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Polizei Mähdrescher steht bei Neuruppin in Flammen
Lokales Polizei Mähdrescher steht bei Neuruppin in Flammen
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20:58 25.06.2019
Ein Mähdrescher brennt am Dienstagabend auf einem Getreidefeld bei Neuruppin. Quelle: Kenneth Kastner
Stöffin

Um 20.02 Uhr am Dienstagabend geht die Unglücksmeldung bei der Polizei ein – doch da ist der Mähdrescher kaum noch zu retten. Auf einem Getreidefeld bei Neuruppin steht er lichterloh in Flammen.

Die tiefschwarze Rauchsäule steigt weit in den Himmel empor und ist auch viele Kilometer entfernt zu sehen. Der Brand hat sich offenbar in der Nähe des Neuruppiner Ortsteils Stöffin ereignet, nahe der Autobahnabfahrt Neuruppin Süd.

Die Rauchsäule an der A24 ist kilometerweit zu sehen. Die Feuerwehr hat Schwierigkeiten, die Unglücksstelle mitten in einem Getreidefeld zu erreichen. Quelle: Kenneth Kastner

Sofort werden Feuerwehren und Rettungskräfte alarmiert, doch die haben Schwierigkeiten, an den Brandort mitten auf einem Feld, keine hundert Meter von der A24 entfernt, vorzudringen. Das Getreide steht dort rund einen Meter hoch. Von der nächsten Straße bis zum Mähdrescher waren es mehrere hundert Meter.

Ein Fahrer des betroffenen Unternehmens versucht noch, sich der Unglücksstelle mit seinem Traktor zu nähern. Doch da war es schon zu spät, um noch eingreifen zu können.

Verletzt wurde bei dem Unglück niemand, sagt die Polizeisprecherin Ariane Feierbach auf Nachfrage. Der Fahrer der großen Maschine hatte sich rechtzeitig in Sicherheit bringen können.

Offenbar hatte er mehrere Glutnester auf dem abgerodeten Acker entdeckt und bei der Suche nach der Ursache festgestellt, dass die Erntemaschine Feuer gefangen hat.

Wie es zu dem Brand gekommen ist, war auch am Mittwoch noch unklar. Der Landwirt Harald Krumhoff aus Stöffin, zu dessen Betrieb der Mähdrescher gehörte, vermutet einen technischen Defekt. Möglicherweise war eine Leitung geplatzt, so dann brennbare Flüssigkeit auslaufen und sich am heißen Motor entzünden konnte.

Der Mähdrescher brannte komplett aus und ist nicht mehr zu reparieren. Harald Krumhoff schätzt den Schaden auf etwa 350 000 Euro, die Polizei schreibt von 400 000 Euro.

Die Feuerwehr war mit mehreren Fahrzeugen vor Ort und konnte mit einigem Aufwand verhindern, dass die Flammen auf das Feld übergriffen.

Dass Erntemaschinen in Flammen aufgehen kommt immer wieder vor. Ein Grund: Während der Getreideernte entsteht sehr viel feiner Staub aus Getreide- und Strohpartikeln, der sich in den Maschine festsetzt und sich leicht entzünden kann.

Harald Krumhoff geht davon aus, dass seinen Schaden die Versicherung begleichen wird. Die Getreideernte bei Stöffin geht mit einem anderen Mähdrescher weiter.

Von Katharina Kastner und Reyk Grunow

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