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Ostprignitz-Ruppin Zweitwohnsteuer in Sicht
Lokales Ostprignitz-Ruppin Zweitwohnsteuer in Sicht
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09:32 14.03.2014
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Genrefoto Quelle: dpa
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Neuruppin

Es gibt Ausnahmen: etwa für Verheiratete, die für die Ausbildung oder wegen ihrer Arbeit eine Nebenwohnung brauchen.

In Neuruppin soll die Zweitwohnungssteuer im Jahr bis zu neun Euro pro Quadratmeter Wohnfläche betragen, abhängig von der Lage der Wohnung oder des Bungalows. Für eine 100-Quadratmeter-Wohnung in Toplage wären damit 900 Euro pro Jahr fällig. Zu dieser Spitzenlage gehören Wohnungen direkt am Wasser und Wohnungen, die nur durch einen Uferstreifen vom Ruppiner See getrennt sind. Außerdem gehören Wohnungen an der Karl-Marx-Straße dazu und Wohnungen in der Fehrbelliner Vorstadt. Alle anderen Wohnungen in der Altstadt, die weniger als 300 Meter vom See entfernt sind, gehören zur zweitteuersten Zone. Das restliche Stadtgebiet zur drittteuersten. Für die Ortsteile gelten ähnliche Einteilungen.

Noch ist die Zweitwohnungssteuer nicht beschlossen. Seit mehreren Jahren arbeitet die Stadtverwaltung bereits an der entsprechenden Satzung. Lange fehlte ein Gutachten, nach dem die Stadt in die verschiedenen Zonen eingeteilt werden konnte. Das beauftragte Büro hatte die Stadtverwaltung mehrfach vertröstet, bis Neuruppin schließlich mit Klage drohte. Seit 1. März liegt das Gutachten vor.

Am Montag soll der Hauptausschuss über die Zweitwohnungssteuer abstimmen, am 31. März sind dann die Stadtverordneten gefragt. Die Stadt erhofft sich mindestens 100 000 Euro pro Jahr von dieser Steuer. Die Stadt rechnet aber auch mit vielen Klagen dagegen.

Von Reyk Grunow

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