Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Polizei Zuwanderer öfter als Verdächtige in Polizei-Statistik
Lokales Polizei Zuwanderer öfter als Verdächtige in Polizei-Statistik
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:41 02.02.2017
Quelle: dpa
Berlin

Zuwanderer werden als Verdächtige in der neuen Kriminalstatistik der Berliner Polizei häufiger erfasst als Deutsche. Das gilt auch, wenn ausländerrechtliche Delikte wie illegale Einreise herausgerechnet werden und zugleich berücksichtigt wird, dass unter den Zuwanderern besonders viele jüngere Männer sind. Denn diese Gruppe hat generell eine erhöhte Kriminalitätsrate – egal welcher Herkunft.

Die Zahlen aus der bislang nicht veröffentlichten Kriminalitätsstatistik 2016 gehen aus einer Antwort des Senats auf eine Anfrage des FDP-Abgeordneten Marcel Luthe hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Aussagekraft von Kriminalitätsstatistiken sind umstritten

Demnach registrierte die Polizei 2016 in Berlin 9614 Verdächtige, die als „Zuwanderer“ definiert wurden: Asylbewerber, Kriegsflüchtlinge und Menschen im Duldungsstatus. Demgegenüber stehen insgesamt knapp 70.000 registrierte Zuwanderer. Rechnerisch wurden also rund 13 Prozent der Zuwanderer als Verdächtige erfasst. Für in Berlin gemeldete deutsche Staatsangehörige liegt die Zahl bei knapp 3 Prozent. Nimmt man als Vergleichsgröße zur Gruppe der Zuwanderer nur die jungen Männer unter 21 innerhalb der deutschen Bevölkerung kommt man auf etwa 6 Prozent Verdächtige.

Die Aussagekraft von Kriminalitätsstatistiken der Polizei ist umstritten. So erfasst sie etwa nur Verdächtige und keine verurteilten Täter. Auch die erhöhten Kriminalitätszahlen für „nichtdeutsche Tatverdächtige“ in diesen Statistiken sorgen immer wieder für Debatten. Manche Kriminalexperten und -wissenschaftler sehen dabei statistische Ungenauigkeiten und Verzerrungen.

Von dpa

Polizei Versuchter Mord in Berlin - Unbekannte zünden Obdachlosen an

Menschenverachtung statt Nächstenliebe: Auf einem U-Bahnhof in Berlin haben Unbekannte in der Weihnachtsnacht versucht, einen schlafenden Obdachlosen anzuzünden. Dank Videoüberwachung auf dem Bahnhof hofft die Polizei, die Täter schnell zu finden.

03.03.2018
Polizei Interview mit Medienwissenschaftler - U-Bahnhof-Attacke: Warum das Video so verstört

Inzwischen scheint klar, wer für den brutalen Angriff auf eine Frau in einer Berliner U-Bahn-Station verantwortlich ist. Gefunden wurde er nicht zuletzt wegen eines veröffentlichten Videos. Dieses ist binnen weniger Tage tausendfach geklickt worden. Ein Medienwissenschaftler erklärt, warum das Video so eine Wirkung erzielt hat.

15.12.2016

Ein Überfall auf die Perleberger Spielothek „Tivoli“ am 23. Januar dieses Jahres hält die Polizei nach wie vor in Atem. Nachdem die Ermittler bereits im RBB-Fernsehen den Fall geschildert haben und um Zeugenhinweise baten, kam am Mittwoch Staatsanwalt Benjamin Besson im ZDF-Magazin „Aktenzeichen XY ungelöst“ zu Wort.

02.02.2018