Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam-Mittelmark Aldi zieht auf den Rathausmarkt
Lokales Potsdam-Mittelmark Aldi zieht auf den Rathausmarkt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
01:16 15.02.2019
In das Ladenlokal mit den Säulen davor wird der Discounter auf dem Kleinmachnower Rathausmarkt einziehen. Quelle: Konstanze Kobel-Höller
Kleinmachnow

Das Warten hat ein Ende: Schon in wenigen Wochen soll die leerstehende Ladenfläche auf dem Kleinmachnower Rathausmarkt, in dem früher ein Penny-Supermarkt das Angebot der übrigen Läden auf dem Platz ergänzt hat, wieder bewirtschaftet werden. Der neue Mieter: der Discounter Aldi. Was seit mehreren Monaten bereits als Gerücht durch den Ort ging, hat sich damit jetzt bestätigt. „Schon seit langem, eigentlich seit der Wendezeit, haben wir einen Standort in Kleinmachnow gesucht“, sagt Jörg Michalek, Geschäftsführer von Aldi Großbeeren. „Wegen der dichten Bebauung war das aber schwierig. Jetzt haben wir endlich einen gefunden – wenn es auch ein Kompromiss ist.“

Eigentlich hätte man gerne 1300 Quadratmeter als Grundfläche, wie etwa beim Musterbeispiel in der Potsdamer Straße in Teltow. Das neue Ladenlokal bietet aber nur knapp 800 Quadratmeter, so Michalek. Die zusätzliche Fläche sei nötig, um die Frischebereiche, die Backwaren oder das Fleisch optimal darzustellen oder breite Gänge zu ermöglichen, erklärt der 54-Jährige. Doch ab 1. März ist der Discounter nun Mieter des Ladenlokals, dann wird er beginnen, sein eigenes Aldi-Nord-Instore-Konzept umzusetzen und damit auch etwa zehn neue Vollzeit-Arbeitsplätze schaffen. Die Eröffnung ist rund um den 1. April geplant. „Das hängt von möglicherweise versteckten Mängeln ab“, ist Michalek vorsichtig. Er versichert aber, dass niemand das Ereignis verpassen wird: „Es wird Gewinnspiele geben, ein Event, und wir werden mit Faltblättern als Postwurfsendungen an die Haushalte dafür werben.“ Die Kleinmachnowerin Julia Clevorn (46), Mutter dreier Kinder, freut sich jedenfalls schon auf den neuen Markt, hätte aber gern mehravon: „Ich finde das gut – schade nur, dass er sehr klein wird.“

Vor der Konkurrenz auf dem Platz fürchtet sich Michalek jedenfalls nicht: „Wir sind selbstbewusst“, sagt Michalek. „80 Prozent der Deutschen sind unsere Kunden, das ist sicher in Kleinmachnow auch so“, ist er überzeugt. Die müssen dann einfach keine Umwege mehr fahren. „Wir freuen uns auf Kleinmachnow und erwarten uns regen Zuspruch. Die Konkurrenz schreckt uns nicht ab.“ Generell freuen sich die anderen Anbieter schon auf ihren neuen Mitbewerber. Robert Maschewski von der Interessensgemeinschaft Rathausmarkt: „Wir sind sehr froh, dass ein so namhafter Discounter einzieht. Wir rechnen mit einem regen Zulauf, auch für die anderen Gewerbetreibenden. Wir haben ja einen nicht unerheblichen Leerstand.“ Man sei froh, dass es nun doch nicht der dritte Bioladen geworden sei, der auch im Gespräch gewesen sei: „Zwei reichen in dieser Größenordnung wirklich aus.“ Auch in der Gemeinde Kleinmachnow ist man zufrieden: „Wir als Gemeinde begrüßen das und freuen uns über die weitere Belebung des Rathausmarktes“, erklärt Vize-Bürgermeister Hartmut Piecha,

Die größte Konkurrenz auf dem Platz ist Edeka, direkt neben dem Eingang des Rathauses. Die Lebensmittelkette hatte erst vor einem Jahr die ehemaligen Geschäftsflächen von Innova übernommen und einen großen Umbau in Höhe eines mittleren einstelligen Millionenbetrages angekündigt. Insgesamt 2500 Quadratmeter soll das künftige Edeka-Center am Ende haben, das ein größeres Sortiment vor allem im Frischebereich und an den Bedientheken, aber auch bei nationalen und internationalen Spezialitäten sowie Produkten aus der Region aufweist als ein normaler Markt. Der Umbau, durch den auch 30 bis 35 neue Arbeitsplätze entstehen sollten, sollte bei laufendem Betrieb durchgeführt werden, die Fertigstellung ist für dieses Frühjahr angekündigt. Auf Anfrage der MAZ hieß es von Edeka dazu am Dienstag: „Die Planung, ein Edeka Center in Kleinmachnow zu eröffnen, bleibt unverändert. Allerdings ist die Realisierung eines solchen Vorhabens in einem Bestandsobjekt immer aufwendigere als in einem Neubau.“ Zu einem exakten Zeitplan könne daher im Moment noch keine Aussage getroffen werden, so die Edeka-Information.

Von Konstanze Kobel-Höller

Ein fabrikneuer MAN-Lastwagen ist seit dieser Woche das stärkste Fahrzeug im Fuhrpark des Baubetriebshofs. Die 240 000 Euro teure Anschaffung soll die Multicar-Flotte entlasten.

12.02.2019

Justin Lehmann-Friese ist auf dem Weg zum Musicaldarsteller. Mit der ersten eigenen Produktion ist er jetzt einmalig in Lehnin zu sehen. Danach startet sein Job am „Theater des Westens“ in Berlin.

11.02.2019

Auch der einstige Standortübungsplatz Fohrde ist jetzt Wolfsland. Das belegen Aufnahmen, die Wildtierfotograf Björn Bleiß präsentiert. Aus einem Tier könnte bald ein Rudel werden.

11.02.2019