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Potsdam-Mittelmark Vier Inseln in der neuen Ortsdurchfahrt
Lokales Potsdam-Mittelmark Vier Inseln in der neuen Ortsdurchfahrt
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20:01 28.03.2018
Nächstes Jahr soll die Ortsdurchfahrt in Brück-Gömnigk saniert werden. Dann wird auch die Ableitung von Regenwasser geregelt.
Nächstes Jahr soll die Ortsdurchfahrt in Brück-Gömnigk saniert werden. Dann wird auch die Ableitung von Regenwasser geregelt. Quelle: T. Wachs
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Brück

Jetzt muss es schnell gehen. Der Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg (LSB) erwartet umgehend eine Zuarbeit der Stadt Brück für den nun konkret geplanten Ausbau der Ortsdurchfahrt in Brück-Gömnigk. „Wir würden dort gerne im nächsten Jahr mit den Arbeiten an der Bundesstraße 246 beginnen“, sagte Joachim Schlinger von Landesbetrieb am Mittwochabend im Ausschuss für Infrastruktur, Stadt- und regionale Entwicklung. „Dazu benötigen wir aber Hinweise der Stadt, wie sie sich den Ausbau der Seitenbereiche vorstellt“, so Schlinger. Denn die Gestaltung der Gehwege sowie der Parkbuchten und Grundstückszufahrten liegt in Regie der Stadt. Sie muss dafür auch die Kosten von rund 260.000 Euro tragen. Doch kann sie diese weitgehend auf die Besitzer anliegender Grundstücke umlegen. „Auch können sie Fördergeld beantragen, was sicher schon erfolgen könnte“, sagte der LSB-Mitarbeiter gegenüber Abgeordneten und Bauamtsleiterin Marion Jahn.

Vorgesehen haben die Planer des für den LSB tätigen Potsdamer Ingenierbüros Haßmann & Kaula für die neue Ortsdurchfahrt zunächst maximal 29 Parkbuchten sowie vier Mittelinseln. Die erste soll am Ortseingang aus Richtung Neschholz entstehen. 400 Meter weiter ins Dorf hinein ist die zweite vorgesehen. Sie soll in beiden Richtungen zugleich als Haltepunkt für Busse gestaltet werden. Bislang fehlen normgerechte Bushaltestellen im Ort. Die dritte Verkehrsinsel ist in Höhe der Kirche und die vierte am Buswendeplatz vor dem künftigen neuen Gerätehaus der Feuerwehr vorgesehen. Ingesamt sollen die Einengungen und Verschwenkungen der Fahrbahn dazu dienen, das Tempo auf der Ortsdurchfahrt zu reduzieren. „Derzeit verleitet die breite und geradlinige Straße dazu, schneller als erlaubt zu fahren“, sagte Christian Kaula vom Planungsbüro.

Für Radfahrer wird es keinen eigenen Weg sondern einen mit Markierungen ausgewiesenen Streifen auf der Fahrbahn geben. „Somit werden Radler als gleichberechtigte Verkehrsteilnehmer besser wahrgenommen“, sagte Joachim Schlinger. Nicht möglich sein werde diese Variante jedoch zwischen dem Bushalteplatz an der denkmalgeschützten Eiche und den Planebrücken. „Dort ist der Platz zwischen den Vorgärten schon heute zu schmal“, schätzte Christian Kaula ein. Deshalb wird in diesem Abschnitt die Breite des neuen Gehweges nur ein Mindestmaß erreichen können, sagte der Planer. Eine ähnliche Engstelle an der Ortsdurchfahrt gibt es auch zwischen den Vorgärten in Richtung Neschholz. Deshalb müssten die Bauarbeiten weitgehen unter Vollsperrung erfolgen. Unzureichend geklärt ist aus Sicht der Brücker Ausschussmitglieder dafür noch die Umleitungsführung. Der Vorschlag, den schmalen Weg an der Eisenbahnstrecke sowie den Trebitzer Weg dafür herzurichten sei unpraktikabel, sagte Bürgermeister Karl-Heinz Borgmann (parteilos). „Auch ich bin damit nicht glücklich“, gestand Joachim Schlinger im Ausschuss. Während der Durchgangsverkehr großräumig um Gömnigk herumgeleitet werden soll, müssen dennoch Notlösungen für Dorfbewohner und den Busverkehr geschaffen werden. Die Ausschussmitglieder erhoffen sich dazu den Ausbau des Niemegker Weges ab Brück-Rottstock. Er würde über die Neschholzer Wühlmühle eine Anbindung zurück zur B246 ermöglichen. Der Landesbetrieb lehnt diese Variante aber bereits ab. „Die Kosten für die Umleitung dürfen nicht ausufern“, begründete Joachim Schlinger.

Rund 4000 Fahrzeuge täglich

Nach derzeitigen Entwürfen könnten entlang der Brück-Gömnigker Ortsdurchfahrt 29 Parkplätze entstehen. Davon ließen sich 20 im südlichen und neun im nördlichen Rand der Straße anlegen.
Aufgewertet werden könnte die Ortsdurchfahrt zudem mit 15 Bäumen, die neu anzupflanzen wären.
Als Straßenbreite sehen die Planer derzeit 6,50 Meter an den Engstellen ohne Radspur und 7,50 Meter – inklusive des 1,50 Meter breiten Radstreifens – im übrigen Bereich vor.
Der einseitige Gehweg ist mit Breiten von 1,75 Meter beziehungsweise 1,25 Meter vorgesehen.
Verkehrsprognosen gehen davon aus, dass die Bundesstraße 246 in Brück- Gömnigk im Jahr 2025 täglich von ingesamt 4000 Fahrzeugen passiert werden wird. Rund 440 Bewegungen (elf Prozent) mache dabei der Schwerlastverkehr aus.
Diese Erhebung der Behörde deckt sich mit Werten, die von der Stadt Brück aktuell mit ihrem Zählgerät ermittelt worden sind.

Die Ausschussmitglieder verständigten sich zunächst darauf, die Entwurfsplanung für die Straßensanierung umgehend in einer Arbeitsgruppe zu beraten. Dann sollen auch Kostenfragen diskutiert werden. Bürgermeister Karl-Heinz Borgmann will anschließend die Gömnigker Anwohner über die Planung informieren. „Für die allgemeine Beteiligung ist eine öffentliche Auslegung der Entwürfe vorgesehen“, kündigte Joachim Schlinger an.

Von Thomas Wachs

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