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Wusterhausen Dossestadt will Elektrofahrer willkommen heißen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wusterhausen Dossestadt will Elektrofahrer willkommen heißen
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14:42 29.08.2019
Seit Anfang Juli stehen in Kyritz die ersten beiden öffentlich zugänglichen Ladesäulen bereit. Das Förderprogramm, das sie ermöglichte, will nun eventuell auch Wusterhausen nutzen. Quelle: Alexander Beckmann
Wusterhausen

Auch die Gemeinde Wusterhausen trägt sich jetzt mit dem Gedanken, öffentliche Ladesäulen für Elektroautos zu installieren. Bürgermeister Philipp Schulz informierte am Dienstag den Wirtschaftsausschuss über entsprechende Gespräche mit den Stadtwerken Neuruppin und dem Netzbetreiber Edis. Demnach ziehe man im Stadtgebiet derzeit bis zu drei Standorte in Erwägung: auf dem Marktplatz, am Bahnhof und am „Volksgarten“ in Seenähe.

Zur Begründung verwies Schulz auf steigende Zulassungszahlen bei den Elektrofahrzeugen. 2018 seien demnach bundesweit 53.000 rein elektrisch betriebene Pkw zugelassen gewesen. Aktuell belaufe sich diese Zahl aber schon auf über 80.000. Im Landkreis Ostprignitz-Ruppin sind gegenwärtig 93 Elektromobile registriert, davon allerdings nur eines in der Gemeinde Wusterhausen.

Gemeindeanteil: rund 15.000 Euro

Der Bürgermeister zieht daraus den Schluss: „So eine Ladesäule wäre also vor allem etwas für Durchreisende.“ Ausschussvorsitzender Dirk Blume (Fraktion Ländlicher Raum) bestätigt das: „Ich glaube, es ist eher der Tourist, der nach so einer Möglichkeit sucht, sein Fahrzeug aufzuladen.“ Deshalb sollten die Standorte auch möglichst so gewählt werden, dass die Nutzer während der Ladezeit etwas unternehmen können. Eventuell könnten auch Pendler profitieren.

Grundsätzlich befürworteten die Ausschussmitglieder den vorliegenden Ladesäulenvorschlag, der die Gemeinde voraussichtlich pro Anlage etwa 5000 Euro kosten würde. Die Stadtwerke Neuruppin, der Landkreis, die Regionalentwicklungsgesellschaft Nordwestbrandenburg und die Sparkasse OPR leisten ihrerseits Anteile. Sie haben ein gemeinsames Programm zum Ausbau der regionalen Ladeinfrastruktur aufgelegt, über das unter anderem auch Kyritz schon zwei solcher Anlagen erhielt.

Wirtschaftsausschuss ist dafür

„Zu viele können es gar nicht sein“, findet Ausschussmitglied Lothar Schnick (Fraktion „Wusterhausen kann mehr“). Auch Bernd Jünemann (CDU) sähe die Chance gern genutzt: „Nachlegen lässt sich immer noch.“ Und Barbara Linke (UWG) erklärt: „Das wäre auf jeden Fall ein Standortvorteil für Wusterhausen. Jetzt gibt es Fördermittel. Das sollte man nutzen.“

Der Ausschuss beauftragte den Bürgermeister, die Möglichkeiten für die Errichtung von drei Ladesäulen zu prüfen – zumal noch technische Fragen zu klären sind. Außerdem rieten sie dazu, auch Offerten anderer Anbieter auf diesem Gebiet einzuholen.

Von Alexander Beckmann

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