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Potsdam-Mittelmark Auenländer bringen Leben ins neue Viertel
Lokales Potsdam-Mittelmark Auenländer bringen Leben ins neue Viertel
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16:52 26.04.2018
Ab sofort verstärkt Louis Humke das Team als Azubi. Franziska Hollatz lernte ihn bei Events kennen. Quelle: Gianna Meier
Werder

Ihnen gehört die Zukunft. Das galt zumindest für den Festumzug durch Werder, bei dem die Auenländer mit mehr als 50 Leuten das Abschlussbild gestaltet haben. Der große rote Truck, die Seifenblasen, Luftballons und das bunte Banner mit den Gymnasiasten, die sich zu einer gigantischen 700 aufgestellt haben, sind vielen Zuschauern am Straßenrand im Kopf geblieben. Dahinter steckt die Veranstaltungsagentur „Auenländer“, die sich seit fünf Jahren in der jüngsten Werderaner Siedlung behauptet. Das kleine Team um die Chefs Franziska Hollatz (37) und Martin Hentschel (40) ist aus der Schaltzentrale der Havelauen in der Mielestraße, in denen die Unternehmer sitzen, die das Bauland entwickelt und nach vorn gebracht haben, nicht mehr wegzudenken. Denn die „Auenländer“ haben dem Viertel Leben eingehaucht und dessen Bewohner näher zusammenrücken lassen.

Beim Havelauenfest sind die Straßen des Viertels rund um die Marina und die Promenade bevölkert, hauptsächlich von Familien mit Kindern. Quelle: Gianna Meier

Obwohl sie selbst aus Potsdam stammt und auch noch dort lebt, fühlt sich Franziska Hollatz als halbe Werderanerin, wie sie sagt. Seit 16 Jahren organisiert und leitet die Diplombetriebswirtin und Veranstaltungskauffrau Events, zuerst in Potsdam, jetzt in der Blütenstadt. Die „Auenländer“ sind aus einer Idee von Klaus-Peter Meißner, Geschäftsführer der Havelauen Projektgesellschaft (HPG) und Uwe Brühl, ehemaliger Chef der Firma Trax, heraus entstanden. „Es gab ein kleines Straßenfest von den Ureinwohnern der Havelauen und die beiden dachten, dass man das sammeln und ein richtiges Fest draus machen könnte“, erinnert sich Franziska Hollatz.

Erfolg des Havelauenfestes hat sich rumgesprochen

Viele Unternehmer, die am Aufbau der Havelauen beteiligt waren, haben auch das erste große Stadtteilfest unterstützt und sind teilweise noch immer dabei. Für den Auftakt rechnete die Agentur mit höchstens 300 Gästen. 2000 bis 3000 kamen. „Das erste Fest hat große Wellen geschlagen. Zuerst hat sich niemand darum gerissen, dabei zu sein. Jetzt ist das anders“, sagt Franziska Hollatz. 2013 feierten sie das erste Havelauenfest. Zusammen mit zahlreichen Firmen und Vereinen hat es sich zu einem Event für Familien und einer Tradition entwickelt. Das Bühnenprogramm bestreiten unter anderem die Tanzschule Vizavi, der Karnevalsclub Werder, der Verein Traumfänger oder die Cheerleader. Radio Potsdam übernimmt die Moderation. Vor vier Jahren wurde das Portfolio der „Auenländer“ um den Promenadenzauber im Advent erweitert. Mittlerweile strömen ebenfalls bis zu 3000 Werderaner und Gäste zum Eisstockschießen, Weihnachtsbasteln und Naschen von Baumstriezeln.

Gemütlichkeit wird beim Promenadenzauber im Advent groß geschrieben. Quelle: Tom Klement

Durch die Veranstaltungen haben Franziska Hollatz und ihr Team Werder und die Vereine gut kennengelernt. Gemeinsam mit den Havelauen sind sie gewachsen und tüfteln derzeit Ideen für weitere Veranstaltungen aus. „Es gibt noch sehr viel Potenzial im Bereich Kultur und auch viel Interesse“, sagt sie und denkt dabei an Veranstaltungen wie „Klassik in den Havelauen“ oder die „Bluesnight“ zurück. „Uns geht es nicht darum, den schnellsten Weg zu finden. Uns ist es wichtig, etwas mit Herz zu bieten, das auch inhaltlichen Mehrwert hat“, erklärt Franziska Hollatz. Beim Weihnachtsmarkt steht beispielsweise Gemütlichkeit im Vordergrund. „Wir wollen uns absetzen von den klassischen Märkten und es funktioniert, denn sogar Potsdamer kommen schon raus zu uns“, so Franziska Hollatz weiter.

Drei Standbeine

Öffentliche Events wie das Havel­auenfest, der Promenadenzauber oder das Osterfeuer sind nur ein Standbein der Agentur. In diesem Bereich sind die „Auenländer“ auch in Stahnsdorf und Teltow tätig. Mit Firmenfeiern verdient das Team sein täglich Brot. Dort agieren sie nicht als Veranstalter, sondern als Dienstleister. So ist es auch bei privaten Feiern als drittem Standbein. Ein Highlight im Programm des vorigen Jahres war die Rückkehr des Brandenburger Shantychor-Festivals nach Werder ein Tag nach dem Havelauenfest (MAZ berichtete). Die Sänger hatten 2014 ihren Auftakt in Werder gegeben und kamen im Jubiläumsjahr der Stadt zurück zu ihren Wurzeln. Bei der 700-Jahr-Feier waren die „Auenländer“ übrigens nicht nur Teil des Festumzugs, sondern auch zuständig für das Leporello mit Erklärungen zu den einzelnen Bildern – unter dem Motto: „Gemeinsam aus und für Werder“.

Treue Unterstützer aus der Nachbarschaft

Teilweise von Beginn an unterstützen unter anderem Partner wie die Firma KaHaBe (Projekt- und Bauberatung), die Unternehmsgruppe Management Capital Group (MCG), Straßen- und Landschafts-Bau Werder, Bonava, Firma Plamann oder das Bauunternehmen Frey die Auenländer und ihre Veranstaltungen.

Die ersten Termine für dieses Jahr stehen bereits fest: Los geht es mit dem Osterfeuer am 29. März. Anschließend steht das Havelauenfest am 16. Juni auf dem Plan.

Von Luise Fröhlich

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