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Ostprignitz-Ruppin Zugabe-Rufe in der Schule
Lokales Ostprignitz-Ruppin Zugabe-Rufe in der Schule
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18:58 10.01.2018
Bei dem Theaterstück dreht sich alles um Matze und Lena, die ganz verknallt ineinander sind.
Bei dem Theaterstück dreht sich alles um Matze und Lena, die ganz verknallt ineinander sind. Quelle: Björn Wagener
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Heiligengrabe

„Zugabe, Zugabe“, riefen die Kinder, nachdem das Theaterstück „Matze und der Wandertag“ am Mittwoch in der Nadelbachgrundschule in Heiligengrabe zu Ende gegangen war. Schüler der 4. bis 6. Klasse erlebten in der dortigen Turnhalle eine unterhaltsame und lehrreiche Vorführung.

Im Mittelpunkt standen Matze und Lena. Matze ist neu in der Stadt und lernt Lena kennen. Schon bald sind beide total verknallt ineinander. Auf dem Weg zur Schule werden sie immer wieder mit Situationen im Straßenverkehr konfrontiert, in denen sie manchmal etwas nachlässig sind, weil sie gerade ganz andere Dinge im Kopf haben.

Lehrreiche Unterhaltung

Um diese Geschichte spinnt sich das Stück, bei dem es darum geht, den Kindern Verkehrsregeln auf unterhaltsame Weise beizubringen. Denn so prägten sie sich am besten ein, sagt Julia Becker vom Zebra-Theater der Verkehrssicherheitskampagne „Lieber sicher. Lieber leben.“ des Brandenburger Verkehrsministeriums. Es besteht neben Julia Becker auch aus Sebastian von Merveldt und Jennifer Dimke. Jeden Tag reisen die drei Schauspieler aus Berlin mit einem Transporter an zwei verschiedenen Schulen an, um den Kindern in Theaterstücke verpackte Informationen rund um die Verkehrssicherheit nahe zu bringen. Dabei gebe es unterschiedliche Inhalte für Kinder der Klassen 1 bis 3 sowie 4 bis 6. Geschrieben wurden die Stücke von Julia Becker und sollen altersgerecht und möglichst nah am Alltag der jeweiligen Altersgruppe sein. Bei den Kleinen ist auch immer ein dargestelltes Zebra mit von der Partie.

Bedarf kaum zu decken

Bereits im vergangenen Jahr war die Begeisterung für das Zebra-Theater so groß, dass gar nicht alle landesweiten Auftrittswünsche der Schulen erfüllt werden konnten. Deshalb setzen die Schauspieler ihre Tour nun im Januar fort und gastieren an 14 weiteren Grundschulen, die 2017 zunächst nicht hatten berücksichtigt werden können. Die Tour wird finanziell unterstützt durch die Innungskrankenkasse Brandenburg und Berlin sowie die Unfallkasse Brandenburg.

„Wir freuen uns immer wieder, wenn ein Stück gut bei den Kindern ankommt“, sagt Julia Becker. In Schulen auf dem Lande gastiere das Theater besonders gern, weil die Kinder dort eher zu begeistern seien. „Der Unterschied zwischen Stadt und Land ist groß.“ Das liege wahrscheinlich daran, dass die Kinder in der Stadt mehr solcher Angebote bekämen und deshalb etwas gelassener damit umgingen.

Von Björn Wagener