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20:12 09.02.2014
Besuch aus Kamerun.
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Bad Belzig

Im Sommer war der Besuch von kamerunischen Jugendlichen im Fläming an den Hürden der Behörden gescheitert. Die Afrikaner bekamen für die Reise nach Deutschland kein Visum (die MAZ berichtete). Nun soll ein neuer Anlauf unternommen werden, Jugendliche aus Westafrika nach Deutschland zu holen. Das kündigte Silvia Kuntz, Vorsitzende des Vereins „Echo Kamerun“, an. Anlass war der Themenabend im Infocafé „Der Winkel“ am Freitagabend. Außerdem blickte sie auf ihre zweiwöchige Reise, die sie im Dezember nach Kribi, der potenziellen Partnerkommune von Bad Belzig führte, zurück.

Ein wichtiger Punkt der Reise sei demnach ein vom hiesigen Bundestagsabgeordneten Frank-Walter Steinmeier (SPD) vermittelter Termin beim deutschen Konsulat in Yaoundé gewesen. Dabei sei der geplatzte Deutschland-Besuch der Kameruner aufgearbeitet worden. „Dort hat man uns mitgeteilt, dass wir es versäumt hätten, die Botschaft frühzeitig über die Absicht unseres Vorhabens zu informieren“, sagte Silvia Kuntz. Die Visaanträge seien demnach nicht für die Gruppe, sondern für jeden Jugendlichen einzeln bearbeitet worden. Außerdem habe sie erklärt bekommen, dass es quasi unmöglich sei, Jugendliche dieses Alters einzeln nach Deutschland zu holen. „Für mich ist es unverständlich, dass die Botschaft, die ja eigentlich am Jugend- und Kulturaustausch interessiert ist, es dann doch so schwer macht“, berichtete Silvia Kuntz.

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„Darauf wollen wir es nicht beruhen lassen“, kündigte die Bad Belzigerin an. Und auch der 19-jährige David Hannack, der im April mit anderen Jugendlichen ins kamerunische Kribi reisen wird, sagte: „Das motiviert uns nur noch mehr.“ So werde man versuchen, den trinationalen Austausch zwischen deutschen, französischen und kamerunischen Jugendlichen doch noch zu einem Abschluss zu führen. Der Besuch der afrikanischen Delegation in Bad Belzig soll dann, so der Plan, mit anderen Teilnehmern nachgeholt werden. „Die Botschaft hat uns empfohlen, den Aufenthalt dann früher vorzubereiten.“

Vorher steht aber erst noch der Besuch im kamerunischen Kribi auf der Agenda. Im April werden dazu sieben Jugendliche aus Bad Belzig und ebenso viele französische Teilnehmer samt Betreuer nach Afrika fliegen. „Dabei geht es um Sprache, Kultur und Globalisierung“, erklärt Silvia Kuntz, die im Dezember schon einmal Unterkünfte für die anstehende Reise prüfte. „Jedes Land stellt ein eigenes Programm zusammen, um sich und seine Kultur zu präsentieren“, sagt sie.

Bevor aber die afrikanischen Jugendlichen eine Exkursion in den Fläming erneut in Angriff nehmen, wird im Juli der Bürgermeister der kamerunischen Küstenstadt nach Bad Belzig kommen. „Ich habe ihn zu uns eingeladen, um über eine künftige Partnerschaft zu sprechen“, erklärte Bürgermeisterin Hannelore Klabune<NO1>auf der Veranstaltung im Infocafé. „Wir müssen uns ein Bild davon machen, wo wir helfen können“, sagte sie. Das gemeinsame Ziel, so Hannelore Klabune, soll im Sommer besprochen werden.

Nach dem offiziellen Teil wurden den zahlreichen Gästen afrikanische Spezialitäten geboten. Nur die Fotopräsentation von Silvia Kuntz' Reise musste ausfallen, weil die Technik streikte.

Von Christoph Brandhorst

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