Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam-Mittelmark Rechtsextreme bleiben unter sich
Lokales Potsdam-Mittelmark Rechtsextreme bleiben unter sich
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:59 26.01.2014
Gegendemonstranten am Bad Belziger Markt. Quelle: Dirk Fröhlich
Anzeige
Bad Belzig

Das war nicht nur das Motto des Protestes gegen den neuerlichen Aufzug von Rechtsextremen im Zentrum der Kur- und Kreisstadt. Neben dem Banner des Lokalen Aktionsplanes für den Hohen Fläming mit der Losung „Kompetenz fördern – Toleranz stärken“ bildete es zudem die Kulisse für die Präsenz des NPD-Kreisverbandes Havel-Nuthe. Er hatte sich dieses Mal den Platz an der Stolpe-Linde zuweisen lassen. Doch dort blieben die etwa 15 Teilnehmer weitgehend unter sich.

Drei- bis viermal so viele Gegendemonstranten waren dem Aufruf des Forums gegen Rechtsextremismus und Gewalt gefolgt und bezogen vor der Filiale der Mittelbrandenburgischen Sparkasse ihre Position. Der Verein, der unter anderem das Info-Café „Der Winkel“ betreibt, hatte gefordert, den fremdenfeindlichen Parolen keinen Raum zu bieten. Dass die Reaktion – ungeachtet der Kurzfristigkeit und Temperaturen von minus zehn Grad Celsius – so eindeutig war, freute die Organisatoren um Benjamin Stamer. Einmal mehr haben ihre Sympathisanten mit Sprechchören, Trillerpfeifen und Glockengeläut die ausländerfeindlichen Ansprachen gekontert.

Anzeige

Eine davon hat Sebastian Schmidtke gehalten. Er ist Vorsitzender des NPD-Landesverbandes Berlin und hat dort maßgeblich versucht, Stimmung gegen die Unterbringung von Flüchtlingen im Stadtbezirk Hellersdorf anzufachen. Ähnlich ist die Strategie hierzulande, wo gegen die geplante Sanierung des Übergangswohnheimes am Weitzgrunder Weg polemisiert wird. Diesmal mit noch aggressiverer Wortwahl als bei den jüngsten drei Auftritten der Rechtsextremen in Bad Belzig. Dessen ungeachtet hatte die wieder mit zahlreichen Kräften und Fahrzeugen anwesende Polizei keinen Grund, einzuschreiten und hielt die Fronten ohne viel Mühe für die 90 Minuten der Veranstaltung auf Abstand.

Ein phantasievolles Zeichen für ein Miteinander erhofft sich Hannelore Klabunde vom Treffen des Forums in einem Monat. Die Verwaltungschefin will dann Vorschläge erörtern, wie ein Bekenntnis zur Vielfalt aussehen könnte.

Von René Gaffron

Potsdam-Mittelmark Vorgestellte Erweiterung des Tontagebaus bei Reetz wird von Einheimischen mit Skepsis begleitet - Ziegelhersteller plant für weitere 20 Jahre
26.01.2014
Potsdam-Mittelmark Erfolgreiches Forschungsjahr am Ernährungsinstitut DIfE - Neue Erkenntnisse über Krebs und Übergewicht
26.01.2014
Brandenburg Mehr Rauschgift-Kriminalität in Brandenburg - Drogen-Hochburg Potsdam-Mittelmark
25.01.2014