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Wusterhausen Weg frei gemacht für weitere Windräder
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wusterhausen Weg frei gemacht für weitere Windräder
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16:35 08.05.2019
Windräder kurz hinter dem Ortsausgang von Kantow Quelle: Alexander Beckmann
Kantow

Der Windpark Kantow soll erweitert werden - das beschlossen die Gemeindevertreter von Wusterhausen am Dienstag.

„In Zeiten des Energiewandels sollte sich auch die Gemeinde Wusterhausen an solchen Projekten beteiligen“, erklärte Bürgermeister Phillipp Schulz. Doch nicht alle teilen diese Meinung.

Gebiet reicht bis nach Walsleben

Das Windenergie-Eignungsgebiet 26 befindet sich in der Gemeinden Wusterhausen in der Gemarkung Blankenberg und Kantow und reicht bis in die Gemarkung Walsleben der gleichnamigen Nachbargemeinde.

Planungsziel sei es, so der Verwaltungschef Phillipp Schulz, in der Gemarkung Kantow den bestehenden Windpark zu überplanen und zu erweitern. Als Grundlage dient hierfür die 3. Änderung des Flächennutzungsplanes der Gemeinde Wusterhausen, Planteil Kantow.

Indem man den Flächennutzungsplan ändert, soll mehr Platz für weitere Windkraftanlagen geschaffen werden.

Aktuell stehen dort bereits 14 Windkräder auf einer Fläche von etwa 327 Hektar. Zehn dieser Windenergieanlagen sind jeweils 123,5 Meter hoch, vier sogar 150 Meter.

Geplant sei nun, acht weitere, möglichst leistungsstarke Windenergieanlagen dort aufzustellen.

Außerdem liegen Pläne für das Repowering (also das Modernisieren oder Vergrößern) von sechs Bestandsanlagen vor. Vier Windräder sollen abgebaut werden.

Gegenwind für geplantes Projekt

Doch die Idee, den Windpark zu erweitern, erntete am Dienstag nicht nur Zuspruch. Torsten Stürmer (Sitz für AfD/BfB; aus der AfD 2019 ausgetreten) äußerte sich sehr kritisch und lautstark zu diesem Vorhaben. „Ich bin klar gegen diesen Vorschlag“, so der Gemeindevertreter.

Aus seiner Sicht Aus Sicht von Stürmer verkaufe sich die Gemeinde Wusterhausen an eine Lobby, wie er es bezeichnete und verliert dabei die wesentliche Punkte aus dem Blick. Aus Stürmers Sicht gibt es aktuell weit aus wichtigere Themen, mit denen sich die Gemeinde Wusterhausen beschäftigen sollte. Er sprach die Themenschwerpunkte Kita und Schule an und schilderte, wie marode die örtlichen Spielplätze sind. „Sollten wir uns nicht darum kümmern?“, fragte er.

Mehrheit stimmt mit ja

Gegenwind seitens des ehemaligen AfD- Mitglieds gab es bereits bei vergangenen Sitzungen, laut Bürgermeister Phillipp Schulz. Auch beim Haupt- und Finanzausschuss und beim Bau- und Ordnungsausschuss war er klar gegen diesen Vorschlag.

„Am Ende ist es jedoch eine Mehrheitsentscheidung“, erklärte der Wusterhausener Bürgermeister. Daher wurde die Erweiterung des Windparks am Dienstagabend mit 13 von 16 Stimmen beschlossen bei zwei Gegenstimmen und einer Enthaltung. „So funktioniert nun einmal Demokratie“, erklärte Phillipp Schulz die endgültige Entscheidung zu diesem Thema.

Von Julia Redepenning

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