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Wusterhausen Mit dem Smartphone auf Stadtrundgang
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wusterhausen Mit dem Smartphone auf Stadtrundgang
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00:24 03.06.2019
Museumsleiterin Katharina Zimmermann freut sich über den erweiterten Audioguide, der sich vor allem an Touristen richtet. Quelle: Foto: alexander Beckmann
Wusterhausen

Ein geruhsamer Stadtspaziergang und dazu etwas fachkundige Plauderei über Geschichte und Geschichten, Menschen und Bauwerke. In Wusterhausen können das Besucher jetzt noch ein bisschen ausführlicher genießen. Zum Sommerfest am Sonntag, dem 2. Juni, nimmt der neue, erweiterte Audioguide, der akustische Stadtführer, den Betrieb auf.

Um ihn zu nutzen braucht der Wusterhausenbesucher vor allem zweierlei: ein Smartphone und einen Online-Zugang. Dann kann er sich die kostenlose App „Hearonymus“ samt ihrer Inhalte installieren, die inzwischen Informationen zu weiteren Orten wie Neuruppin, Zehdenick, Jüterbog oder Berlin und Potsdam umfassen.

Eher Hörspiel als Fachvortrag

„Das ist keine Stadtführung im klassischen Sinne“, erklärt die Leiterin des Wusterhausener Wegemuseums Katharina Zimmermann. Stattdessen bekommt der Nutzer parallel zum Stadtplan kleine, etwa zweiminütige Dialoge präsentiert. Schauspieler des „Theater 89“ aus Schwedt lieferten die Tonaufnahmen.

„Aber wenn so wichtige Verkehrswege durch Wusterhausen geführt haben, sind dann vielleicht auch Prominente durch den Ort gekommen“, heißt es da beispielsweise an der Station Marktplatz. Die Antwort: „Auf jeden Fall. Sogar zwei Könige. Der erste war 1620 Gustav II. Adolf Schweden.“ Und so geht es mit historischen Fakten und kleinen Anekdoten weiter.

Fontane wartet im Hintergrund

„Wir haben im letzten Jahr fünf Stationen bespielt und jetzt eben noch mal fünf“, sagt Katharina Zimmermann. Die Arbeitsgemeinschaft Städte mit historischen Stadtkernen leistete Unterstützung. „Die Städte kooperieren da ja und dann kommen solche Ideen ins Gespräch. Ich habe das Rohmaterial geliefert und die AG hat dann die passenden Partner gefunden.“ Zudem ist das Ganze Teil des Themenjahres „fontane.200“.

„Es soll sich aber nicht nur an Fontane anlehnen“, betont die Wusterhausener Museumsleiterin – obwohl der Dichter nachweislich mal Station in der Stadt eingelegt hatte. Aber schließlich lautet das Motto der Arbeitsgemeinschaft in diesem Jahr „Stadtwärts! Zu Gast in der Mark“. „Und das betrifft ja auch Wusterhausen als touristisches Ziel.“

Etwa ab 1900 wurde die Stadt zu einem beliebten Ausflugsziel für Berliner „Sommerfrischler“. Auch diesem Aspekt widmet sich der Audioguide ausführlich: „Als es um 1900 mit der Sommerfrische so richtig losging, entstanden am Seeufer zwei Badeanstalten.“ „Gleich zwei? Das muss ja ein Andrang gewesen sein:“ „Nun, ja. Vor allem brauchte man je eine Badeanstalt für Damen und für Herren.“ Und so weiter.

Startschuss fällt beim Sommerfest

„Wir sind mit die ersten, die da mitgemacht haben. Das ist auch ein bisschen ein Experiment“, sagt Katharina Zimmermann. Zur Resonanz auf das Angebot könne sie bisher wenig sagen: „Wir haben es ja erst im Oktober freigegeben. So sind die Rückmeldungen noch nicht so zahlreich.“

Die nun erweiterte Version wird, wie erwähnt, zum Wusterhausener Sommerfest offiziell gestartet. Treffpunkt ist am Sonntag, um 11 Uhr, an der Stadtkirche, wo der Brezelumzug beginnt. Er führt unter Musikbegleitung bis ans Seeufer, wo es den ganzen Nachmittag ein Volksfest gibt. Im Wegemuseum wird derweil um 12 Uhr die Ausstellung „Sommerfrische am Klempowsee“ als Teil des Themenjahres „fontane.200“ eröffnet.

Von Alexander Beckmann

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