aus Altersgründen die künstlerische Leitung abgeben. Man habe eine Nachfolgerin im Auge, so Joachim Pein. Deren Wirken müsse aber finanziert werden. Deswegen richte man einen entsprechend Wunsch an alle beteiligten Körperschaften, die je nach Einwohnerzahl Zuschüsse leisten.

Für Wusterhausen sollte sich der Zuschuss um knapp 1300 Euro auf 4452 Euro erhöhen. Die Summe sei im Entwurf des neuen Haushaltes schon berücksichtigt, sagte Tobias Kaminski.

Bernd Jünemann (CDU) lehnte als Einziger namens seiner Fraktion eine Erhöhung des Beitrages mit der Begründung ab, es gäbe etliche wichtigere Vorhaben, die deutlich den Vorrang hätten.

Von Wolfgang Hörmann

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