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Polizei Steinschlag stoppt voll besetzten Bus
Lokales Polizei Steinschlag stoppt voll besetzten Bus
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18:12 18.05.2015
Steinschlag zerstört Scheibe eines voll besetzten Busses im Berufsverkehr.
Steinschlag zerstört Scheibe eines voll besetzten Busses im Berufsverkehr. Quelle: MAZ
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Neuruppin

War das ein Schuss? Busfahrer Joachim Hesse hat nichts gehört. Er konzentriert sich im morgendlichen Berufsverkehr auf die Ampel und die entgegenkommenden Autos. Schließlich muss Hesse mit dem voll besetzten Bus gleich nach links in die Karl-Marx-Straße einbiegen. Doch an der Haltestelle macht ihn ein Fahrgast darauf aufmerksam, dass die Seitenscheibe direkt hinter dem Busfahrersitz gesplittert ist und dort nun ein rund ein Zentimeter großes Loch klafft.

„Ich habe nur ein Knacken gehört und dann gesehen, wie ein Stück Scheibe rausgefallen ist“, sagt Justin Alting. Der 17-Jährige aus Leddin bei Neustadt (Dosse) sitzt gestern direkt auf dem Platz gegenüber der zersplitterten Scheibe. Der Schüler will mit dem Bus wie immer zum Oberstufenzentrum in Neuruppin fahren. Doch an der Haltestelle Fehrbelliner Hof ist gestern erst einmal Endstation. Busfahrer Hesse hat sich die Scheibe angesehen und seine Zentrale informiert. Diese verständigt sofort die Polizei. Die Fahrgäste müssen aus- und in andere Busse umsteigen.

Die Ermittler können recht schnell Entwarnung geben. Vermutlich war es ein Steinschlag, der gestern früh gegen 7.45 Uhr den Bus der Linie 711 gestoppt hat. „In der Franz-Künstler-Straße sind Mitarbeiter des Bauhofes beim Rasenmähen“, sagt Polizeisprecherin Ariane Feierbach. „Da wird mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Stein hochgewirbelt und gegen den Bus geschleudert worden sein.“

Davon geht ebenfalls Ulrich Steffen, Chef der Busgesellschaft ORP, aus. „Wir haben einfach Pech gehabt.“ Den Mitarbeitern des Bauhofes macht Steffen keinen Vorwurf. „Die passen schon auf.“ Steffen sieht auch keine Alternative. „Fürs Rasenmähen kann ja schlecht die Straße gesperrt werden.“ Schließlich hat die Busgesellschaft angesichts der vielen Baustellen schon jetzt auf vielen Linien Mühe, den Fahrplan einzuhalten. Geschäftsführer Steffen sieht den Vorfall deshalb pragmatisch. „Wildschäden haben wir häufiger.“ Im Schnitt gibt es drei bis vier Unfälle pro Jahr zwischen Bussen und Wildtieren, wie Rehen, Dachs oder Damhirsch.

Der Schaden für die kaputte Scheibe beträgt etwa 1500 Euro.

Von Andreas Vogel

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