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Wusterhausen Wusterhausener Gruppe will mehr Umweltschutz
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12:39 02.07.2019
Die Unabhängige Wählergemeinschaft UWG aus Wusterhausen hatte zu einem Gespräch rund um den Umweltschutz nach Wulkow eingeladen. Quelle: Alexander Beckmann
Wulkow

Bekommt die Gemeinde Wusterhausen bald eine eigene Umweltgruppe? Die Idee wurde am Montagabend in Wulkow zumindest geäußert. Die Unabhängige Wählergemeinschaft UWG hatte zu einer Gesprächsrunde in die kleine Wulkower Kirche geladen. Etwa ein Dutzend Menschen kam – darunter viele, die sich bereits in der Kommunalpolitik engagieren.

„Wir als UWG haben uns ja vorgenommen, uns immer wieder Themen zu suchen“, erklärte Barbara Linke, die für die Wählergemeinschaft in der Wusterhausener Gemeindevertretung sitzt. Aktuelle sei man dabei eben auf das Thema Umwelt- und Klimaschutz gekommen. „Was können wir hier dazu beitragen? Ich bin da ein bisschen ratlos.“

Einige Schwerpunkte sah Barbara Linke aber trotzdem: Landschaftspflege, Insektenschutz, Müllvermeidung, alternative Energien. Um diese Punkte entspann sich die Diskussion.

Arbeitsgruppe zum Thema Umwelt angeregt

Als Beispiel für aktive Landschaftspflege nannte man beispielsweise Christian Fritz aus Gartow. Der Jäger legt rund um seinen Wohnort seit vielen Jahren Hecken und Grünstreifen an – mit durchweg positiven Auswirkungen auf die Landschaft.

So etwas hielten die Teilnehmer der UWG-Veranstaltung vom Montag für nachahmenswert, ebenso wie die bestehenden Initiativen für Blühwiesen in Barsikow und Wulkow. „Es wäre überlegenswert, ob wir nicht eine Gruppe bilden, die sich in unserer Gemeinde für solche Projekte stark macht“, hieß es am Montag. Denn die Erfahrung zeige, dass sich durchaus Unterstützung findet, wenn erst einmal ein paar Aktive vor Ort da sind.

Unterstützung lässt sich finden

Bestes Beispiel dafür ist Barsikow. Ortsvorsteher Willem Schoeber berichtete über das Dorfmobil-Projekt: Die Einwohner verfügen dank Förderung demnächst über ein Elektromobil zu gemeinsamen Nutzung. „Wir bringen das elektrische Fahren ins Dorf, wo die Hürde dafür eigentlich besonders hoch ist.“ Zugleich hofft Schoeber, dass das neue Angebot zur mehr Austausch unter den Barsikowern führt.

Es bestehe eine ganze Reihe von Fördermöglichkeiten für Ideen dieser Art. Man müsse sich nur gezielt damit beschäftigen.

Mehrweggeschirr und elektronische Post

Lothar Schnick aus Wusterhausen sieht auch in den kleinen Dingen Potenzial. Bei öffentlichen Veranstaltungen wie Dorffesten solle endlich Mehrweggeschirr zum Einsatz kommen. Die Möglichkeit gebe es längst.

Ein weiterer Punkt: Warum bringt die Gemeinde so viele Dokumente noch auf Papier und per Auto zu den Empfängern – beispielsweise auch zu den Gemeindevertretern? Schließlich gebe es doch längst andere Wege.

Holger Zepuntke aus Wulkow wollte wissen: „Was spricht dagegen, öffentliche Flächen einfach seltener zu mähen?“ Das Insektensterben sei in aller Munde, doch mit dem ständigen Kahlschlag auf den Grünflächen trage man eher noch dazu bei.

„Gepflegt“ oder „naturnah“

Dem Gedanken schloss sich Willem Schoeber gern an. Aber: „Das Problem ist, dass die Bevölkerung keine Pausen beim Mähen akzeptiert.“ Die Leute erwarteten einfach, dass das Gras kurz ist, obwohl das aus Sicht des Naturschutzes Unsinn ist. In Barsikow probiere man jetzt, zumindest einen Teil des Angers ungemäht zu lassen. Der Ortsvorsteher wünscht sich für solche Ideen mehr Unterstützung von der Gemeinde und in der Öffentlichkeit.

Die Gemeinde Wusterhausen will in den leer stehenden Bahnhof investieren. Die UWG will eine Nutzung für die Direktvermarktung regionaler Produkte vorschlagen. Quelle: Wolfgang Hörmann

Lothar Schnick und Jens Engelhardt warben für die lokale Vermarktung regionaler Produkte – ob nun auf einem professionell organisierten Wochenmarkt oder in einer Art regionaler Markthalle, die die Anbieter gegen kleines Entgelt nutzen können. Die Runde befürwortete diese Idee einhellig und baute sie noch aus: Wäre nicht der alte Wusterhausener Bahnhof ein idealer Standort für so etwas?

Sorgen ums Trinkwasser

Torsten Wacker macht sich Sorgen um die Trinkwasserversorgung. Immer öfter beobachte er, wie ganz in der Nähe von Brunnenanlagen intensiv Landwirtschaft mit Pflanzenschutz und Gülledüngung betrieben wird. „Der Wasser- und Abwasserverband sollte darauf achten, dass in Trinkwasserschutzgebieten strenge Vorgaben eingehalten werden.“

Susanne Geitz aus Wulkow warnte vor dem Einsatz von Grundwasser für den Ackerbau: „Wir müssen uns dafür stark machen, dass das fossile Grundwasser nicht für die Landwirtschaft verschwendet wird.“

Die Ideen der Wulkower Runde will die UWG in die Wusterhausener Gemeindevertretung hineintragen – in der Hoffnung, dass sich so weitere Unterstützung dafür finden lässt.

Von Alexander Beckmann

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