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Potsdam-Mittelmark 2. Stellvertreter für Wehrführung abgelehnt
Lokales Potsdam-Mittelmark 2. Stellvertreter für Wehrführung abgelehnt
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20:28 27.07.2017
Im Jahr 2016 rückten die Feuerwehren in der Gemeinde Schwielowsee zu insgesamt 178 Einsätzen aus. Quelle: Archiv/Julian Stähle
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Schwielowsee

In der Gemeinde Schwielowsee wird es vorerst keinen zweiten Stellvertreter für den Gemeindewehrführer Dennis Hartmann geben. Zur Unterstützung hatte die Gemeinde vorgeschlagen, einen weiteren Kameraden in der Wehrführung einzusetzen. Nach langer Diskussion in den Gremien, der Verwaltung und der Feuerwehr wurde dies aber schließlich abgelehnt. Nicht alle Ortswehren waren der Meinung, dass dies ein nötiger Schritt ist. Nach einem gemeinsamen Gespräch haben sich die Beteiligten einvernehmlich geeinigt, den zweiten Stellvertreter zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht festzulegen.

Dennis Hartmann ist indes für weitere sechs Jahre zum Gemeindewehrführer berufen worden. Jens Begeschke bleibt bis 2023 außerdem sein Stellvertreter. „Als Träger des Brandschutzes habe ich das Recht dazu, einen zweiten Stellvertreter vorzuschlagen“, sagte Bürgermeisterin Kerstin Hoppe (CDU). Dies ist in Rücksprache mit dem Kreisbrandmeister geschehen, der seine Empfehlung dafür gab. Die Geltower Ortswehr kritisierte, dass bei der Ausschreibung verschwiegen wurde, dass es einen zweiten Stellvertreter geben soll. „Dann hätten sich vielleicht auch noch andere Kameraden beworben. Wir haben an sich nichts gegen den Posten, aber wollen ein sauberes Verfahren. Die Kameraden haben sich übergangen gefühlt“, sagte Ortswehrführer Torsten Böttcher im Ortsbeirat dazu. Kerstin Hoppe wies die Kritik zurück und sagte, das Verfahren sei korrekt gelaufen.

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Gemeindewehrführung stellt Konzept zur Mitgliedergewinnung vor

Beworben hatten sich zum Vize-Gemeindewehrführer Jens Begeschke, Ricardo Höhn und Enrico Otterstein. Ortsvorsteher von Ferch und Vorsitzender der Gemeindevertretung, Roland Büchner (Bürgerbündnis), war enttäuscht über die Entscheidung. „Es ist nicht nachvollziehbar, dass die Position eines zweiten Stellvertreters als nicht notwendig eingeschätzt wird“, sagte er den Gemeindevertretern in der jüngsten Sitzung. Die Verwaltung habe nur versucht, die anfallende Arbeit in den Ortswehren auf die Gemeindewehrführung und zwei Stellvertreter zu verteilen. Er hofft, dass alle Kameraden in Zukunft gemeinsam über die Problematik reden und sich irgendwann auch für zwei Stellvertreter entscheiden. Die Bürgermeisterin betonte, dass die Gemeinde sehr zufrieden mit der Arbeit der Wehrführung ist, dass es aber leichter sei, die Aufgaben zu dritt zu erfüllen.

Aller Voraussicht nach wird die Gemeinde künftig mehr Geld in Lehrgänge, die Jugendfeuerwehr und in Führerscheine für die Kameraden stecken. Das ging als erstes Ergebnis aus dem Konzept zur Mitgliedergewinnung hervor, das die Gemeindewehrführung der Verwaltung vorgestellt hat. Auf der Wunschliste stehen ein Autoführerschein für einen Kameraden, zusätzliches Geld für den Verdienstausfall bei Lehrgängen, die Aufstockung des Budgets der Jugendfeuerwehr sowie die Anschaffung des Feuerlöschgerätes „Florian“ für die Jugendfeuerwehr.

Laut Kerstin Hoppe konnten sich das zuständige Sachgebiet und der Fachbereich Finanzen auf die Bereitstellung von Haushaltsmitteln verständigen. Die nächste Abstimmung innerhalb der Verwaltung steht im September an.

Von Luise Fröhlich

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