Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Polizei Betrüger knöpft 83-Jährigem aus Hennigsdorf EC-Karte ab
Lokales Polizei Betrüger knöpft 83-Jährigem aus Hennigsdorf EC-Karte ab
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:06 26.04.2019
Opfer eines Telefonbetrügers wurde ein 83-Jähriger aus Hennigsdorf am Donnerstag. (Symbobild) Quelle: Julian Stratenschulte/DPA
Hennigsdorf

Ein 83-jähriger Hennigsdorfer erhielt am Donnerstag (25. April) einen Anruf, bei dem sich ein bislang Unbekannter als Bankmitarbeiter ausgab und angab, dass vom Konto des Seniors Geld in die Türkei transferiert worden sei. Dem Mann wurde eine Telefonnummer gegeben, die er diesbezüglich anrufen sollte.

Nachdem der 83-Jährige die übermittelte Nummer angerufen hatte, gab sich am anderen Ende der Leitung ein Mann als Polizeibeamter aus und erklärte dem Senior, dass jemand bei ihm vorbeikommen würde, um seine EC-Karte zu überprüfen.

Zur Mittagszeit erschien dann ein mutmaßlicher Polizist an der Wohnanschrift des Mannes und holte eine Schatulle mit einer EC-Karte und acht Euro Bargeld zum vermeintlichen Scannen zum Schutz vor Betrügern bei dem Senior ab. Die Bankkarte ließ der 83-jährige Mann anschließend sperren und verständigte schließlich die richtige Polizei.

Der Mann, der die Karte des 83-Jährigen abgeholte hatte, wird als türkisch aussehend, von dicker Gestalt, ca. 180 Zentimeter Größe und etwa 30 bis 40 Jahre alt beschrieben. Er trug eine schwarze Jogginghose und Handschuhe. Zeugen, die Hinweise zu diesem Sachverhalt geben können, werden gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Oranienburg unter der 03301/8510 zu melden.

So schützen Sie sich vor Enkeltrick-Betrug

- Am Telefon nicht ausfragen lassen! Geben sie keine Details Ihrer familiären oder finanziellen Verhältnisse preis.

- Nicht unter Druck setzen lassen! Vereinbaren Sie einen späteren Gesprächstermin. In der Zwischenzeit prüfen Sie die Angaben z.B. durch einen Anruf bei Ihren Verwandten oder einem Rückruf bei der örtlichen Polizei.

- Rufen Sie die Polizei an! Verwenden Sie dazu die öffentlich bekannte Telefonnummer – aber nicht die Nummer, die der Anrufer Ihnen möglicherweise gegeben hat oder die auf dem Display angezeigt wurde.

- Notieren Sie die eventuell auf dem Sichtfeld Ihres Telefons angezeigte Nummer des Anrufers.

- Bevor Sie jemandem Geld geben: Besprechen Sie die Angelegenheit mit einer Person Ihres Vertrauens. Wenn Ihnen die Sache „nicht geheuer ist“, informieren Sie die Polizei.

– Übergeben Sie Geld nur an Personen, die Ihnen persönlich bekannt sind!

– Haben sie bereits eine Geldübergabe vereinbart? Informieren Sie noch vor dem Termin die Polizei unter Tel. 110!

– Sichern Sie Ihre Wohnung: Tür abschließen, Sperrriegelkette vorhängen, Türspion benutzen.

– Schließen Sie niemals Verträge an der Haustür ab!

Lesen Sie weiter

Aktuelle Polizeimeldungen aus Brandenburg und Berlin

Von MAZonline

Am Hals verletzte sich ein Motorradfahrer am Donnerstagnachmittag in Kleinmachnow. Der 77-Jährige musste ins Krankenhaus eingeliefert werden. Ein Autofahrer auf Parkplatzsuche hatte ihm in der Karl-Marx-Straße die Vorfahrt genommen. Auf rund 15 000 Euro bezifferte die Polizei den Sachschaden an beiden Fahrzeugen.

26.04.2019

Ein Streit unter Freunden eskalierte am Donnerstagabend auf der Freundschaftsinsel in Potsdam: Ein 31-jähriger Iraner wurde ins Gesicht geschlagen. Der angetrunkene Mann informierte die Polizei. Von Rettungskräften wollte er sich nicht behandeln lassen. Der junge Mann reagierte zunehmend aggressiv. Daher kam er in Gewahrsam.

26.04.2019
Exhibitionist gefasst - 41-Jähriger in Klinik eingewiesen

Ein Mann wurde am Donnerstagmorgen im Potsdamer Stadtteil Babelsberg gesehen, wie er sich selbst befriedigte. Die Mitarbeiterin einer Tankstelle informierte die Polizei. Beamte fassten später den 41-Jährigen. Der Mann wurde in eine Fachklinik eingewiesen.

26.04.2019