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Bad Belzig 5,7 Prozent: Arbeitslosenquote im Hohen Fläming ist weiter gesunken
Lokales Potsdam-Mittelmark Bad Belzig 5,7 Prozent: Arbeitslosenquote im Hohen Fläming ist weiter gesunken
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15:00 29.11.2019
Marko Wilke ist Leiter der Arbeitsagentur-Geschäftsstelle in Bad Belzig. Quelle: Josephine Mühln
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Bad Belzig

Die Arbeitslosenquote im Hohen Fläming ist im November weiter gesunken. Sie liegt jetzt bei 5,7 Prozent – und ist damit noch mal um zwei Prozentpunkte niedriger als zuletzt im Oktober. Demnach waren im vergangenen Monat 1175 Menschen arbeitslos. Das sind 47 weniger als im Vormonat.

„Trotz der Konjunkturdelle in Deutschland entwickelt sich auch der Arbeitsmarkt im Fläming besser als erwartet“, resümiert Marko Wilke, Leiter der Arbeitsagentur-Geschäftsstelle in Bad Belzig. „Damit liegen wir im Trend.“ Denn auch insgesamt sank die Quote im Bereich der Arbeitsagentur Potsdam, zu dem die Bad Belziger Geschäftsstelle gehört, um 0,1 Prozentpunkt – auf jetzt 4,7 Prozent.

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Saisonende noch nicht da

„Das hätten wir so nicht erwartet“, sagt Marko Wilke weiter. „Aber die Herbstbelebung hat den Hohen Fläming doch noch erreicht. Dabei hilft natürlich, dass wir noch keinen Winter haben.“ So sei beispielsweise das Saisonende im Baugewerbe noch nicht da, hier würden sich nur vereinzelt schon Beschäftigte arbeitslos melden.

Ähnlich sei es bei der Landwirtschaft und auch aus dem Hotel- und Gaststättengewerbe habe es noch gar keine Arbeitslosmeldungen gegeben. „Wir vermuten, dass die immer weniger werdenden Restaurants in der Region noch bis Weihnachten und Silvester durchziehen – und aus diesem Bereich erst danach die ersten Meldungen kommen.“

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Auch gebe es viel weniger sogenannte Wiedereinsteller als in den Vorjahren. Das sind die Kräfte, die von ihren Arbeitgebern über den Winter freigesetzt werden und im Frühjahr wieder beginnen. „Das zeigt, dass die Arbeitgeber das Personal brauchen. Sie setzen es nicht mehr frei, denn dann könnte es ja weg sein“, erläutert Marko Wilke.

Von Auswirkungen der Thomas-Cook-Pleite, jenem Reiseanbieter, der im September Insolvenz angemeldet hatte, bleibe der Hohe Fläming ebenfalls verschont. „Weil der Konzern hier keine Läden hatte oder Arbeitnehmer über Zeitarbeitsfirmen beschäftigt hat“, sagt der Leiter der Geschäftsstelle.

Kein Aufschwung durch Weihnachtsmärkte

Der Arbeitsmarkt habe sich von der konjukturellen Entwicklung abgekoppelt und reagiere nicht auf die schwächer werdenden Wirtschaft „Wer in unserer Region arbeitslos wird, der hat momentan sehr gute Chancen, schnell wieder eine gleichwertige Beschäftigung zu finden – wenn er mit dem Lohnniveau hierzulande zufrieden ist“, sagt Marko Wilke weiter.

Die nun anstehenden Weihnachtsmärkte bringen für den Hohen Fläming im Übrigen keinen zusätzlichen Aufschwung, was Arbeitsplätze angeht – weil es vergleichsweise wenige Märkte seien, die häufig nur ein Wochenende stattfinden würden. „Die Stände werden dann meist von den Eigentümern betrieben oder sie bringen sich ihre Leute mit“, weiß der Geschäftsstellenleiter. Auch Weihnachtsmänner seien in der Region schon lange nicht mehr vermittelt worden.

Aktionswoche der Menschen mit Behinderung

Vom 2. bis 6. Dezember beteiligt sich die Bad Belziger Geschäftsstelle an der bundesweiten Aktionswoche der Menschen mit Behinderung. „Wir wollen den Blick dann auf jene Arbeitnehmer lenken, die zwar eingeschränkt, aber trotzdem gute Arbeitskräfte sind“, sagt Marko Wilke. Er appelliere in diesem Zusammenhang auch noch mal an die Arbeitgeber, bei Fragen rund um Unterstützungsmöglichkeiten offen auf die Agentur zu zukommen und Bewerber mit Behinderung nicht per se auszuschließen.

Von Josephine Mühln

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