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Ostprignitz-Ruppin Zwei klare Entscheidungen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Zwei klare Entscheidungen
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18:33 13.12.2017
Die Photovoltaikanlage in Dahlhausen erzeugt Strom aus Sonnenlicht – so etwas wollen die Wusterhausener am Plänitzer Weg nicht. Quelle: Ruch
Wusterhausen

Die Gemeindevertreter von Wusterhausen haben am Dienstagabend bei ihrer letzten Sitzung in diesem Jahr einen Schaden repariert, der spürbar gar nicht eingetreten war. Es ging um die Mitgliedschaft im TourismusvereinKyritz, Wusterhausen, Neustadt (Dosse)“.

Fast auf den Tag genau vor zwei Jahren hatte sich Wusterhausen per Mehrheitsbeschluss aus dem Verbund verabschiedet. Der Hauptgrund: Die Gemeinde löhnte jährlich 18 000 Euro Zuschuss für ein Tourismusbüro in Kyritz, von dem man nach Lesart der Einzahler zu wenig Nützliches bekam. Ab Januar 2016 sollte diese Summe im Haushalt der Wusterhausener verbleiben. Bürgermeister Roman Blank hatte vehement dafür geworben.

So kam es auch. Dann hieß es in der Beschlussvorlage aber auch noch: „Der Bürgermeister wird beauftragt, die Kündigung der Mitgliedschaft im Tourismusverein zum 31. Dezember 2016 auszusprechen.“ Das eine hätte mit dem anderen nichts zu tun haben müssen. Roman Blank sah das wohl auch so. Keiner bemerkte lange Zeit, dass er den verordneten Rückzug auf die ganz lange Bank schob, um ihn letztlich komplett abzublasen.

Er behielt seine Ansicht zunächst für sich, über gute Gründe zu verfügen, alles beim alten zu belassen. Als 2017 rauskam, dass er sich über das Votum der Gemeindevertretung hinweggesetzt hatte, hagelte es Vorwürfe.

Die Lage war aber mittlerweile eine andere. Auch Neustadt zeigte offen Unzufriedenheit mit der Situation. Die benachbarten Dossestädter halbierten zuerst ihren finanziellen Anteil, um dann auch auszusteigen aus dem Tourismusverein. Der schlug dann einen anderen Weg ein. Per Satzungsänderung trennte er sich vom aufwändig betriebenen Büro. Die Bürgermeister von Kyritz und Wusterhausen sowie der Neustädter Amtsdirektor gaben ihre Vorstandsposten auf. Der Verein wird nun ehrenamtlich geführt, mit Marcel Hankel aus Bantikow als Vorsitzendem, Jörg Menge aus Neustadt und Andreas Heine aus Kyritz.

Keiner beschwert sich. Auch nicht Wusterhausen. Mit Katharina Zimmermann verfügt die Gemeinde nicht bloß über eine rührige Museumsleiterin, sondern hat auch über eine Fachfrau in Sachen Fremdenverkehr. Aus dem Ausschuss für Wirtschaft und Tourismus kam zuerst die Empfehlung, das eigenmächtige Agieren des Rathauschefs zu legalisieren, in dem man den Beschluss von 2015 wieder aufhob. Alle 15 Stimmberechtigten aus allen Fraktionen sprachen sich nun am Dienstag dafür aus.

Fast so eindeutig fiel Minuten später eine andere Entscheidung. Es wird keinen vorhabenbezogenen Bebauungsplan für eine Freiflächenphotovoltaikanlage am Plänitzer Weg in Wusterhausen geben. Die Firma Eon Energie Deutschland wollte dort bauen. Doch nach begründeten Vorbehalten im Bau- und Ordnungsausschuss, im Haupt- und Finanzausschuss, auch von der Naturschutzbehörde des Landkreises Ostprignitz-Ruppin (die MAZ berichtete), kam nun die Ablehnung mit 13mal Nein bei zwei Enthaltungen. Erstmals konnten sich die Entscheidungsträger an Leitlinien ausrichten, die auch künftig bei ähnlichen Anträgen zur Anwendung kommen sollen. In Metzelthin ist da bekanntlich noch einiges in der Schwebe. Die dortige Ortvorsteherin Barbara Burau verfolgte den Entscheid am Dienstag aufmerksam.

Von Wolfgang Hörmann

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