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Potsdam-Mittelmark Darum fällt der Ackerlauf dieses Jahr aus
Lokales Potsdam-Mittelmark Darum fällt der Ackerlauf dieses Jahr aus
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16:50 09.07.2018
Mitorganisator Michael Fröhlich Quelle: Eva Loth
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Reetzerhütten

Der Ackerlauf war Anfang Juli ein Publikumsmagnet. Doch in diesem Jahr wird es diese Veranstaltung Ackerlauf in Reetzerhütten nicht geben. Michael Fröhlich vom Organisationsteam gibt Auskunft, warum der Gummistiefel-Wettlauf über Strohballen und durch Wassergräben abgesagt ist.

Was ist der Grund für die Absage des Spektakels?

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Michael Fröhlich: Es sind organisatorische Gründe – besser gesagt: finanzielle. In den vergangenen zehn Jahren hatte ein Sponsor uns das Stroh für die Piste und Hindernisse sozusagen jeweils für Speis und Trank geliefert. Diese Leistung ist jetzt weggebrochen. Wir haben uns erkundigt, wie viel Geld wir für das notwendige Stroh hätten bezahlen müssen – so viel können wir nicht aufbringen. Zumal sich die Preise gerade aufgrund der schlechten Ernte in diesem Jahr auch noch ziemlich verteuert haben.

Hätte man dem nicht entgegenwirken können mit der Erhebung eines geringen Eintrittspreises?

Das wollten wir ausdrücklich nicht. Auch eine Spendenbox wäre keine Alternative, weil die Einnahmen ja nicht kalkulierbar sind.

Was sagen die Fans dazu, dass es keinen Ackerlauf gibt?

Sowohl die potenziellen Teilnehmer als auch das treue Publikum sind natürlich traurig, denn alle waren schon ganz heiß darauf, dabei zu sein. Schon am nächsten Tag nach dem Ackerlauf im vergangenen Jahr hatten wir bereits 31 Anmeldungen. Deshalb ist die schmerzlich getroffene Entscheidung für sie sicher eine besondere Enttäuschung.

Gäbe es denn genug Helfer?

An Unterstützung mit Rat und Tat liegt es wirklich nicht. Da haben wir im Familien- und Freundeskreis und darüber hinaus genug Freiwillige, die gern mitmachen. Selbst die Ortsfeuerwehr hat ihre Kooperation angeboten, falls Funkgeräte oder Ähnliches benötigt werden. Aber für einige Dinge braucht es halt auch immer einen Verein, der hinter der Veranstaltung steht. Bisher steht immer der Kreissportbund Potsdam-Mittelmark zur Seite. Hinzu kommen Kosten für Gema und auch das Wasser, das wir beim Lauf verbrauchen. Dazu mussten wir zum Wasserversorgungsverband „Hoher Fläming“ und dort ein Standrohr holen, was uns 300 Euro Kaution gekostet hat.

Was passiert nun in diesem Sommer – ein Videoabend mit Impressionen der vergangenen zehn Ackerläufe?

Die Idee hatten wir auch schon. Aber dieses Jahr wird das noch nichts. Erst müssen die Aufnahmen gesichtet und Videos zusammengeschnitten werden. Da hat sich einiges angesammelt. Aber geplant ist so eine Veranstaltung in Zukunft auf jeden Fall.

Wird es denn im kommenden Jahr einen Ackerlauf geben?

Das ist unser Wille und nach der Atempause geht es bestimmt wieder „volles Rohr“ los. Außerdem wartet der Wiesenburger Bürgermeister Marco Beckendorf gewiss auf die Chancen zur Revanche im Duell mit Reetzerhüttens Ortsvorsteher Klaus-Peter Klenke.

Von Eva Loth