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Polizei Löwen nach Ausbruch wieder zurück im Gehege
Lokales Polizei Löwen nach Ausbruch wieder zurück im Gehege
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15:03 06.07.2016
Das ausgebüxte Tier konnte mit einem gezielten Schuss betäubt und dann wieder ins Gehege zurückgebracht werden.
Das ausgebüxte Tier konnte mit einem gezielten Schuss betäubt und dann wieder ins Gehege zurückgebracht werden. Quelle: Julian Stähle
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Baruth/Mark

Aufregung im Tierpark Johannismühle in Baruth/Mark. Dort ist es am Mittwochmorgen zwei Löwen gelungen, aus ihrem Gehege auszubrechen. Der Tierpark mit 100 Besuchern musste evakuiert werden. Die Anlage wurde komplett abgeriegelt. Nach Angaben eines Polizeisprechers lief die Evakuierung problemlos und ohne Verletzte. Besucher waren nicht in Gefahr.

Polizei rückte mit Großaufgebot aus

Auch Tierpark-Eigentümer Jörg Stubbe bestätigt: „Es bestand zu keiner Zeit eine Gefahr für die Besucher.“ Das Löwengehege habe mehrere Sicherheitszonen. Die Raubtiere hätten die erste Zone verlassen und die zweite Sicherheitszone erreicht. Der Löwe blieb dort, während die Löwin nach Polizeiangaben auch diesen Bereich überwinden konnte und sich in einem etwas größeren Bereich des Tierparks bewegte, aber auch dieser sei speziell gesichert. Dort hielten sich weder Besucher noch andere Tiere auf.

Die Polizei ist mit einem Großaufgebot von etwa zehn Wagen ausgerückt. Auch der Rettungsdienst und ein Gerätewagen der Baruther Feuerwehr waren vor Ort.

Die Polizei rückte mit einem Großaufgebot aus. Quelle: Stähle

Tierparkchef: „Wir beginnen sofort mit der Ursachensuche“

Gegen 11 Uhr hatte sich ein Mitarbeiter des Zoos bei der Polizei gemeldet. Bereits um 13 Uhr konnten die Einsatzkräfte Entwarnung geben. Laut Polizei ist ein Tier mit einem gezielten Schuss betäubt und dann ins Gehege zurückgetragen worden. Das andere Tier begab sich kurze Zeit später freiwillig zurück.

Wie die Tiere aus ihrem Gehege ausbrechen konnten, ist bislang nicht geklärt. „Wir beginnen sofort mit der Ursachensuche“, sagte Tierparkchef Stubbe der MAZ.

Quelle: Stähle

Im Tierpark Johannismühle leben 500 Tiere

Die beiden Löwen sind seit 2006 in Johannismühle. Sie waren zuvor Zirkustiere, die nun im Wildpark ihr Gnadenbrot bekommen. 500 Tiere aus etwa 50 verschiedenen Arten leben in Johannismühle. Neben Polarwölfen gibt es zwei Grauwölfe sowie Auerochsen, nachgezüchtete Koniks, eine osteuropäische Ponyrasse, mongolische Wildpferde, Luchse, Bären, Rot- und Muffelwild, Schwarzwild sowie diverse Greifvogelarten.

Peta kritisiert Wildtier-Haltung in Tierparks

Wenige Stunden nach dem Vorfall in Baruth äußerte sich die Tierschutzorganisation Peta. Sie kritisiert die Haltung von wilden Tieren in Zoos. „Löwen haben einen natürlichen Freiheitsdrang. Durch die artwidrige Haltung in viel zu kleinen Gehegen in Zoos und Parks nutzen die Großkatzen jede sich bietende Gelegenheit, ihrem Gefängnis zu entkommen“, sagte Peter Höffken, Wildtierexperte bei Peta. Weitere ähnliche gefährliche Situationen könnten nur dann verhindert werden, wenn die Tiere nicht eingesperrt werden. „Bestimmte Arten wie etwa Großkatzen stelle einen permanente Gefahr für Besucher und Zoopersonal dar. Sie müssen aus den Zoos verschwinden“, sagte Höffken.

Von MAZonline

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