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Potsdam-Mittelmark Arbeitslosenquote im Fläming liegt bei 8 Prozent
Lokales Potsdam-Mittelmark Arbeitslosenquote im Fläming liegt bei 8 Prozent
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14:57 28.02.2018
Marko Wilke, Leiter der Arbeitsagentur-Geschäftsstelle Bad Belzig, verzeichnet schon wieder Personalbedarf in hiesigen Unternehmen. Quelle: René Gaffron
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Bad Belzig

Väterchen Frost lässt im Hohen Fläming nach wie vor auf sich warten. Dennoch herrscht auf dem lokalen Arbeitsmarkt vorerst etwas Winterruhe.

Demzufolge waren im Januar hierzulande 1674 Erwerbsfähige ohne feste Beschäftigung. Das sind 117 mehr als Ende 2017. „Die Quote hat sich damit zwar von 7,5 Prozent auf 8,0 Prozent erhöht, was allerdings für den ersten Monat des Jahres erneut einen historischen Tiefstwert darstellt“, sagt Marko Wilke. Zur gleichen Zeit im vergangenen Jahr schlugen noch 8,7 Prozent zu Buche, so der Leiter der Arbeitsagentur-Geschäftsstelle in Bad Belzig.

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Er hat am Mittwoch Vormittag die hiesige Statistik vorgestellt. Sie liegt im allgemeinen Trend. Im Land Brandenburg ist die Quote sogar deutlicher – um 1,0 Prozentpunkte auf nunmehr 7,2 Prozent – gestiegen.

Vor allem das Ende zahlreicher befristeter Arbeitsverhältnisse, die derzeit in aller Munde sind, zeigt zum Jahreswechsel durchaus seine Wirkung. Daneben sind in vielen witterungsabhängigen Branchen die Restarbeiten erledigt und so wird zumindest bei einigen Unternehmen für die kalte Jahreszeit lange geplante Pause tatsächlich eingelegt. Gleichwohl registriert die Behörde im Vergleich zum Vorjahr durchaus weniger Zu- und mehr Abgänge aus ihrer Kartei, was die allgemein positive Entwicklung unterstreicht. Der Ausblick lässt ebenfalls Optimismus zu. Nach wie vor haben Unternehmen aus dem Baugewerbe sowie Garten- und Landschaftsbau ihren Personalbedarf gemeldet. „Neben den derzeit 293 unbesetzten Stellen sind schon die ersten Offerten der Spargelhöfe im Raum Beelitz zu verzeichnen“, berichtet Marko Wilke.

Nicht zuletzt wird darauf hingearbeitet, die Erwerbslosen der Nachfrage entsprechend zu qualifizieren. Dafür braucht es heutzutage in der Regel sehr individuelle Unterstützung statt einer groß angelegten Bildungs- oder Beschäftigungskampagne. Erzieher, aber auch Pflegekräfte und Kraftfahrer wie eh und je sind besonders gefragt. Mitunter braucht es einen Stapler-Führerschein oder Staplerpass und jemand kommt wieder in der Gegend unter, lautet die Erfahrung. Kostenfreie Trainings, spezielle Unterstützung bei der Arbeitsnehmerintegration und Eingliederungszuschüsse kann die Agentur-Geschäftsstelle den Arbeitgebern bieten. Förderung gibt es mithin für die 187 Ausländer, deren Vermittlung als Herausforderung für 2018 fortbesteht.

Von René Gaffron