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Bad Belzig Smart Village Bad Belzig hat jetzt eine eigene App
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13:05 14.08.2019
Die Bad Belzig App ist jetzt da. Philipp Wilimzig und seine Mitstreiter haben sie entwickelt. Quelle: René Gaffron
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Bad Belzig

Die Bad Belzig App ist da. Jeder kann sie ab sofort kostenfrei in einem der App- Stores auf sein Smartphone herunterladen. Rechtzeitig zur Burgfestwoche haben Bürgermeister Roland Leisegang (parteilos), Innenstaatssekretärin Kathrin Lange und Thomas Kralinski, Digitalkoordinator der Landesregierung Brandenburg, das Angebot am Dienstagnachmittag vor dem Rathaus gestartet. Optisch ähneln die Darstellungen der Bad Belziger Internetpräsenz.

Aktuelle Informationen, darunter auch die Lokalnachrichten der MAZ, sind darin zu lesen. Es gibt Hinweise auf die Sehenswürdigkeiten vor Ort und Ausflugsziele in der Gegend. Zunehmend sollen mit der mobilen Offerte noch Dienstleistungen der Verwaltung erledigt, Mobilitätstipps geboten und ein Veranstaltungsüberblick gewährt werden können.

Erprobte Systeme eingebunden

Vorerst ist das Spektrum allerdings noch übersichtlich. So sind die etablierte Müll-App der Abfallwirtschaft Potsdam-Mittelmark und das bewährte Maerker-Portal eingebunden, bei dem die Bürger die Verwaltung auf Missstände aufmerksam machen können.

Die Bad Belzig App ist jetzt da. Präsentation am Rathaus mit Roland Leisegang, Thomas Kralinski und Katrin Lange (v.l.n.r.) Quelle: René Gaffron

Auch die Förderanträge auf Unterstützung aus dem Budget des Lokalen Aktionsplanes „Hoher Fläming“ könnten ab sofort von unterwegs gestellt werden. Koordinator Florian Görner hat die entsprechenden Formulare als einer der ersten Nutzer bereits hinterlegt.

Inhalte müssen geliefert werden

„Mit der Digitalisierungsstrategie wollen wir das Leben auf dem Lande attraktiver machen“, erklärt Thomas Kralinski. Die im Rahmen der Smart-Village-Kampagne entwickelte App kann seinen Ausführunge nach digitalen Service bündeln. „Aber entscheidend sind die Initiativen vor Ort, die den Inhalt liefern“, so der Chef der Staatskanzlei.

>> Lesen Sie den MAZ-Bericht über Bad Belzig und Wiesenburg als Smart Village

Während die lokale Verwaltung ihrerseits nun daran arbeitet, beispielsweise das Meldewesen online anzubieten, wird sich die Landesregierung laut Katrin Lange mühen, die rechtlichen Bedingungen zu klären, damit den Bürgern langfristig wirklich Papierkram und Wege erspart bleiben.

Zehn Monate für Entwicklung

Seit November vergangenen Jahres war ein sechsköpfiges Team der Firma Ikusei aus Berlin an mit dem Modellprojekt beschäftigt. 65.000 Euro hatte die Staatskanzlei dem Unternehmen zu dem Zweck zur Verfügung gestellt, nachdem es sich in einer Ausschreibung durchgesetzt hatte.

„Die Erwartungen, was aufgenommen wird, waren viel größer“, berichtet der federführende Chef Philipp Wilimzig. Doch zunächst einmal sei ein technisches und redaktionelles Grundgerüst gewählt worden, das zum einen benutzerfreundlich erscheint und zum anderen mit vertretbarem Aufwand gepflegt werden könnte. Insofern ist die Interaktivität vorerst noch eher beschränkt.

Philipp Wilimzig und seine Mitstreiter haben die Bad Belzig App entwickelt. Quelle: René Gaffron

Wer seine Veranstaltung kundtun will, muss sie in die Datenbank der Tourismus-Marketing Brandenburg eingeben. Zwar frohlockt Roland Leisegang „die App aktualisiert sich permanent und bleibt somit interessant für die Nutzer.“ Doch wurde gleichermaßen betont, dass dies kein Selbstläufer sei.

Kommunen auf der Lauer

Immerhin gilt Bad Belzig dank der Impulse der Coconat-Digitalarbeiter vom Gutshof Klein Glien als Vorreiter. Andere Kommunen wollten aber schon bald dem Beispiel folgen, sagt Silke Kühlewind vom Städte- und Gemeindebund.

Digitale Lösungen im Alltagstest

Bad Belzig und Wiesenburg sind Smart Village. 2018 haben sie sich erfolgreich bei der Medienanstalt Berlin Brandenburg darum beworben.

Dank zielgerichteter Förderung können digitale Werkzeuge für das Leben auf dem Lande hierzulande im Alltag erprobt werden.

Praktisch wird die Arbeit im Coconat-Domizil auf dem Gutshof Klein Glien erledigt. Die MAZ gehört zu den Unterstützern der Initiative.

„Jede Stadt, jedes Amt, jede Gemeinde ist einzigartig und braucht daher ein individuelles Leistungsangebot für ihre eigenen Prioritäten und Nutzergruppen. Die großen Vorteile der jetzt präsentierten App sind ihr modularer Aufbau und ihre flexible Anpassungsfähigkeit“, wie die Mitarbeiterin des Städte- und Gemeindebundes schon einmal anerkennend festgestellt hat.

Von René Gaffron

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