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Potsdam-Mittelmark Auferstehungsgemeinde packt die Koffer
Lokales Potsdam-Mittelmark Auferstehungsgemeinde packt die Koffer
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17:35 14.01.2018
Beim Neujahrsempfang informierte Pfarrer Jürgen Duschka (hinten) auch über den bevorstehenden Umzug ins neue Gemeindehaus. Quelle: Foto: K. Kobel-Höller
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Kleinmachnow

BER lässt grüßen – in Kleinmachnow nicht“, scherzte Pfarrer Jürgen Duschka beim Neujahrsempfang der Kleinmachnower evangelischen Auferstehungsgemeinde vor vollem Haus. Er hat leicht lachen: „Sein“ neues Gemeindehaus ist fast fertig: „Es fehlen nur das Verfliesen der Bodenplatten im Kirchsaal und ein paar Kleinigkeiten“, berichtete er. „So langsam müssen wir von hier Abschied nehmen.“ Damit meinte Duschka den Kirchsaal am Jägerstieg, den die Kirchengemeinde seit 1955 nutzt.

Das Ausräumen habe schon begonnen, vor dem Gebäude steht bereits der zweite volle Container, und wenn sich demnächst der Kirchenrat zu seiner jährlichen Klausur trifft, werde er auch über einen Namen für das neue Gebäude beraten, so Duschka. Dass die Eröffnung des Gemeindehauses am Zehlendorfer Damm, direkt neben der alten Dorfkirche, genau am Ostersonntag stattfindet wird, ist kein Zufall: Auch die Räume am Jägerstieg wurden seinerzeit zu Ostern eingeweiht: „Es ist zwar ein Neuanfang, aber wir wollen auch die Geschichte nicht vergessen. Wir möchten ja keine neue Gemeinde gründen, sondern mit allen Erinnerungen umziehen und uns dort zukunftsweisend weiterentwickeln“, betonte der Pfarrer. Bürgermeister Michael Grubert (SPD) wagte bereits einen Blick in die Zukunft und erwähnte, dass die Gemeinde Kleinmachnows mit dem Umzug natürlich auch über die Nachnutzung der Kirchenräume nachdenkt, die Kleinmachnow bereits erworben hat. Er träume nach wie vor von einem „grünen Band“, erklärte Grubert. „Aber es wird spannende Diskussionen geben.“

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Pfarrerin Elke Rosenthal freut sich, dass die erste Predigt im neuen Saal – bei der Kirchweih – der Bischof halten wird. 400 Menschen finden in dem Raum Platz. Zunächst sollen indes noch 200 Papphocker, die beim Kirchentag erworben wurden, als Sitzmöglichkeiten dienen. Nach und nach sollen diese durch Stühle ersetzt werden, für die seit dem dritten Adventssonntag eine Spendenaktion läuft: 100 Euro kostet ein Stuhl. Unterstützer könnten aber auch nur eine Lehne, ein Bein oder ein Sitzkissen spenden, so Rosenthal. Bis zum Neujahrsempfang seien bereits 64,8 Stühle finanziert worden. Der aktuelle Stand könne auf der Homepage der Kirchengemeinde eingesehen werden.

Ein weiteres Projekt hat Ende des vergangenen Jahres einen großen Schritt genommen: War noch beim Neujahrsempfang 2017 verkündet worden, dass die für den Kauf der „alten Schule“ am Zehlendorfer Damm nötigen 250 000 Euro nun tatsächlich aufgebracht wurden, so konnten im November das Grundstück und damit auch das Gebäude als Sondervermögen der Stiftung ins Grundbuch eingetragen werden: „Damit wurde erreicht, dass sie nicht verkauft werden kann und geschützt ist“, so Uwe Jaspert, Vorsitzender der Stiftung „Kirche und Kultur im alten Dorf“. Der Zustand von Garten und Haus würden allerdings weitere Investitionen erfordern, ergänzte er.

Von Konstanze Kobel-Höller

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