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Potsdam-Mittelmark Reckahn: Adventsmarkt im Gewölbekeller
Lokales Potsdam-Mittelmark Reckahn: Adventsmarkt im Gewölbekeller
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17:42 10.12.2018
Doris Noack aus Briest zeigte am Spinnrad alte Handarbeitskunst. Quelle: Christine Lummert
Reckahn

Endlich mal ein Weihnachtsmarkt bei dem sich keiner nasse Füße holen musste. Von einem Winterwunderland war zwar auch der Park und das Schloss in Reckahn noch weit entfernt. Immer wieder prasselte am zweiten Adventssonntag der Regen nieder. Die Besucher konnten ihre Schirme trotzdem geschlossen lassen. Der Weg führte einfach die Freitreppe hinauf in die gemütliche Atmosphäre des Herrenhauses. 

Mit seinem Ambiente kann der Adventsmarkt im Reckahner Schloss bei den Standbetreibern und den Besuchern punkten. Vor Wind und Wetter geschützt gab es viel Handarbeitskunst zu entdecken.

Erster Anlaufpunkt für alle Eltern und Großeltern war der Konzertsaal. Zur Tradition gehört es, dass sich die Kinder der Reckahner Kita Sonnenschein mit einem weihnachtlichen Auftritt am Programm des Adventsmarktes beteiligen. Dicht gedrängt lauschte das Publikum nicht nur den enthusiastisch vorgetragenen Liedern der Mädchen und Jungen, sondern amüsierte sich auch über die Schauspielkünste ihres Nachwuchses. Rumpelstilzchen wurde geboten, komplett mit selbst gemachten Kulissen und Requisiten.

Für den gelungenen Auftritt konnten sich die Kinder zwei Etagen tiefer im Gewölbekeller belohnen lassen. Die Veranstalter vom Förderverein Historisches Reckahn, die für das alljährliche Großereignis mit der Brandenburger Bank kooperieren, hatten extra eine Bastelecke für die Kleinsten eingerichtet. Wer neben Weihnachtsternen aus Eisstielen noch andere Handarbeitskunst an seinem Christbaum haben wollte, drehte eine Runde durch den verwinkelten Kellerräume.

Alle Standbetreiber kamen aus der Region und hatten vor allem viel Handgemachtes im Angebot. Keramik und Schmuckstücke, Wollsocken und Filzpantoffeln, Kerzen und süßer Honig. Wer noch auf der Suche nach Geschenken war, wurde in jedem Fall fündig.

Seit den Anfängen ist Doris Noack aus Briest beim Reckahner Adventsmarkt dabei. „Es ist der einzige Weihnachtsmarkt zu dem mit meinen Filzarbeiten komme, weil die Atmosphäre hier einfach einmalig ist“, sagte Noack. Ihr Spinnrad hatte sie auch mitgebracht und zeigte den interessierten Besuchern, wie aus Schafwolle ein Knäuel zum Sockenstricken wird. Noack ist mit vielen ihrer tierischen Wollspender auch persönlich bekannt.

„Die Wolle, die ich jetzt verspinne, kommt zum Beispiel vom Merino-Schaf Anita.“ Zum ersten Mal waren Milene Willmann, Johanna Leetz und Enya Gleisenring in Reckahn dabei. Die drei Teenager basteln zu Hause leidenschaftlich gerne verschiedenste Dekorationsgegenstände. Fröbelsterne und Krippenfiguren, Weihnachtskugeln und Lichterspiele aller Art waren zu bestaunen.

Um Kaffee und Kuchen kümmerte sich die Landfrauengruppe aus Reckahn. Kinderpunsch und Glühwein gab es nicht nur im Gewölbekeller, sondern auch auf dem Platz vor dem Schloss.

In den Regenpausen versammelten sich das Publikum um die große Feuerschale, kostete Wildbratwurst und Fischsuppe. Als der Adventsmarkt zu Ende ging, zogen viele Besucher in die Barockkirche, um dort einem weihnachtlichen Konzert mit dem Brandenburger Volkschor zu lauschen.

Von Christine Lummert

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