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Bad Belzig Sommer drückt die Arbeitslosenquote
Lokales Potsdam-Mittelmark Bad Belzig Sommer drückt die Arbeitslosenquote
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12:17 29.08.2019
Marko Wilke, Leiter der Arbeitsagenur-Geschäftsstelle in Bad Belzig, registriert gute Zahlen. Quelle: René Gaffron
Bad Belzig

Mit dem Hochsommer hält die Konjunktur im Hohen Fläming an. So sind zum Ende dieses Monats 1247 Erwerbsfähige ohne feste Anstellung. Das ist ein Rückgang von 13 Betroffenen im Vergleich zum Juli und vor allem um 208 Personen gegenüber dem August des vergangenen Jahres.

Die Arbeitslosenquote für Bad Belzig und Umgebung ist damit um 0,1 Prozentpunkt gesunken. Sie liegt jetzt bei exakt 6,0 Prozent. Vor Jahresfrist betrug sie 7,0 Prozent. Das geht aus der am Donnerstag Vormittag veröffentlichten Statistik der hiesigen Agentur-Geschäftsstelle hervor. Der Trend gleicht jenem im gesamten Land Brandenburg, wo die Quote von 5,7 auf 5,6 gesunken ist.

Saison noch nicht zu Ende

„Es bleibt zu hoffen, dass die Entwicklung möglichst lange anhält“, sagt Marko Wilke. Der Leiter der Arbeitsagentur-Geschäftsstelle Bad Belzig sieht durchaus Grund zum Optimismus. „Für gewöhnlich gibt es um diese Zeit die ersten Rückkehrer aus der Saisonbeschäftigung. Diesmal werden von der Gastronomie und aus der Baubranche noch freie Stellen gemeldet“, sagt er.

Auch die prognostizierte Krise bei der Zeitarbeit sei hierzulande noch nicht spürbar. Statt dessen wird weiter Personalnachfrage registriert. Vor allem beim Verkehrs- und Logistikgewerbe sowie im Büro und Verkauf. „In diesem Monat haben sich 254 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet. 2017 um die gleiche Zeit waren es 331“, erklärt der Behördenchef.

137 Jugendliche arbeitslos

Bemerkenswerter Fakt am Rande: Die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen unter 25 Jahren im August beläuft sich –wie schon 2016, 2017 und 2018 –auf genau 137.

Von 163 seit Jahresbeginn gemeldeten potenziellen Lehrlingen konnten schon 82 Prozent vermittelt werden. Aus 331 Offerten haben sie gewählt. Den jetzt verbliebenen 28 Jungen und Mädchen soll im September nochmals das Augenmerk gewidmet und individuelle Beratung geboten werden. Denn zumindest theoretisch stehen ihnen noch 125 Angeboten zur Verfügung. Doch haben in der Regel bei ihnen Hindernisse wie fehlende Mobilität, unzureichende schulische Leistungen oder mangelhafte soziale Kompetenz dazu geführt, dass für sie noch keine Ausbildung gefunden wurde.

Lager und Logistik gut vermittelt

Wie es heißt, gibt es hierzulande beim verarbeitenden Gewerbe trotz des Stellenrückgangs noch Kapazitäten. Die zahlreicher gemeldeten Ausbildungsplätze im Lager- und Logistikbereich sind hingegen durchweg besetzt.

Die Perspektive der noch nicht versorgten Schulabgänger muss letztlich nicht schlecht sein. „Es ist zunehmend zu beobachten, dass Unternehmen sogar gern die Lehrlinge im Alter von Anfang 20 einstellen“, schildert Marko Wilke seine Beobachtungen. Im besten Fall haben die jungen Leute dann einen Führerschein in der Tasche, Erfahrungen als Helfer gesammelt und starten ihre berufliche Laufbahn später.

Von René Gaffron

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