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Wusterhausen Mit diesen Neuerungen wartet das Wegemuseum in Wusterhausen auf
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12:03 05.02.2020
Katharina Zimmermann, Leiterin des Wegemuseums Wusterhausen. Quelle: Matthias Anke
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Wusterhausen

Der Auftakt ist gemacht. Thomas Kersting vom Brandenburgischen Landesamt für Denkmalpflege sprach im Wusterhausener Wegemuseum kürzlich zum Thema 75 Jahre Ende des Zweiten Weltkriegs aus ganz neuer Sicht. Denn es wurden in den vergangenen Jahren bislang völlig unbekannte militärgeschichtliche Funde gemacht. Eine Sonderausstellung im Museum dazu läuft noch bis zum 22. Februar.

Die Hinterlassenschaften von Sowjetsoldaten in Brandenburger Wäldern, ja, auch das ist ein mittlerweile archäologisches Thema. Und es wird in diesem Jahr nicht der einzige Vortrag bleiben, bei dem es unter die Oberfläche geht. Zusätzlich zum ohnehin stehenden Angebot.

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Nachfrage im Wegemuseum gestiegen

„Es sind dieses Mal so viele Veranstaltungen, dass wir unsere Programmflyer mittlerweile quartalsweise herausgeben“, berichtet Katharina Zimmermann, die das Wegemuseum leitet. Zugleich könne auf einzelne Veranstaltungen detaillierter hingewiesen werden.

Die Nachfrage habe das so ergeben. Schließlich werden Besucher auch bei der nun neuen Vortragsreihe neben dem allgemeinen Gefallen wieder gefragt: „Ist der Termin am Donnerstag oder Freitag um 19 Uhr geeignet? Welche Themen wünschen Sie sich? Wie viel Eintritt halten Sie für angemessen?“

Aus der diesjährigen Vortragsreihe

Freitag, 14. Februar, ab 19 Uhr, (diese und nachfolgend alle Veranstaltungen im Alten Laden): Unter dem Titel „Von zwei Joch Ochsen auseinandergerissen“ spricht Gerichtsarchäologin Marita Genesis über Richtstätten des Mittelalters und der Neuzeit.

Freitag, 13. März, ab 19 Uhr: Vortrag und Buchvorstellung „Mehr als eine Provinz“ von Politikwissenschaftler Hans-Rainer Sandvoß. Es geht um den Widerstand in Brandenburg 1933 bis 1945.

Donnerstag, 23. April, ab 19 Uhr: „Archäologische Funde in Wusterhausen“ von Torsten Dressler, Archäologe.

Freitag, 15. Mai, ab 19 Uhr: „Jüdische Friedhöfe in Brandenburg“ von Anke Geißler-Grünberg, Potsdam.

Juli/August, geplant: „Neue Ausgrabungen in der Region“ von Archäologe Hartmut Lettow.

Im Herbst geplant: „Das Rohrlacker Planetenmodell“ von Christian Mauritz, Rohrlack.

Freitag, 13. November, ab 19 Uhr: „Tödliche Blitze. Von Gewittern und Stürmen“ von Thilo Kühne aus Berlin, Projektleiter beim European Severe Storms Laboratory (ESSL).

Im Alten Laden, dem Veranstaltungsraum in diesem Herbst’schen Haus, in dem neben dem Wegemuseum auch die Bibliothek untergebracht ist, gibt es neben den Vorträgen auch wieder eine Reihe von Ausstellungen zu sehen. Auch zum etablierten Literatur-Café wird wieder dorthin eingeladen.

Federführend wie immer dabei: der Kulturverein Wusterhausen. „Das ist ja auch unser Förderverein, ohne den würde das Museum nicht laufen“, betont Katharina Zimmermann: „Die Mitglieder unterstützen uns immer, sei es mit der Getränkeversorgung, an der Kasse oder bei Recherchen. Und sie sichern die Sonntagsöffnungszeiten im Sommer ab."

Stammtisch für Gesichtsinteressierte in Wusterhausen

Und sie bringen neue Ideen ins Haus. Eine Anregung war es auch, für Geschichtsinteressierte einen ständigen Treffpunkt zu schaffen. Ähnlich eines Stammtisches könnte dieser nun gefunden sein. „Mittwochs im Museum“ heißt das Format, das ab März an jedem letzten Mittwoch eines Monats von 16 bis 18 Uhr im Alten Laden stattfindet. Dazu heißt es: „Zeitzeugen und Geschichtsinteressierte treffen sich zum Plausch, zum Forschen und Erzählen und sammeln Informationen und Geschichten zu Museumsobjekten.“

Zudem erweitert das Wegemuseum erneut seinen Wirkungskreis. „Ein Wegemuseum sollte sich ja auch auf Wegen bewegen“, sagt Katharina Zimmermann mit Blick auf eine Wandergruppe, die ins Leben gerufen werden soll, und aber auch schon mit Blick auf einige feste Termine, in denen ebenso viel Bewegung drin steckt.

Netzwerktreffen zum Pilgerweg und Museumswandern

Am Sonnabend, 7. März, erfolgt ab 10 Uhr das Netzwerktreffen Pilgerweg in Wusterhausen. Am Sonntag, 12. April, beginnt um 11 Uhr der 9. Osterspaziergang durch die Altstadt. Am Sonnabend, 18. April, heißt es ab 11 Uhr „Wandern am Untersee“, ein Anwandern mit einem Wegetest zwischen Bantikow und Stolpe. Am Mittwoch, 23. September, beginnt um 17.30 Uhr der 4. Stadtspaziergang.

Ein „Museumswandern für die ganze Familie“ steht am Sonnabend, 24. Oktober, ab 11 Uhr auf dem Plan. Es geht dann von Stolpe nach Kyritz.

Von Matthias Anke

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