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Polizei Kinder feiern Richtfest für ihr neues Zuhause
Lokales Polizei Kinder feiern Richtfest für ihr neues Zuhause
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23:07 14.02.2019
Jette Joop und OB Mike Schubert sind mit Geschenken gekommen.
Jette Joop und OB Mike Schubert sind mit Geschenken gekommen. Quelle: Varvara Smirnova
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Potsdam

Er rückt immer näher. Und das schneller als die Beteiligten gedacht hätten: Der Tag, an dem die Kinder des Kinderheims Am Stern in ihr neues Zuhause ziehen können. Unterstützt haben den „Heimatstern“ auch die MAZ-Leser. Sie spendeten im Rahmen der Aktion „Sterntaler“ großzügig für die Anschaffung einer gemütlichen Wohnwand.

Gestern nun war Richtfest. Am Rednerpult stand auch Christian Schophaus, Bauherr und Vorsitzender des Deutschen Roten Kreuzes Potsdam. „Es ist unglaublich, wie schnell das alles geht“, sagte er. „Wenn ich überlege, dass wir vor nicht einmal einem Jahr, im März, in das Ausweichquartier umgezogen sind und jetzt schon hier Richtfest feiern, das beeindruckt mich.“ Das konnten sich natürlich auch die künftigen Bewohner nicht entgehen lassen. Die Kinder liefen umher und strahlten. „Ich freue mich am meisten auf mein eigenes Zimmer“, sagte Ben (11). „Und auf das Spielzimmer.“

Er und die anderen Kinder haben mit den Architekten und Erziehern diskutiert, wie sie ihr neues Zuhause gestalten können. Viele Ideen der Kinder werden nun umgesetzt. „Wir durften überlegen, was spektakulär sein könnte“, erzählte die zwölf Jahre alte Felicia. „Und jetzt bekommen wir eine Dachterrasse und eine Kreidewand.“

Nach dem Abriss des alten Kinderheims entstehen auf dem Gelände nun vier neue Häuser. Sie sind über einen gemeinsamen Raum miteinander verbunden, das Dach können die Bewohner im Sommer zum Beispiel für Grillpartys nutzen.

Die beiden Potsdamer Architekten Christian Miethe und Robert Quehl freuen sich, den Kindern mit dem Neubau ein gemütliches neues Zuhause schaffen zu können.

Auch Heimleiter Thorsten Häcker (47) kann die Einweihung kaum erwarten. „Natürlich bin ich auch nervös“, gestand er beim Richtfest. „Es hängt hier so viel dran.“ In seiner Rede vor den Unterstützen und Beteiligten dankte vor allem den Erzieherinnen. „Wenn Sie sich vorstellen, Sie haben täglich neun Kinder zu versorgen und das allein erziehend, können Sie sich vorstellen, was meine Kolleginnen täglich leisten“, sagte er.

Häcker hat bereits genau vor Augen, wie das Leben in dem neuen Haus einmal aussehen wird. So schwebt ihm vor, das Haus auch für die gesamte Nachbarschaft zu öffnen. „Jedes Jahr wollen wir ein Nachbarschaftsfest veranstalten, damit alle mitbekommen, dass hier ganz normale und gesunde Kinder aufwachsen.“ Und er will einen Gemüsegarten anlegen, in dem die Kinder mit Senioren der Nachbarschaft gemeinsam gärtnern und buddeln können.

Von Annika Jensen