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Potsdam-Mittelmark 77-Jährige in Wusterwitz vom Zug erfasst
Lokales Potsdam-Mittelmark 77-Jährige in Wusterwitz vom Zug erfasst
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08:27 14.11.2014
Der Bahnübergang und die Bahnstrecke wurden gesperrt. Quelle: Volkmar Maloszyk
Wusterwitz

Eine 77-jährige Frau ist am Donnerstagmorgen in Wusterwitz bei Brandenburg/Havel vom Regionalexpress Berlin-Magdeburg erfasst und tödlich verletzt worden.

Die ältere Dame wollte die Gleise gegen 6.50 Uhr trotz roter Signalleuchte und geschlossener Halbschranken überqueren. Das sagte Hauptkommissar Christian Menz unter Berufung auf Zeugen. Der herannahende Lok-Führer konnte trotz Vollbremsung nicht mehr stoppen. Die Frau sei etwa 25 Meter mitgeschleift worden. Für sie kam jede Hilfe zu spät. Der Notarzt konnte nur noch den Tod der Frau feststellen. Der unter Schock stehende Lokführer und seine Zugbegleiterin wurden von Seelsorgern betreut.

An der Unglücksstelle waren außerdem Bundes- und Landespolizei, Kripo und die Wusterwitzer Feuerwehr zugegen. Wie ein Notfallmanager der Deutschen Bahn sagte, befand sich der aus Brandenburg kommende Regionalexpress RE1 auf Leerfahrt und sollte in Wusterwitz in Richtung Frankfurt (Oder) eingesetzt werden. Der Bahnhof war nach dem Unglück bis ca. 9.40 Uhr gesperrt. Zwischen Genthin und Brandenburg wurde ein Schienenersatzverkehr eingesetzt. Der Fernreise- und Güterverkehr wurde weiträumig umgeleitet. Wer im Ort vom Bahnhof zum Dorf wollte, musste eine zwei Kilometer lange Umleitung nehmen.

Die Unfallstelle in Wusterwitz. Quelle: Volkmar Maloszyk

Im Wusterwitz sprach sich der der tödliche Unfall herum wie ein Lauffeuer. In den Geschäften war er am Donnerstag Thema Nummer eins. Jeder machte sich Gedanken, denn es kommt hier beinahe täglich vor, dass Leute auf den letzten Drücker über diesen Bahnübergang huschen. Viele, weil sie noch schnell zum Zug wollen. Rote Signale und sich schließende Schranken werden dabei missachtet. Nicht nur von Fußgängern, auch von Radlern und Autofahrern. Ganz Wagemutige nehmen die direkte Abkürzung über die Gleise zu den Bahnsteigen. Wegen der Beinahe-Unfälle hatte es bereits mehrfach Polizeikontrollen gegeben.

Um den Weg für Pendler zu Bahnsteigen kürzer und sicherer zu machen, plädieren viele Wusterwitzer schon lange für einen Brückenübergang. Dies wäre auch aus Sicht von Bürgermeister Ronald Melchert und Amtschefin Gudrun Liebener eine Alternative, die wieder Gespräche mit der Bahn aufnehmen wollen und sonst nur an die Bürger appellieren können. Eine Untertunnelung wurde vor Jahren von der Bahn aus Kostengründen abgelehnt.

„Schade, dass sich meine Bedenken derart realisieren mussten“, schreibt Steffen Schimke, der „tieftraurig und stinksauer“ sei. „Ich hoffe, nun ist endlich jemand bereit, wirklich etwas für die Sicherheit Schranke zu tun“, so Schimke, der vor Jahren ehrenamtlicher Bahnscout war. Wegen der Umleitung sorgten sich etliche Eltern, ob ihre Kinder wohlbehalten Hort und Schule erreichten. In den Wusterwitzer Klassen gab es wegen des Unglücks gesonderte Belehrungen.

Ob es sich es sich um einen Unfall oder Suizid handelte, war laut Polizeisprecherin Jana Birnbaum gestern noch unklar. Nach MAZ-Recherchen deutet vieles auf einen Unfall hin, denn die aus Warchau stammende 77-Jährige wurde im Ort als verwirrt wahrgenommen.

Von Claudia Nack

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