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Wusterhausen 12 000 Frühblüher für die Seestraße
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wusterhausen 12 000 Frühblüher für die Seestraße
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12:11 25.10.2019
Bürgermeister Phillip Schulz ließ sich von den Grundschüler zeigen, wie man die Zwiebeln am besten in die Erde bringt. Quelle: Sandra Bels
Wusterhausen

Sie heißen Scilla siberica oder Galanthus elwesii. Man kann aber auch Sibirischer Blaustern und Elwes-Schneeglöckchen sagen. Zusammen mit Schneeglanz, Netzblatt-Iris, Sommer-Knotenblumen, Traubenhyazinthe sowie Elfen- und Wildkrokussen kamen sie am Freitagvormittag in Wusterhausen in die Erde.

Insgesamt waren es 12 000 Frühblüher, die Fünftklässler der Astrid-Lindgren-Grundschule Wusterhausen in den vorbereiteten Boden steckten. Ihre Klassenlehrerin Susanne Schöning und die WAT-Lehrerin Gudrun Bork begleiteten die Kinder und halfen ihnen bei der Arbeit. Mit dabei waren auch die Bauamtsleiterin Melanie Füllgraf, die Museumsleiterin Katharina Zimmermann sowie Bürgermeister Philipp Schulz, die ebenfalls mit anpackten.

Dritte Pflanzaktion in Wusterhausen

Es war die dritte Pflanzaktion dieser Art in Wusterhausen. Sie resultiert aus einer Veranstaltung innerhalb der Kinder- und Jugendbeteiligung, bei der sich der Nachwuchs der Stadt viel mehr Blumen in eben dieser gewünscht hatte. Blumen aller Art wurden damals nach einem Spaziergang auf Bildern festgehalten.

Eins davon hatte Melanie Füllgraf dabei, um es den Kindern zu zeigen. Im WAT-Unterricht in der Schule hatten sie bereits über Frühblüher gesprochen und theoretisch gelernt, wie man sie am besten in die Erde steckt.

Aber die Kinder entwickelten auch eigene Idee. So legte ein Junge zum Beispiel ordentliche Reihen an. Ein anderer Blumenzwiebelstecker versuchte sich an einem Muster.

Wusterhausener Grundschüler haben 12 000 Blumenzwiebeln in der Seestraße in die Erde gebracht. Sie sollen im Frühjahr acht bunte Teppiche bilden. Quelle: Sandra Bels

Der Bauhof hatte die Felder vorbereitet

Gearbeitet wurde in der Seestraße. Der Bauhof der Gemeinde hatte im Vorfeld auf der Wiese am Volksgarten acht große Felder für die Pflanzaktion angelegt. Die Grasnarbe wurde entfernt, lockerer Boden aufgeschüttet. „So kommen die Kinder leichter in den Boden hinein“, sagt Melanie Füllgraf. Die Fünftklässler hatten Schippen und andere Arbeitsgeräte dabei. Das Buddeln machte ihnen sichtlich Spaß.

„Ich freue mich über so viele aktive Kinder, die alle unser Wusterhausen verschönern wollen“, sagte Philipp Schulz. Als Lohn für die Arbeit hatte er einen Beutel Süßigkeiten mitgebracht. Fast 40 Kinder beteiligten sich an der Aktion.

Viel mehr Blumen hatten sich Kinder für das Stadtgebiet in Wusterhausen gewünscht und das auch gleich auf Bildern festgehalten. Quelle: Sandra Bels

Mittlerweile eine Tradition

Melanie Füllgraf freut sich darüber, dass aus der ersten Aktion auf der Wiese im Volksgarten und aus der zweiten am ehemaligen Netto-Markt, wo mit den Blumen der einstige Dosseverlauf nachempfunden wurde, nun eine Tradition geworden ist. Grundschule und Gemeindeverwaltung wollen sie künftig weiter aufrecht halten und pflegen. Es gebe noch so viele Plätze in der Stadt, die mit ein bisschen Farbe viel schöner daher kommen, findet Melanie Füllgraf.

Von Sandra Bels

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