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Wusterhausen Mit dem Roboterbus demnächst quer durch Wusterhausen auch bis zum Horstberg und zurück
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wusterhausen Mit dem Roboterbus demnächst quer durch Wusterhausen auch bis zum Horstberg und zurück
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18:01 18.11.2019
Der „Robobus" erfreut sich in Wusterhausen zunehmender Beliebtheit. Quelle: Archivfoto Alexander Beckmann
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Wusterhausen

Bei der Umsetzung des autonomen Nahverkehrs in der Stadt Wusterhausen steht die nächste Ausbaustufe an. Der Robobus, der mit seinen Touren seit Mitte Juni zwischen Stadtzentrum und Netto-Einkaufsmarkt am Ortsausgang in Richtung Neustadt verkehrt, bekommt demnächst wie geplant mehr „Auslauf“ in Richtung Horstberg.

Die Strecke führt über die Seestraße, womit Verkehrseinschränkungen einhergehen werden. Sie beinhalten die Verringerung der Höchstgeschwindigkeit von Tempo 50 auf 30 – allerdings nur zu festgelegten Tageszeiten.

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Dem Fahrplan ging Verkehrszählung voraus

Die Ostprignitz-Ruppiner Personennahverkehrsgesellschaft (ORP) als wichtigster Partner des Modellversuchs hat dazu einen Antrag bei der Unteren Verkehrsbehörde des Landkreises eingereicht. Um möglichst wenig Behinderungen durch das mit Tempo 15 rollende Gefährt zuzulassen, gab es in der Seestraße Verkehrszählungen.

„Wir haben genau analysiert, wo die Stoßzeiten liegen. Danach wird der Fahrplan erstellt. Der autonome Bus soll werktags zwischen 8.30 und 13.30 Uhr auf der Strecke sein. Nur dann gilt in der Seestraße Tempo 30“, sagt Ulrich Steffen, ORP-Geschäftsführer. Die entsprechenden Verkehrszeichen werden rechtzeitig darauf hinweisen.

Teststrecke insgesamt knapp acht Kilometer lang

Sogenannte Einmessfahrten sind seit Montag und noch bis nächste Woche geplant. Der Roboterbus, der nach Angaben aus dem Rathaus zunehmend Nutzer findet, die sich unentgeltlich mitnehmen lassen, wird die Seestraße aber nicht bis zu deren Ende befahren, sondern in die Straße Am Sportplatz abbiegen. Von dort gelangt er über die Gartenstraße und den Mittelweg wieder auf die Seestraße. Die Festlegung, dass in dem Areal teilweise rechtsseitig ohnehin eingeschränktes Halteverbot gilt, kommt laut Ulrich Steffen dem Probebetrieb entgegen.

Mit dieser dritten Ausbaustufe verlängert sich die Teststrecke auf rund acht Kilometer. Wusterhausen, bisher mit etwa vier Kilometern bereits bundesweit ganz weit vorn auf dem Gebiet des autonomen Verkehrs, baut seine Spitzenstellung damit weiter aus.

Von Wolfgang Hörmann